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Foto: Veröffentlicht unter (CC0) Lizenz.

„Du bist ein Idiot!“

Ein Satz, ein Pfeil, mitten ins Herz.
Kennst du solch verletzende Worte? Hat dich ein anderer Mensch schon mal richtig mit seinen Worten getroffen?

Ja? Tröste dich! Du bist nicht alleine damit.
Ich möchte dir mit diesem Artikel zeigen, wie dir die Meinung anderer völlig egal sein kann.
Das geht nicht meinst du?

Doch das geht. Vertraue mir! Mit den richtigen Übungen und mit der richtigen Einstellung wirst du das ganz leicht schaffen.

Nach diesem Artikel wirst du mit einem starken Selbstbewusstsein dem anderen ins Gesicht lächeln und ihm dankbar für seine Vorurteile sein.

In diesem Artikel erfährst du, wie

  • du Dinge nicht mehr persönlich nimmst
  • du dich vor verletzenden Worten schützt
  • du ein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen kannst
  • du seelische Verletzungen aus deiner Vergangenheit überwindest
  • du eine liebevolle Beziehung zu dir selbst aufbaust.

Das hört sich nach viel Arbeit an. Ist es auch. Aber es lohnt sich du wirst sehen!
Bevor wir jedoch loslegen möchte ich dir eine schöne Geschichte erzählen. Ich hoffe du liebst Geschichten. Also…

Was würde Buddha dazu sagen

Eines Tages wanderte der Buddha mit seinen Schülern in der Gegend umher. Nach einiger Zeit kamen sie zu einem wunderschönen Garten. Buddha war richtig entzückt von der Schönheit dieses Platzes.

Er führte seine Novizen in den Garten und meinte: „Das ist heute der richtige Platz. Hier möchte ich euch die Lehre mit euch teilen.“
Also ließen sich Meister und Schüler an diesem zauberhaften Ort nieder. Plötzlich kam der Besitzer des Gartens und erblickte die Menschenmenge.

Der Mann wurde zornig, eilte zum Meister und brüllte ihn an: „Was fällt euch überhaupt meinen Garten ohne Erlaubnis zu betreten. Ich dulde keine Landstreicher und Penner in meinem schönen Garten. Verschwindet ihr Idioten!“

Der Buddha lächelte den Mann liebevoll und milde an und erwiderte: „Danke mein Bruder für die Einladung. Aber ich benötige diese Lehre nicht mehr!“
Daraufhin erhoben sich Meister und Schüler und gingen weiter.

Wie hat es der Buddha geschafft so cool zu bleiben?

Er war erleuchtet meinst du?

Ja, schon! Aber könnten wir nicht auch ein bisschen was von dieser Erleuchtung haben? Nur ein kleines Stück? Damit uns Worte anderer Menschen nicht mehr verletzen können!

Ich bin der Meinung es geht. Nein! Ich bin nicht nur der Meinung, dass es geht. Ich weiß sogar, dass es auch ohne Erleuchtung funktioniert! Ich habe einen Weg gefunden, um verletzende Worte eines anderen abprallen zu lassen.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie es geht!

Doch ich warne dich! Die Lösung ist etwas unbequem! Sie ist nicht für jeden verträglich.
Den Weg, den ich dir hier zeige ist nur für Menschen begehbar, die ernsthaft bestrebt sind das Jammertal der elenden Opfer zu verlassen! 😉

Bist du bereit? Dann schnall dich an. Öffne das Popcorn, trink noch einen Schluck von deiner Cola. Denn es ist Zeit für…Action….

Das Problem beim anderen lassen

Wenn du mit mir ein Problem hast, dann tröste dich! Ich werde es dir nicht wegnehmen. Ich lasse es bei dir. Denn schließlich ist es ja dein Problem!
Autor unbekannt

„Du bist dumm“. Autsch! Das hat weh getan. Mitten ins Herz, mit einem Messer durchbohrt. Doch halt. Wer ist hier dumm?

Denke daran: zuerst ist der dumm, der dummes sagt! Forrest Gump war gar nicht dumm. Er hatte recht! 😉

Tröste dich. Denn der Satz: „du bist dumm“ muss zuerst durch die Nervenbahnen des Menschen gehen, der ihn auch sagt. Zuerst muss der Urheber die Dummheit in sich selber haben. Die Dummheit muss zuerst durch seine Gehirnwindungen laufen, bevor es beim Mund rauskommt.

Stell dir mal vor es gibt jemanden, der noch nie in seinem Leben gehört hat, dass Menschen dumm sein können. Dieses Wort kommt in seinem Denken einfach nicht vor. Dann kann dich dieser Mensch auch nicht als dumm bezeichnen. Denn er weiß ja gar nicht was das Wort überhaupt bedeutet!

Kannst du mir folgen?

Worte können dich nicht verletzen. Außer du lässt es zu. Gib den Worten eines anderen Menschen nicht die Macht dir weh zu tun.

Das führt zu nichts!

Ich habe für diese Situationen ein seelisches Schnellhilfepflaster für dich! Denke dir das nächste Mal folgende Gedanken:

„Ein jeder Mensch hat so seine Vorstellung wie das Leben zu funktionieren hat. Und wenn meine Wesensart, mein Aussehen oder meine Kleidergröße nicht in die Vorstellung von dir passen, dann ist das dein Bier. Nicht meins. „

Alles klar? Dann denken wir mal weiter.

Die Wahrheit hinter dem was andere über dich denken

Wir bleiben bei dem „dummen“ Sprücheklopfer:

Irgendwann in seinem Leben wurde er wahrscheinlich selbst als „dumm“ bezeichnet. Vielleicht von seinem Vater, seiner Mutter oder auch seiner Lehrerin. Sie waren seine Lehrmeister und haben ihm die Bedeutung dieses Wortes beigebracht.

Die Sache ist aber die: Wahrscheinlich wurde er damals durch verletzende Worte tief in seinem Inneren getroffen. Er hat ihnen Macht über sich gegeben. Weil er es halt nicht besser wusste. Seine Seele konnte diesen Schmerz nicht verarbeiten.

Er hat eine schlimme Kränkung davongetragen. Nach Kränkung folgt Krankheit. Das ist doch klar? Oder nicht?

Die Frage ist also seelische oder körperliche Krankheit. Diese Definition überlassen wir wohl besser den Ärzten. Denn die haben das ja schließlich studiert.

Bei dir ist es allerdings etwas anderes. Du weißt jetzt, dass Worte dir nicht mehr weh tun können. Außer du lässt es zu.

Wenn jemand verletzt ist, dann ist er nicht im Besitz seiner vollen Kräfte. Das ist wie mit einem verletzten Tier. Wenn dieses Tier verwundet ist, dann hat es Angst. Das Tier sucht Schutz.

Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind tun anderen nicht weh!
Verletzende Worte können manchmal wie ein Giftpfeil sein.

Ich werde dir jetzt noch eine weitere Wahrheit verraten:

Das was andere über dich denken, dass denken sie in Wahrheit über sich selbst!
Es hat nichts mit dir zu tun.

Verletzende Worte fügen demjenigen Schmerz zu, der sie ausspricht. Er gibt sich damit selbst die seelische Peitsche! Nur ist das dem Menschen nicht bewusst.

Verstehst du das?

Der andere hat ein Problem damit. Nicht du. Mach es nicht zu deinem Problem!
So! Das war jetzt das Wort zum Sonntag 😉 Ich hör´ jetzt auf mit dem Predigen, versprochen!

Wenn es aber trotzdem noch weh tut, dann mach folgendes:

Dreh es einfach um!

Diesen kleinen Trick habe ich von Byron Katie und „The Work“ gelernt. Byron hat ein geniales Frage-System geschaffen, um fehlgeleitete Energie wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

„Du bist dumm!“ Wir bleiben bei diesem Satz.

Du weißt mittlerweile, dass nur du selbst dich verletzen kannst? Großartig!
Doch irgendetwas ist noch da, dass dich mit dieser Aussage verletzt hat.
Was tun wir also? Genau. Wir drehen das Ganze einfach um.

Aus dem Satz: „Du bist dumm“ wird der Satz: „Du bist nicht dumm“ oder „du bist intelligent“

Warum bist du intelligent?

Was hast du in deinem Leben alles gemacht, was ziemlich intelligent war?

Somit erweckst du deine positiven Ressourcen und kümmerst dich nicht weiter um verletzende Worte.

Du siehst also, es gibt sehr gut Gründe die Meinung der anderen positiv für dich zu nutzen.

Was denkst du dir eigentlich dabei?

Jetzt wird es ein bisschen brenzlig. Ich werde versuchen den nächsten Schritt sehr behutsam zu beschreiben. Denn hier können oft Missverständnisse entstehen. Und das wäre schade.

Zum Thema:  Achtung Beziehung - Die häufigsten Fehler bei einer neuen Partnerschaft

Wenn du den nächsten Schritt wirklich begreifst, entsteht eine einmalige Gelegenheit dein wahres inneres Selbst zu erkennen. Dann kommst du der Erleuchtung schon sehr nahe.
Bist du bereit dafür? Ich meine, bist du wirklich bereit, die dunklen Seiten deiner Seele kennenzulernen?

Wenn nicht, dann ist das völlig o.k.

Überspringe dieses Kapitel und lies unten weiter. Wenn du aber innerlich „ja“ sagst, wenn du wirklich mehr über dich lernen möchtest, dann lies hier weiter.

Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken. (Bertrand Russell)

Darf ich dir mal eine Frage stellen?

Was denkst du über andere?

Hast du mal einen anderen Menschen in seiner Abwesenheit oder in seiner Anwesenheit beleidigt? Ja? Warst du mal derjenige, der verletzende Worte hinausposaunt hat? Ja?

Herzlich willkommen. Wir sitzen im gleichen Boot!
Ich glaube, das liegt einfach in der Natur von uns Menschen. Wir schimpfen manchmal über andere! Das ist halt so.

Der springende Punkt ist aber, dass wir unseren Fehler erkennen und daraus lernen sollten. Und genau darum geht es hier.

Denn das was du über andere denkst oder auch sagst, denkst du in Wahrheit über dich. Es ist dein Bier. Nicht das eines anderen! Wenn du ehrlich zu dir bist, dann erkennst du, dass diese Gedanken heftige Gefühle in dir hervorrufen. Also ist es dein Thema!

Du erinnerst dich an Byron von „The Work“?

Drehe es einfach mal um.

Erkennst du jetzt, dass es eigentlich dein Problem ist?

Der andere spiegelt es dir nur. Er hilft dir deine Schattenseiten zu erkennen. Ich möchte dir das an einem Beispiel zeigen:

Wenn du denkst: „na die sollte mal eine Diät machen!“

Dann ist das nicht ihr Problem. Sondern deines. Dreh doch mal den Satz um:
„ich sollte doch mal eine Diät machen!“

Macht das Sinn? Fühlt sich dieser Satz richtig an. Ich weiß es ist unbequem. Aber ich habe dich vorhin gewarnt!

Du wirst mit dieser Methode sehr viel über dich erfahren dürfen. Sie hilft dir deine Schattenseiten aufzudecken.

Huch! Das hätten wir. Ich hoffe es hat nicht zu sehr weh getan. Denn ich weiß, dass diese Methode etwas heikel ist. Aber ich möchte dir damit helfen. Helfen, damit du noch

  • freier,
  • glücklicher und
  • erfüllter

werden kannst.

Und jetzt hör ich sofort auf damit.

Stärke dein Selbstwertgefühl

Bist du wirklich ganz viel wert?

Na und ob!

Zeige mir mal einen anderen Menschen, der genauso wie du

  • denkt,
  • fühlt und
  • handelt.

Du wirst niemanden finden unter den 7 Milliarden ErdenbürgerInnen.

Der einzige Mensch, der deine innere Stärke beeinträchtigen kann, bist wieder einmal du selbst. Sorry! Das Leben ist hart! Aber schließlich ist es ja dein Selbstwertgefühl. Aber das hatten wir ja bereits.

Ist dir wirklich bewusst, dass du einzigartig bist? Ich mein´ das ernst. Die Schöpferkraft hat genau dich gemeint.

Somit verstehst du vielleicht auch, warum die Meinungen eines anderen nichts mit dir zu tun haben. Das sind die individuellen Einstellungen eines völlig anderen einzigartigen Menschen (über sich selbst).

3 wirkungsvolle Übungen um das Selbstwertgefühl zu stärken

Doch wie kann ich nur mein Selbstwertgefühl stärken?
Gut, dass du fragst. Jetzt kommen wir schön langsam zum Wesentlichen.

1. Verabschiede dich von negativen Gedanken
Für diese Übung nimmst du eine ca. 30 cm lange dünne Schnur. Trage diese Schnur in deiner Hosentasche. Jedes Mal, wenn du dich dabei ertappst,

  • dass du dich selbst beschimpfst,
  • negativ über dich denkst oder
  • über andere Menschen herziehst,

machst du einen Knoten in die Schnur. Am Abend zählst du dann die Knoten und notierst dir diese Zahl. Anschließend schneidest du jeden Knoten mit einer Schere ab und verabschiedest dich von ihm. Diese Übung machst du 30 Tage lang. Du wirst merken, dass die negativen Gedanken immer weniger werden.

2. Sei nett zu dir selbst
Das Selbstvertrauen wird häufig durch Kränkungen aus der Vergangenheit beeinflusst. Wenn du solche Kränkungen erleiden musstest, dann kümmere dich darum. Beginne den anderen und dir selbst zu verzeihen und ziehe einen Schlussstrich.

Lass diesen Müll aus deiner Vergangenheit hinter dir. Er belastet dich nur unnötig. Richte deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt. Das ist viel sinnvoller.
Mach dir selbst ein Kompliment. Sei nett zu dir selbst.

Wann hast du dich das letzte Mal gelobt? Was? Du weißt das nicht mehr? O.k. dann beginne sofort damit.

3. Lächle dich im Spiegel an
Lächle dich doch mal selbst an. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Übung den meisten Menschen enorme Schwierigkeiten bereitet. Ich bin mir richtig blöd vorgekommen, als ich damit begonnen hatte. Heute ist sie zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Immer wenn ich einen Spiegel sehe, schenke ich mir selbst ein freundliches Lächeln.

Fang gleich morgen früh damit an. Nach dem Aufwachen gehst du ins Bad, blickst dich im Spiegel an und lächelst in den Spiegel.

Bitte schreibe mir unbedingt deine Erfahrungen mit dieser Übung!!!

Warte nicht darauf, dass die anderen dich anlächeln. Sondern lächle dich selbst an und dann lächle du die anderen an 😉

Fazit

Die Meisterung der eigenen Gedanken und Gefühle ist der Königsweg im Buddhismus. Wenn du die Wahrheit hinter den Gefühlen erkennst, dann gibt es keine verletzenden Worte mehr. Dann kann niemand anderer außer dir selbst, dich mit Worten verletzen.

Denn das Geheimnis ist: Worte haben nur die Macht über dich, die du ihnen gibst.

Worte eines anderen können allerdings ein Thema in dir anregen. Ein Thema, das dich beschäftigt. Etwas, das dir Probleme bereitet. Bedanke dich bei deinem Gegenüber für die Chance, die du bekommen hast. Verurteile den anderen nicht, wenn er dich beschimpft. Drehe den Zeigefinger um und richte ihn auf dich.

Danach frage dich: Was kann ich aus der ganzen Geschichte lernen? Warum haben die Worte eines anderen so weh getan?

Ich weiß, das ist nicht immer leicht. Aber es ist ein guter Weg deine Gefühle und dein Schicksal zu meistern. Wenn doch nur alle Menschen den Blick nach innen richten würden, dann hätten wir weniger Beschimpfungen, weniger Neid, weniger Zorn, weniger Gewalt und weniger Krieg auf dieser wunderschönen Erde.

Ich wünsche dir viel Kraft alles Gute und denke daran:

Du bist großartig!

Autor:

Christian Gremsl ist Trainer, psychologischer Berater, Autor und Blogger. Auf seinem Blog lebereich.com. hilft er seinen LeserInnen ein freies, glückliches und erfülltes Leben zu führen. Hol dir hier sein kostenloses Ebook: die 30 besten Übungen für mehr Selbstbewusstsein

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