Treffen sich zwei Menschen …

… verlieben sich, glauben sich im siebten Himmel und spüren in den folgenden Wochen und Monaten nicht mehr, dass sie einmal ganz unsichere Persönlichkeiten waren.

Nie haben sie sich in den Vordergrund drängen wollen. Beim Reden nicht zu Ende geredet, wenn sie von jemanden unterbrochen wurden. Die Meinung, die sie über sich und die Welt hatten, war nicht wichtig.

Die Meinungen anderer Menschen überzeugten sie schnell. Schuld – wenn es welche zu suchen gab – suchten sie eher bei sich. Und wenn sie in einer irgendwie verunglückten Situation oder bei einem Missgeschick rhetorisch fragten, wie man nur so blöd sein könne, meinten sie sich selbst.

Wenn sich jemand in uns verliebt, wachsen wir

Manchmal wachsen wir über uns hinaus. Doch leider nicht immer.

Mit der Verliebtheit begann ein emotionaler Höhenflug, in dem das fehlende Selbstwertgefühl wie weggeblasen schien. Jeder Zweifel über sich selbst verkümmerte.

“Ohne Selbstliebe erleben wie die Liebe des Partners als Heuchelei.”

Wenn Menschen sich selbst nicht für liebenswert halten, fällt es ihnen sehr schwer sich vorzustellen, dass sie von einem anderen Menschen geliebt werden könnten.

Um die Liebe eines anderen Menschen wirklich zu spüren, müssen wir uns selbst lieben können. Ansonsten halten wir für die Liebesgefühle des Partners für Heuchelei. Insgeheim unterstellen wir ihm Unzurechnungsfähigkeit. Er weiß nicht, was er tut. Oder fühlt.

In der heißen Phase des Verliebtseins aber fallen alle destruktiven Glaubenssätze über uns selbst unter den Tisch. Wir fühlen uns stark und selbstbewusst. Die Mauer um uns herum fällt, der Partner schenkt uns quasi Größe.

Uns, die wir in vielen Lebenssituationen so klein und unbedeutend sind. Uns, die wir uns dies oder das verbieten. Uns, die wir zu schwach sind, uns durchzusetzen. Die wir zu wenig Selbstbewusstsein haben, um uns zu zeigen.

Die Liebe lässt unsere Augen wieder leuchten. Wir erfahren, was es bedeutet, von innen heraus zu strahlen und nicht nur oberflächlich zu glänzen.

Wenn zwei Menschen sich ineinander verlieben, die “füreinander bestimmt” sind, so geben sie alles füreinander und verlassen sich aufeinander.

Sie verlieren sich ineinander. Zunächst zu ihrem Glück, später zu ihrem Unglück.

Vorprogrammierte Eifersucht

Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, die wenig Selbstwertgefühl in die Beziehung mitbringen, ist ein Eifersuchtsdrama vorprogrammiert.

Sobald die Liebe nachlässt, schleicht sich auch wieder die Unsicherheit ein, die man für einige Wochen oder Monate vergessen glaubte.

Der Partner zeigt wieder mehr Interesse an anderen Personen und Dingen, was schnell als Abwenden verstanden werden kann.

“Sobald die Hochphase der Verliebtheit nachlässt und die Desillusionierung beginnt, kann es verhängnisvoll werden, sich ineinander verloren zu haben.”

Der Partner beginnt Dinge zu tun (oder tut Dinge, die er schon immer getan hat, aber erst jetzt bewusst wahrgenommen werden), die sich nach einer beginnenden Trennung anfühlen.

Wohin wendet sich der geliebte Menschen, der einem allein durch seine Anwesenheit, seine Liebe so viel Selbstbewusstsein schenken kann? Gibt es jemand Dritten? Die Eifersucht beginnt.

Eifersucht ist rücksichtslos und ignorant. Sie sieht etwas, was nicht sein darf. Und spült nach oben, was wir nicht wirklich fühlen wollen. Unsere Unsicherheit. Unser fehlendes Selbstvertrauen. Unser mageres verhungerndes Ich.

Hier der unsichere Partner, der vor lauter Unsicherheit eifersüchtig wird. Und dort der unsichere Partner, der nicht weiß, wie er mit der Eifersucht des Partners umgehen soll.

Passend dazu:  Sich mit anderen vergleichen - Was sagt es über dich aus?

Eifersucht und Heimlichtuerei

Zu jeder beginnenden Eifersucht gehört Geheimhaltung. Zunächst bei dem Partner, der die Eifersucht bei sich wahrnimmt – aber nicht wahrhaben will. Er behält seine Eifersucht für sich, bis es nicht mehr geht. Bis sie aus ihm herausplatzt und sich in Form von Vorwürfen und Eifersuchtsszenen in die Partnerschaft hinein ergießt.

Ab diesem Moment beginnt beim Partner die Phase der Verheimlichung.

“Denn wer als Partner unsicher ist, traut sich nicht, sein Eifersucht-auslösendes Verhalten offensiv seinem Lebensgefährten zuzumuten”

Der Partner beginnt also sein “kritisches” Verhalten zu verheimlichen.

Und natürlich weiß sein Verstand das Verheimlichen gut zu erklären und zu rechtfertigen: Er will den eifersüchtigen Partner schützen! Er will ihm nicht weh tun – und gleichzeitig das tun, was er für richtig hält.

Und das, was wir für richtig halten und was für uns wichtig ist zu tun, ist gleichzeitig das, was uns am meisten Angst macht: Wenn das einmal raus kommt, was wir verheimlichen!

Ganz zu schweigen vom schlechten Gewissen.

Es entwickelt sich ein Leben neben dem Partner. Wir tun Dinge, von denen unser Partner nichts weiß. Dinge, über die wir nicht mit ihm reden können. Mit ihm teilen.

So ein Leben zu führen kostet Nerven und Kraft.

Heimlichkeit schafft eine unfreie Distanz

Wir wissen sehr wohl, dass wenn unser Partner von unseren heimlichen Aktivitäten – was auch immer es sein mag -“ erfährt, wird er uns genau das vorwerfen, was wir versucht haben zu vermeiden: seine Kränkung und emotionale Verletzung.

Fehlendes Selbstwertgefühl führt also in einer Partnerschaft schnell zu Eifersucht und Verheimlichung. Distanz und Unfreiheit.

“Das Leben mit einem eifersüchtigen Partner ist deshalb schwer, weil wir ihm die innere Stärke, die er bräuchte, nicht wirklich geben können.”

Und das Leben eines eifersüchtigen Menschen mit einem Partner, dem innere Stärke fehlt, ist deshalb schwer, weil dessen Verheimlichungen eben nicht verborgen bleiben – gefühlt.

Das Mittel gegen die Eifersucht

Am Schluss bleibt nur der Appell: stärke dein Selbstbewusstsein! Stell dich vor deinen Partner, zeige dich in deiner ganzen Größe und mach das, was du machen möchtest. Übernimm die Verantwortung für dein Leben und nicht für das deines eifersüchtigen Partners. Das muss er mit sich ausmachen und es wird ihm leichter Fallen wenn du ehrlich und authentisch bleibst.

Eifersucht lässt sich nicht immer gänzlich verhindern – aber der Umgang mit ihr definitiv!

Zum Autor

Über Ekke: “Den Sinn meines Lebens sehe ich darin, die Lücke zu füllen, die ohne mich nicht wäre. Diese Lücke öffnet und schließt sich täglich neu. Aufmerksam sein.”

Mehr von Ekke findet ihr:

www.der-beziehungscoach.com/vom-partner-enttaeuscht

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