Alle deine Liebesbeziehungen sind deine Sadhana, deine spirituelle Praxis.

An alle “Romantiker”, die immer noch auf der Suche nach dem perfekten Partner sind und von einer enttäuschten Beziehung zur anderen flüchten, und auch an die, die in einer “unglücklichen” Beziehung feststecken und die aus Angst, alleine zu sein, es sich lieber gemütlich machen und daran festhalten:

“Beziehungen sind nicht dazu da, dich glücklich zu machen oder dir ein Gefühl von Erfüllung, gut genug zu sein, Bewunderung, Anerkennung oder Vollkommenheit zu geben. Sie sind dazu da, dich aufzuwecken, dich zu dir selbst, ins SEIN und in die Selbstliebe zu bringen.”

Das geht nicht über dein Ego.

Denn Egos lieben nicht.

Egos wissen nichts von Liebe.

Egos wollen etwas.

Was eure Egos wollen, ist Liebe, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Bewunderung.

Egos wollen ihre Bedürfnisse erfüllt haben, und sie benutzen jeden und alles, um diese erfüllt zu bekommen.

Warum ist das so?

Weil das Ego der abgetrennte, abgeschnittene, ängstliche Teil von dir ist. Durchschaue den Wahnsinn, dann kannst du endlich durch das Tor der Freiheit gehen und wahre Liebe finden (sein) – das, wo sie wirklich ist und immer war. (Hinweis: Look in the mirror!).

Wenn du dein Glück, dein Heil und deine Erlösung weiterhin in einer romantischen Beziehung suchst, wirst du immer und immer und immer wieder tief enttäuscht werden. Punkt! Aus!

Wenn du jedoch endlich realisierst, verinnerlichst, und in deinem tiefsten Sein akzeptierst, dass du alleine die große, einzig wahre Liebe deines Lebens bist, und alle deine irdischen Beziehungen nur dazu da sind, dich bewusster, wacher, erleuchteter statt glücklich zu machen, wird diese Beziehung dir die Erlösung bieten, die du dir vom anderen erhofft hast.

Diese Realisation – verinnerlicht – wird dir helfen, dich auf das höhere göttliche, liebende Bewusstsein auszurichten, das zu SEIN, was durch dich in diese Welt geboren werden möchte.

Dann, dann, dann bist du auch wirklich bereit, jemanden “anzuziehen”, der auch bereit ist für dich und solch eine erwachte Liebesbeziehung. Aber suchen oder brauchen tust du das dann nicht mehr.

Deshalb noch einmal: Alle deine Beziehungen sind deine Sadhana, deine spirituelle Praxis.

Jetzt könntest du dich fragen: Ja, aber … Warum ist das so? Warum haben wir so viel Verwirrung zum Thema? Warum tappen wir immer wieder in die gleiche Falle? Was ist hier los?

Marianne Williamson erklärt das sehr schön und treffend:

“Die Liebe ist das, womit wir geboren sind. Die Angst ist das, was wir hier gelernt haben. Die spirituelle Reise bedeutet das Aufgeben oder Verlernen der Angst und das Wiederannehmen der Liebe in unserem Herzen.

Liebe ist eine essentielle, existentielle Tatsache. Sie ist unsere tiefste Wirklichkeit und unser Sinn auf Erden. Sich ihr bewusst gewahr zu werden, das ist die Bedeutung des Lebens.“

Wir wurden abgeschnitten. Wir haben eine Schlaftablette verabreicht bekommen. Wegen genau dieser Abgeschnittenheit von unserem wahren Selbst sind wir ständig in Trennung, Mangel und Ängsten, die uns im Leben und in all unseren Beziehungen begegnen. Immer und immer wieder.

Wie kommen wir nun hinüber, hinein in die Liebe, ins Vertrauen, in die Zuversicht, ins Licht?

Dorthin, wo alles so wunderschön ist? Garantiert nicht durch andere Menschen. Zumindest nicht dauerhaft. Deshalb haben so viele Beziehungen ein Verfallsdatum.

  • Liebe ist nicht materiell. Sie ist Energie. Sie ist dieses Gefühl in einem Raum, in einer Situation, in einer Person.
  • Mit Geld ist sie nicht zu kaufen. Sex garantiert sie nicht. Sie hat nichts mit der physischen Welt zu tun, kann aber dennoch in ihr zum Ausdruck gebracht werden.
  • Wir erfahren sie als Güte, Geben, Barmherzigkeit, Mitgefühl, Friede, Freude, Annehmen, Nichtverurteilung, Verbundenheit und Intimität. Liebe ist in uns. Sie kann nicht zerstört, nur verborgen werden.
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Ich würde dem hinzufügen, dass diese göttliche Liebe für uns ist. Für uns zu leben, zu erleben, zu entfalten, statt diese dauernd auf andere Menschen, Soulmates, Prinzen, Prinzessinnen und Retter zu projizieren und uns von uns selbst abzulenken.

Dann hörst du auf, im Außen nach Groschen zu betteln und erkennst endlich:

Du sitzt schon dein ganzes Leben auf einer mit Gold gefüllten Schatztruhe. Schau in den Spiegel. Dort ist ein Hinweis darauf, wo der Schatz (die große Liebe deines Lebens) wirklich ist.

“Du brauchst die GROßE LIEBE deines Lebens weder hier noch dort zu suchen;
sie ist nicht weiter als vor der Tür des Herzens.
Dort steht sie und harrt und wartet.
Wen sie bereit finde
Der ihr auftue und sie einlasse
Du brauchst sie nicht von weit her herbeizurufen
Sie kann es weniger erwarten als du
Dass du ihr (endlich) auftust
Es ist ein Zeitpunkt
Das Auftun und das Eingehen”
– Meister Eckhart

Eckhart Tolle erzählt die folgende Geschichte gerne in seine Vorträgen und Büchern:

Ein Bettler hatte mehr als dreißig Jahre am Straßenrand gesessen. Eines Tages kam ein Fremder vorbei. “Hast du mal ‘ne Mark?”, murmelte der Bettler und hielt mechanisch seine alte Baseballmütze hin.

“Ich habe dir nichts zu geben”, sagte der Fremde und fragte dann: “Worauf sitzt du da eigentlich?” “Ach”, antwortete der Bettler, “das ist nur eine alte Kiste. Da sitze ich schon drauf, solange ich zurückdenken kann.”

“Hast du da mal reingeschaut?”, fragte der Fremde. “Nein,” sagte der Bettler, “warum auch? Es ist ja doch nichts drin.” “Schau hinein”, drängte der Fremde. Es gelang dem Bettler, die Kiste aufzubrechen.

Voller Erstaunen, Unglauben und Begeisterung entdeckte er, dass die Kiste mit Gold gefüllt war.

Ich bin dieser Fremde, der dir nichts zu geben hat und der dir rät, nach innen zu schauen. Nicht in irgendeine Kiste wie in dem Gleichnis, sondern viel näher: in dich selbst.

“Aber ich bin doch kein Bettler”, höre ich dich sagen. Tja. Alle, die ihren wahren Reichtum noch nicht gefunden haben, die strahlende Freude des Seins, die Selbstliebe und den tiefen, unerschütterlichen Frieden, der damit einhergeht, alle die sind Bettler, mögen sie materiell auch noch so reich oder erfolgreich sein oder ein schnuckeliges Haus, einen Ehemann und 5 Kinder daheim haben.

Sie suchen im Außen nach Vergnügen und Erfüllung, nach Wertschätzung, Sicherheit und Liebe, während sie einen Schatz in sich tragen, der all diese Dinge beinhaltet und zugleich unendlich viel größer ist als alles, was diese Welt und die Menschen darin anzubieten haben.

Ich habe die ganze Welt auf der Suche nach meinem geliebten Schatz durchwandert und ich habe ihn nirgendwo gefunden. Als ich wieder nach Hause kam, sah ich ihn an der Tür meines Herzens stehen, und er sprach: “Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten.“ Da bin ich mit ihm nach Hause gegangen.
– Rumi

Fazit

Der zentrale Schlüssel für Erfolg und Erfüllung in der Liebe ist radikale Selbstliebe. Ohne die geht gar nix! Dafür musst du kein Egoist oder Narzisst sein, á la “Ich, ich, ich. Schau doch bitte, wie toll ich bin.” (egoistisch voran marschieren ohne Rücksicht auf Verluste.)

Das ist eher ein weiterer verzweifelter Ausdruck der inneren Leere und sie durch Aufmerksamkeit und Bewunderung anderer zu kompensieren. Das hat überhaupt nichts mit Selbstliebe zu tun.

Wahre Liebe ist still, sanft, demütig und bescheiden. Und nur wer sich selbst liebt, der kann wirklich lieben; und nur wer sich selbst liebt, kann auch geliebt werden.

Das ist sehr romantisch! Also. Lasst uns neu erlernen, wie wir wieder unser Herz öffnen und uns selbst neu zu lieben verstehen: sanft, demütig, liebevoll, von Herzen.

Dein eigenes Herz ist der einzige Ort im ganzen Universum (!!), an welchem du die Chance hast, dein Leid wirklich zu beenden.

Über Mirko Betz

Mirko Betz ist Life Coach, Großstadtmönch, Unternehmensberater und Lebenskünstler. Er war DJ, Mode-Designer, Unternehmer, Obdachloser, Drehbuchautor und Wandermönch.

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