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Foto: Veröffentlicht unter (CC0) Lizenz.

Es war einmal ein kleiner Junge, der nichts mehr liebte als auf Bäume zu klettern. Er war gerade einmal 6 Jahre alt geworden, doch er konnte klettern wie ein „junger Affe“. Er schwang sich von Ast zu Ast, als wär es das Natürlichste auf der Welt. Er kletterte hoch und wieder runter, und manchmal sprang er sogar bis zum nächsten Ast. Dabei juchzte er vor Freude und seine Augen funkelten wie Diamanten im Sonnenlicht. Man könnte sagen, sein Talent zu Klettern war beeindruckend.

Doch eines Tages im Frühling als er wieder einmal völlig in seinem Element war, bemerkte er nicht, dass sich ein Gewitter am Himmel zusammen braute. Er war am höchsten Punkt des Baumes angelangt, als es plötzlich begann wie aus Eimern zu schütten. Der Junge erschrak und wusste, dass er so schnell als möglich von diesem Baum herunter musste. Er versuchte so geschickt es ging herunter zu klettern, doch mitten im Baum passierte das Unheil. Er verlor den Halt, viel 2 Meter zu Boden und brach sich den Arm. Krankenhaus!

Acht Wochen später, entfernte ihm der Arzt seinen Gips. Es war nun Anfang Sommer und das Wetter war herrlich. Doch obwohl der Arm wieder völlig geheilt war, hatte der Junge überhaupt keine Lust mehr in die freie Natur zum Klettern zu gehen. Die Zeit verging und ein Sommertag war schöner als der andere, doch der kleine Junge verkroch sich in seinem Zimmer. Die Bäume waren ihm egal. Selbst wenn er draussen war, schenkte er seinen geliebten Kirschbäumen keinen Blick. Das brach seine Mutter fast das Herz, denn sie wusste, dass die ganze Leidenschaft ihres kleinen Jungen dem Klettern auf Bäumen galt. Sie wusste aber auch, dass er nur Angst hatte. Angst wieder zu stürzen.

Da kam ihr eine Idee. Sie packte mit ihrem Sohn einen Picknickkorb und sie fuhren beide hoch zum Eichenwald wo die schönsten Picknickplätze der Gegend waren. Dort angekommen, schnappte die Mutter ihren Jungen und sie gingen spazieren. Auf einmal stand da dieser unglaublich schön verzweigte Eichenbaum. Ein Bild von einem Kletter Baum. Unten 2 gedrehte Stämme und bereits nach einem halben Meter begannen die Äste.

Zu Beginn stand der Junge nur davor und sah sich den Baum ganz genau an. Dann ging seine Mutter hin und flüsterte ihm ins Ohr: „Du brauchst keine Angst mehr zu haben, denn du bist der beste Kletterer den ich kenne. Du musst auch nicht sofort nach oben klettern, sondern beginne einfach nur bei den ersten 3 Ästen. Ich werde auch da sein, um dir zu helfen, wenn du das willst. Geh doch hin und berühre den Baum, du wirst sehen, dann ergibt sich alles von alleine…“

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Der Junge zögerte, doch dann gab er sich einen Ruck und berührte den Baum … und da passierte es. Plötzlich durchdrang ihn dieses Gefühl, diese Leidenschaft, dieses Verlangen nach mehr und er wusste, er musste auf diesen Baum klettern. Er berührte den ersten Ast, und ab diesem Moment ging alles von alleine. Er stieg auf den verschnörkelten Baumstamm, griff zum nächsten Ast und schwang sich hinauf…

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich

Scheitern ist nicht schön und lustig schon gar nicht. So wie diesem Jungen, geht es vielen Menschen. Jeder scheitert einmal, doch jeder reagiert darauf anders. Manchen fällt das Aufstehen leichter und anderen etwas schwieriger. Und dann gibt es noch die Menschen, für die es wirklich die ganz große Herausforderung ist. Sie werden plötzlich deprimiert und trauen sich überhaupt nichts mehr zu. Ihr Selbstwertgefühl geht sozusagen gegen Null. Sie sind auf einmal wie ein anderer Mensch und trauen sich nicht einmal die Herausforderungen zu bewältigen, die sie früher mit Bravour erledigen konnten. Sie haben Angst erneut zu scheitern und gehen den schwierigen Situation lieber aus dem Weg, so wie der kleine Junge aus unserer Geschichte.

So gibst du anderen Auftrieb

Wenn es in deinem Umfeld auch Menschen gibt die wie der kleine Junge ihr Selbstwertgefühl total verloren haben, dann solltest du aktiv werden. Viele lieben es nämlich auf solchen Menschen herum zu trampeln, ja leider machen sie sich sogar lächerlich, weil ihr Selbstwertgefühl ebenfalls sehr klein ist.

Doch du bist anders, da bin ich mir sicher, sonst würdest du diesen Artikel gar nicht lesen

Wenn jemand kaum mehr ein Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen hat, dann zeige diesem Menschen, das du an ihn glaubst. Mache deutlich, dass man aus Niederlagen, so tragisch sie auch sein mögen, immer etwas lernen kann. Erinnere ihn an seine Stärken und mach ihm Mut. Gib ihm Auftrieb und „verleihe Flügel“. Bleibe hartnäckig, denn es wird nicht von heute auf morgen gehen, aber wenn man dran bleibt, dann werden auch diese Menschen wieder an sich glauben und lernen das Leben zu genießen und Spaß zu haben.

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