Frau läuft Sonnenuntergang entgegen

Lebst du dein Leben, oder an deinem eigenen Leben vorbei?

Tina war eine tolle Frau. Überall beliebt, sie hatte viele Freunde und eine Familie, die sie unterstützte.

Das gewohnte loslassen

Aber irgendwie fühlte sie sich unglücklich. Sie fühlte eine Leere und hatte das Gefühl etwas fehlte in ihrem Leben. Aber was?

Sie recherchierte im Internet über Menschen, die große Veränderungen durchlebten und überlegte, was sie in ihrem Leben verändern wollte.

Als Jugendliche hatte sie den Wunsch ins Ausland zu gehen, aber außer für einen Kurztrip nach Spanien, war sie nicht weit gekommen.

Dem eigenen Ruf folgen

Jetzt war doch der richtige Zeitpunkt diesem Wunsch nachzukommen. Den Job, den sie hatte, machte ihr keine Freude mehr und auch alles andere erfüllte sie nicht mehr mit Glück. Immer häufiger lag sie müde auf dem Sofa und grübelte.

So wollte sie auf gar keinen Fall ihr Leben verbringen! Also mussten neue Ziele her. Aber wohin sollte sie auswandern? Wem konnte sie vertrauen? Sie kannte niemand, der schon mal so verrückt war, einfach ins Ausland zu gehen!
Ängste, die dahinter stecken

Sie hatte immer nur von Horror-Geschichten gehört, wie man mental und finanziell völlig ausgebrannt auf irgend einer Insel saß und nicht mehr wusste, wie man weiter machen sollte. Sie brauchte schon eine gewisse Sicherheit, um diesen Schritt gehen zu können.

Wo waren Vorbilder

Tina suchte nach Vorbildern: Menschen, die erfolgreich alle Brücken hinter sich gelassen hatten und glücklich an dem Ort lebten, den sie liebten.

Eine Freundin von ihr war vor 1 Jahr – gemeinsam mit ihrem Ehemann – ausgewandert. Er hatte ein attraktives Jobangebot erhalten und sie war „einfach“ mitgegangen. Das war vielleicht die „softe“ Variante, wenn man wusste wohin es ging und wie man Geld verdienen konnte, aber trotzdem war auch diese Entscheidung mit gewissen Risiken verbunden.

Sie rief zunächst ihre Freundin im Ausland an und besprach mit ihr alles, was sie bewegte und was sie wissen wollte. Am Ende des Gesprächs hatten sie vereinbart, dass sie über Weihnachten zu ihr kommen sollte, um sich alles anzusehen und selbst die Fühler auszustrecken.

Den ersten Schritt gehen

Gesagt – getan. Sie buchte einen Flug und war voller Vorfreude! Endlich fühlte sie sich wieder lebendig – schon jetzt!

Sie war einfach überwältigt von dem Leben am Meer. Immer Sonne, Strand und Meer. Alles fand draußen statt. Sie hatte das Gefühl, die Menschen waren immer gut gelaunt.
Auf Grund ihrer Recherche hatte sie vor dem Reiseantritt ein paar Kontakte hergestellt, die sie nun traf. Und schon bald hatte sie ein Jobangebot in der Tasche! So einfach??

Zu Hause angekommen, kamen natürlich wieder die ersten Zweifel: War es die richtige Entscheidung? Freunde und eine tolle Wohnung hinter sich zu lassen? Einen sicheren Job, gegen eine unsichere Zukunft einzutauschen?

Aber wenn sie ehrlich zu sich selbst war, hatte sie sich bereits entschieden. Sie wollte diesen Schritt wagen. Trotzdem fiel es ihr schwer, ihre schöne Wohnung aufzulösen und ihre liebsten Freundinnen nun für eine lange Zeit nicht zu sehen.

Verbündete suchen

Ihre beste Freundin unterstützte sie sowohl mental, wie auch mit Frauenpower beim Packen ihrer Habseligkeiten. Sie führten lange Gespräche und träumten von dem , was sie alles für ihren mutigen Schritt bekam, nicht das was sie hinter sich ließ.

Ihre Eltern verstanden diese Entscheidung überhaupt nicht. Sie hatte doch einen guten Job und solle doch zufrieden sein. Aber ihr Entschluss stand fest. Sie wollte jetzt diese Veränderung!

Sie konnte sich selbst vertrauen. Sie musste schon einige große Entscheidungen in ihrem Leben treffen und hatte noch keine bereut. Jede für sich war mit neuen Eindrücken und Erfahrungen verbunden. Sie wollte sich weiterentwickeln – das war ihr wichtig!

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Den eigenen Weg gehen

Ihren Start im Ausland verband sie mit ein paar Tagen Urlaub : Eingewöhnen und
die Menschen kennen lernen. Dann kam der Montag. Ihr zukünftiger Chef holte sie in der Hotellobby ab. Er machte einen sympathischen Eindruck. Er lächelte sie zu Begrüßung an, war gut gekleidet und sehr höflich.

Er zeigte ihr einige Büros im Haus, lud sie dann noch zu einer Tasse Kaffee ein, um das Wichtigste zu besprechen. Dann kam ihre zukünftige direkte Kollegin, um sie an ihren Arbeitsplatz zu führen.

Die Einarbeitung begann etwas holprig: Ein neues Computersystem, neue Arbeitsprozesse und alles in Englisch war nicht ganz einfach. Sie plapperte so viel wie möglich ihrer Kollegin nach, um nicht auch noch an den Vokabeln zu verzweifeln. Ihr 1-wöchiger Englischkurs, den sie vor Reiseantritt absolviert hatte, half ihr nur begrenzt.

Doch von Woche zu Woche wurde es besser und die Arbeit ging ihr leichter von der Hand. Abends machte sie Sport am Strand und aß noch eine Kleinigkeit in der Taverne am Hafen. Fast war sie ein bischen stolz auf sich: Das hatte sie alles alleine geschafft und wurde mit so viel Lebensqualität beschenkt. Leben am Meer war ihr Traum. Keine kratzigen Winterpullis mehr und wochenlang Regen und Wind.

Irgendwann stellte sich Routine ein und der Alltag kehrte zurück. Dann kam das Heimweh. Sie vermisste Familie und Freunde. Deshalb entschied sie sich, nach einigen schlaflosen Nächten, wieder nach Hause zu gehen.

Übergangsweise wohnte sie bei ihren Eltern bis sie Job und Wohnung gefunden hatte. Sie war einfach glücklich wieder in der Heimat zu sein und nicht alle Freunde – durch die Distanz-verloren zu haben.

War das nun ein Rückschritt??

Nein!!!! Sie hatte so viel gelernt! Ihr Vater würde sagen: “ Reich an Erfahrung bist du auf jeden Fall!“ Und das stimmte.

Ihre Meilensteine waren zu wissen:

1. Dass man den Sprung ins Ungewisse wagen und schaffen kann
2. Dass sich mit jedem neuen Weg, neue Möglichkeiten ergeben
3. Dass man sein Potential mit neuen Erfahrungen erweitert und dabei feststellt, was wirklich in einem steckt!
4. Tina hatte gelernt sich auf neue Menschen einzulassen, sie hatte so viel Kulturen auf einmal kennen gelernt. Dazu benötigen andere eine kleine Weltreise :-)
5. Sie hatte sich einen Traum erfüllt und konnte mit dieser Fülle weiter gehen
Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung wusste sie jetzt einmal mehr, was sie wollte und vor allem was sie nicht mehr wollte.

Sie wollte nicht mehr in die festen Strukturen zurück, die sie ihr Potential und ihre Werte NICHT leben ließen.

Deshalb machte sie sich selbständig als Gesundheitstrainerin und begleitet heute Menschen ein Stück auf ihrem Weg in die mentale und körperliche Gesundheit.

Denn sie war davon überzeugt, dass nur eine gute Beziehung zu sich selbst, uns glücklich sein lässt!

„Glück ist eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.“
Ernest Hemingway

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Be balanced!

Die Autorin

Ich bin Cornelia Braun. Lifecoach & Hundefitnesstrainerin. Ich unterstütze Hundemenschen und ihre Hunde auf ihrem Weg zu einer harmonischen Beziehung und zu mehr mentaler & körperlicher Gesundheit

Mehr Informationen findest du auf meiner Seite: https://balancemithund.home.blog

Fotoquelle:Unsplash


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2 Kommentare

  1. Es ist so wichtig – egal in welchem Alter man sich gerade befindet – sich nicht nur mit dem was da ist und okay ist zufrieden zu geben. Mut zur Veränderung sollte in jedem Alter willkommen sein, denn nichts ist schlimmer wenn man am Ende des Lebens dasteht und man sich denkt „Hätte ich damals nur“ oder „was wäre gewesen wenn?“.

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