Egal ob du erst seit kurzem für andere Menschen verantwortlich, oder schon seit Jahren als Führungskraft tätig bist: „Mitarbeiter zu führen, ist eine Kunst“

Gerade deshalb ist es so wichtig, sich mit den Bedürfnissen von Menschen auseinanderzusetzen. Aber hier beginnt dann die wahre Arbeit, den jeder Mensch ist anders, und so ist auch jeder anders zu führen. Hier beginnen die meisten Führungskräfte zu scheitern. Zwanghaft versuchen viele ein und dasselbe Motivationsrezept bei jedem Mitarbeiter anzuwenden. Egal ob dieser jung oder alt ist, Erfahrung hat oder keine, Österreicher oder Inder ist…

Also ich weiß nicht, wie viele Eltern gerade diesen Artikel lesen, aber ich habe 3 Kinder. Diese 3 sind so verschieden, dass ich jedes anders behandeln und somit auch motivieren muss. Natürlich helfen Anerkennung und Lob immer, aber nur mit diesen 2 Methoden komme ich nicht über längere Phasen.

Und jetzt zurück zu den besagten Führungskräften. Mitarbeiter einfach nur auf die Schulter klopfen, „Daumen hoch“ zeigen und weitergehen wird auf die Dauer nicht helfen. Im Gegenteil, es wird die Leute mit der Zeit demotivieren, weil es als „heuchlerisch“ empfunden wird. Ausserdem wollen sich Menschen verstand und ehrlich geschätzt fühlen. Aber nichts ist schlimmer für ein Unternehmen als demotivierte Mitarbeiter. Sie sind wie Bremsklötze beim Erreichen der Unternehmensziele.

Aber lasst mich dazu eine Geschichte erzählen

Der Chef einer Unternehmensberatung hatte ein extrem schwieriges Problem zu lösen. Einige seiner Mitarbeiter waren den anfallenden Aufgaben nicht gewachsen. Beim geltenden Arbeitsrecht schien es unmöglich, die Ungeeigneten zu entlassen und Bessere einzustellen. Denn eine Kündigung wegen Minderleistung ist im Beratungsbereich vor Gericht nur mit hohem Aufwand nachzuweisen.

Da ging er zu einem seiner Partner und sagte: ,Ich habe ein ungeheures Problem. Lange habe ich gegrübelt, wie ich es lösen könnte. Mir ist nichts eingefallen. Da dachte ich, es gibt eigentlich nur einen, von dem ich mir vorstellen kann, dieses Wunder zu vollbringen. Das bist Du. Fühle Dich nicht unter Druck gesetzt. Möglicherweise gibt es gar keine Lösung. Aber wenn Dir etwas einfällt, dann sage es mir bitte. Du würdest mir sehr helfen.”

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Dem Partner war die Schwierigkeit des Problems bewusst. Aber nachdem sein Chef die Bitte so formuliert und ihm deutlich gemacht hatte, dass er nur ihn alleine für fähig hielt, das Problem zu lösen, konnte er sie kaum ablehnen. Sie setzte sich langsam in seinem Kopf fest, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. Voller Stolz erzählte er gleich am Abend seiner Frau von der Sache, um ihr zu zeigen, wie viel sein Vorgesetzter von ihm hielt.

Von da an musste er in jeder freien Minute über der Aufgabe brüten, bis ihm die Lösung einfiel: Mitarbeiter, die überfordert sind, fühlen sich selbst nicht gut und würden diesen Zustand gerne ändern.

Als er dann mit jedem einzelnen der Kandidaten sprach und sie fragte, ob sie nicht mit ihm gemeinsam eine Aufgabe suchen wollten, die besser zu ihren Fähigkeiten passt, da waren die meisten froh und stimmten dem Vorgehen gerne zu. Viele dieser Mitarbeiter rufen den Partner auch heute noch heute an, wenn sie Unterstützung beim Wechsel ihres Jobs brauchen.

Fazit
Jemanden von außen zu motivieren ist fast unmöglich. Die meisten Menschen sind von sich aus motiviert, nur kann diese Motivation durch viele äußere Umstände leicht verloren gehen. In der Zusammenarbeit mit Menschen geht es deshalb vor allem darum, diese Motivation zu erhalten oder Möglichkeiten zu finden, die Motivation wieder hervorzulocken. Am besten geht das, wenn wir den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben an die Fähigkeiten der Menschen anpassen.

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2 Kommentare

  1. Hallo Rainer sehr interessanter Blog, wir kennen Anreize von Aussen, mehr Gehalt, tolle Provisionen, Autos die meist nur von kurzer Dauer sind. Der Zusammenhalt im Team, Unternehmen in denen sich Mitarbeiter wohl fühlen und einen Sinn hinter im Job sehen bringens richtig. Weiter so, Lena

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