junge Frau sitzt vor Laptop und ist verzweifelt

Recherchiert man im Internet nach dem Begriff „ Bedürfnisse“ wird der Begriff folgendermaßen erklärt:

„Unter Bedürfnissen versteht man ein bestimmtes Verlangen, Ansprüche, oder auch Wünsche.“

Für mich ist es viel mehr als das. Es handelt sich nicht um ein kurzes Aufflackern eines Wunsches, sondern ein ganz individuelles, tiefes Gefühl, was jeder für seine „innere Gesundheit“ erfüllen darf.

Zudem sind die Bedürfnisse von uns Menschen und unseren Hunden sehr ähnlich!

Dazu eine kleine Geschichte:

Sabine führte immer ein sehr angepasstes Leben. Als Kind hörte sie häufig:

„Sei brav, verhalte dich ruhig und rede nicht so viel!“

Glaubenssätze auflösen

Daraus schlussfolgerte Sabine die Glaubenssätze: Sie musste ruhig und unauffällig sein, nur dann wurde sie geliebt.

Dieser Glaubenssatz formte das gesamte Leben von Sabine. Später im Studium und im Beruf blieb sie ebenfalls eher still und zurückhaltend. Sie erledigte ihre Arbeit gewissenhaft, vermied jedoch Auseinandersetzungen.

Ihre erste längere Beziehung zu einem Mann stellte für Sabine eine Herausforderung dar. Anfangs war Axel sehr liebevoll und verständnisvoll. Nach einiger Zeit jedoch wurde er ungeduldig, kritisierte sie ständig und versuchte sie zu einem anderen Menschen umzuformen.

Sabine konnte sich nicht wehren, versuchte nur alles richtig zu machen und wurde immer trauriger. So wusste sie sich keinen anderen Rat, als ihren Koffer zu packen und bei einer Nacht und Nebel Aktion einfach auszuziehen – ohne Erklärungen und ohne Abschiedsworte.

Einige Male versuchte Axel sie noch telefonisch noch zu erreichen, doch dann gab er auf.

Sabine blieb enttäuscht und traurig zurück.

Ihre Freundin, bei der sie vorübergehend wohnen konnte, riet ihr mit ihm zu sprechen. Doch bei Sabine sträubte sich innerlich alles, bei dem Gedanken, sich in eine Diskussion einlassen zu müssen.

Sie zog sich lieber zurück und verriet nicht einmal ihrer Freundin, dass sie Angst vor Auseinandersetzungen hatte.

Überforderung erkennen

Doch immer wieder wurde sie mit Situationen konfrontiert, die für sie eine Herausforderung waren. Bei der Arbeit gestaltete es sich immer schwieriger, sich zu wehren. Die Arbeitkollegen spürten ihre Hilflosigkeit und bürdeten ihr immer mehr Arbeit auf.

Sie wollte doch so gerne dazu gehören und nahm deshalb schweigend die Mehrarbeit auf sich. Sabine fühlte sich völlig überfordert. Nicht nur, um das Arbeitspensum zu bewältigen, sondern auch, weil sich an der Kollegialität nichts zum Positiven veränderte.

Eines Tages, als sie gerade trübsinnig zu Hause auf ihrem Sofa saß, nahm sie einen Pfeifton in ihrem Ohr wahr. Der Ton war zu allen Tages – und Nachtzeiten da und sie konnte kaum noch schlafen.

In ihrer Not suchte sie ihre Heilpraktiker auf und bat sie um Rat.

Die Ärztin hörte ihr aufmerksam zu und stellte ein paar Fragen. Nach einer eingehenden Untersuchung, erklärte sie ihr:

„ Sie haben einen Tinnitus. Der Tinnitus ist nur das Signal, das Ihnen ihr Körper sendet. Tatsächlich hat er seinen Ursprung in ihrem Inneren. Sie setzen sich nicht zur Wehr, fressen die Wut in sich hinein und hören nicht auf ihre Bedürfnisse.

Verhaltens-und Denkmuster durchbrechen

„Es gilt hier die eigenen ( alten ) Verhaltensmuster aufzulösen.
Das bedeutet, dem Unterbewusstsein neue , positive „Bilder“ zu senden, damit wir unsere eigene „Software“ umprogrammieren können.

Lernen Sie auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und sie zu erfüllen. Dafür sind Sie alleine verantwortlich und kein anderer. (Er)warten Sie nicht, dass im Außen jemand ihre Bedürfnisse erkennt.

Gehen Sie in Verbindung mit ihrem Körper. Finden Sie eine Bewegungsform, die ihnen gefällt. Dadurch lösen Sie nicht nur Stresshormone auf, sondern kommen wieder mehr ins Fühlen.

Passend dazu:  Sag ja zu dir und finde durch Loslassen den Weg in die Freiheit

Sabine verstand im ersten Moment nur: Bilder, Bedürfnisse und Bewegung.

Puh. Das war ihr alles neu und sie wusste nicht, wo sie anfangen sollte.

Bilder sind die Sprache unseres Unterbewusstseins

Da sie noch nie visualisiert hatte, empfahl ihr die Heilpraktikerin ein Visionboard anzulegen. Einfach mal ein paar Zeitschriften sammeln und alles, was sie ansprach herauszuschneiden.

Dann sollte sie die Fotos nach Lebensbereichen trennen und so auf einem großen Blatt Papier aufkleben.

Das machte Sabine richtig Spaß! Das war das erste Mal, dass sie sich nur Zeit für sich nahm und sie vergaß alles um sich herum. Sie stellte eine richtig tolle, farbenfrohe Collage zusammen und setze sich am Ende ganz verzückt davor.

Sie ließ jeden Tag die Bilder auf sich wirken. Noch hatte sie keine Idee, wie dies alles in ihrem Leben Platz fand, aber sie freute sich beim Anblick ihres Visionboards.

Schwieriger wurde die Aufgabe ihre eigenen Bedürfnisse herauszufinden und auch noch zu erfüllen!

Deine Bedürfnisse sind der Kompass für deinen Weg

Bisher ging es nie in ihrem Leben um sie – immer nur um die Anderen.
Natürlich hatte sie mal während ihres Studiums von den menschlichen Grundbedürfnissen gehört:

Körperliche, soziale, emotionale und finanzielle Sicherheit.

Da fing das Drama eigentlich schon an:

Fühlte sie sich sozial und emotional sicher? Nein!

Wie konnte sie das ändern?

Die Heilpraktikerin riet ihr in ihrem Inneren zu suchen und nicht, wie bisher, im Außen. Was wir im Außen suchen, steht immer nur für ein von uns erwünschtes Gefühl, nach dem wir uns sehnen.

Sollten wir also – aus irgend welchen Gründen – unser (Ur)Vertrauen zu uns selbst verloren haben, beginnt der Weg immer in uns.

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Bonny – der Hund mit der Superkraft

Für Hunde steht ebenfalls an oberster Stelle der Bedürfnispyramide die Sicherheit. Wenn dieses Bedürfnis nicht erfüllt ist, ist er weder aufnahmefähig für Neues, noch hält es ihn dauerhaft gesund!

Die Folge sind dann ständiges Bellen, Fiepen und verschiedene körperliche Symptome.

Es gab einmal einen Hund namens Bonny. Nach einigen Schicksalsschlägen landete er im Tierheim. Trotz seines Leidensweges erkannten die Pfleger sofort, dass Bonny ein besonderer Hund war.

Er wirkte sehr ruhig und ausgeglichen, bellte nie und streifte immer die anderen Hunde. Er suchte richtig den körperlichen Kontakt zu ihnen und die, die er dann berührt hatte, wurden zusehends entspannter.

Als die Tierpfleger dies immer mehr beobachteten, nahmen sie Bonny mit zu den Neuankömmlingen,die schwer traumatisiert waren. Mit Bonny an ihrer Seite stellten sie fest, dass sie viel leichter Zugang zu den neuen Hunden bekamen.

Sie beruhigten sich viel schneller, erholten sich und konnten frühzeitiger wieder vermittelt werden, als die Angestellten das bisher alleine bewerkstelligen konnten.

Bonny vermittelte den armen Seelen Sicherheit. Durch seine Körpersprache und seine mentale Präsenz spürten die anderen Hunde sofort, dass sie an einem sicheren Ort waren.

Für die Pfleger war Bonny der Hund mit der Superkraft – der Kraft der Heilung!

Erwecke in dir deine Superkraft und sei für dich und für andere ein Vorbild!

Im Hinduismus sagt man: „ Jeder Mensch bekommt bei der Geburt das mit, was er im Leben braucht.“

Be balanced!

Deine Cornelia

Die Autorin

Ich bin Cornelia Braun. Lifecoach & Hundefitnesstrainerin. Ich unterstütze Hundemenschen und ihre Hunde auf ihrem Weg zu einer harmonischen Beziehung und zu mehr mentaler & körperlicher Gesundheit

Mehr Informationen findest du auf meiner Seite: https://balancemithund.home.blog/

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