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Die Welt ist komplex. Zu komplex, um sie vollständig zu verstehen. Darum helfen Techniken: Sie vereinfachen, indem sie einiges wichtig nehmen und den Rest als zweit- und drittrangig einstufen und ignorieren. Techniken sind dann tauglich, wenn sie von Menschen genutzt werden, deren Wertigkeiten ähnlich sind wie die der gewählten Technik.

Ein paar erprobte Techniken die schon viele Menschen zu Erfolg verholfen haben, wollen wir dir diesmal präsentieren. Aber es geht nicht nur um dich, interessant ist auch wie man andere Menschen verbessern kann

Wie ich mich verbessere

Effektives Zeitmanagement ist ein erster Schritt. Auf US-Präsident Dwight Eisenhower geht die Eisenhower-Matrix, die Unterscheidung zwischen „dringend“ und „wichtig“, zurück. Was sowohl dringend als auch wichtig ist, wird sofort erledigt. Und was dringend ist, aber keineswegs wichtig? Eisenhower riet: Delegieren. Damit Zeit und Energie bleiben für das, was wirklich wichtig ist.

Was wirklich wichtig ist, lässt sich mit der SWOT-Analyse herausfinden. Dabei steht das S für Strengths, also Stärken, und das W für Weaknesses, also Schwächen. Vor Projekten ist es wertvoll, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein, und überdies die Opportunities (Möglichkeiten) und Threats (Gefahren) im Auge zu behalten.

Das Schema lässt sich auf das Unternehmensportfolio übertragen, nämlich mit der BCG-Box der Boston Consulting Group: Da gibt es Investitionen oder Projekte, die Goldesel oder „Cash Cows“ sind, daneben saturierte „Stars“, „Question Marks“ mit ungewisser Zukunft und verzichtbare „Dogs“. Auch im privaten Bereich kann man dieses Schema anwenden, um sich zu fragen, was einem wichtig ist und was nicht, und die eigene Energie entsprechend zu kanalisieren.

Im Arbeitsleben werden Ziele oft von außen vorgegeben – und kontrolliert. Gibt es Lob, ist die Freude groß. Mit Kritik lässt sich weniger leicht umgehen. Aber gemäß dem Feedback-Modell lässt sich aus kritischen Worten mehr lernen als aus Komplimenten. Fragen Sie sich deshalb bei jeder Kritik: Was kann so bleiben wie bisher, was muss ich ändern? Wer so mit Kritik umgeht, nimmt sie nicht als persönliche Schmach, sondern als Input, etwas zu verbessern. Dabei bitte nicht warten, bis alle verfügbaren Daten vorliegen. Das wäre der direkte Weg zur Untätigkeit. Zweifel gehören zu Entscheidungen. Und das Bauchgefühl ist keineswegs das schlechteste aller Gefühle. Sollte sich dein Bauch geirrt haben – dann revidiere eben die Entscheidung. Das ist immer noch besser, als sich nicht zu trauen und untätig zu bleiben. So weit das Konsequenzen-Modell.

Um Entscheidungen zu treffen, hilft es, die eigenen Werte und Ziele mit dem persönlichen Wegweiser zu hinterfragen:

1. Woher komme ich? Wie bin ich geworden, was/wer ich bin?
2. Was ist mir wichtig? Welches sind die ersten drei Stichworte, die in meinem Kopf auftauchen?
3. Wer ist mir wichtig? Welche Personen beeinfl ussen meine Entscheidungen?
4. Was drängt mich? Welche Themen sind wichtig in meinem Leben?
5. Wovor habe ich Angst? Was macht mir Sorgen, was raubt mir Kraft?

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Wer weiß, wer er ist und was er will, wird leichter die richtige Entscheidung treffen.

Wie ich andere besser mache

Aus eine Gruppe von Menschen ein Team zu schmieden, ist ein schwieriger Prozess mit mehreren Etappen, die notwendigerweise aufeinander folgen (gemäß dem Drexler-Sibbet-Teambuilding-Modell):

1. Orientierung: Was mache ich hier?
2. Vertrauensbildung: Und wer bist du?
3. Zielabklärung: Was machen wir?
4. Hingabe: Wie machen wir es?
5. Umsetzung: Wer, wie, was, wann?
6. Performance: Vollbracht!
7. Erneuerung: Wieso weitermachen?

Keiner dieser sieben Schritte kann übersprungen werden. Um ein Team voranzubringen, müssen die Leiter reflektieren, wo das Team steht und wie der nächste Schritt anvisiert wird. Laut Team-Modell steigen die Erfolgschancen, wenn die richtigen Leute im Team sind.

Dafür ist es wichtig, die für das Projekt notwendigen Fähigkeiten (hard und soft skills) festzulegen und entsprechend auszuwählen. Holen Sie das Maximum an Vielfalt ins Team. Ticken alle gleich, wird es keine konstruktiven Auseinandersetzungen geben. Bleibt die Frage aller Fragen: Wie führe ich Mitarbeiter richtig?

Ein gangbares und pragmatisches Modell ist das der situativen Führung (Hersey-Blanchard-Modell). Je nach Situation und je nach Kompetenz und Motivation eines Mitarbeiters müssen Sie:

1. anweisen: Wer neu ist, braucht klare Instruktionen.
2. coachen: Dem Mitarbeiter werden Aufgaben gestellt, die selbstständig zu lösen sind.
3. unterstützen: Der Mitarbeiter wird in seinen Ideen unterstützt.
4. delegieren: Der Mitarbeiter erhält eigene Projekte mit eigenem Team.

Ist das nun der Weisheit letzter Schluss? Nein, und das kann auch nicht so sein. Jede Technik ist eine Annäherung an die Realität und zugleich ein Versuch, in der Komplexität der Umwelt nach etwas Fassbarem zu greifen. Je schneller diese Umwelt sich verändert, desto wichtiger ist eine Technik die man wirklich versteht. Letztlich gilt: Entscheidend sind nicht die Werkzeuge, sondern die Einstellung der „Anwender“.

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