zwei gelbe Kaffeetassen auf einem dunklen Tisch

Ängste und Sorgen entwickeln sich, wenn wir uns auf neues Terrain begeben. Also wenn wir unsere Komfortzone verlassen, signalisiert uns unser Gehirn: „Achtung Gefahr!“ Der Grund dafür ist, dass unser Unterbewusstsein hier auf keine Erfahrung zurückgreifen kann.

Im Alltag lenkt uns jedoch unser Unterbewusstsein ebenfalls eher auf unsere schlechten Erfahrungen, um uns vor Gefahr zu schützen. Es werden dann unsere „Schattenseiten“ aktiviert, die uns an unsere alten Glaubenssätze erinnern.

Dann gilt es zu entscheiden: Folgen wir dem, was wir meist bereits in der Kindheit übernommen haben, oder gibt es vielleicht auch eine neue Überzeugung, die besser in unser heutiges Leben passt.

Mein Rucksack aus der Vergangenheit

Beispiel: Greta wuchs wohl behütet auf. Ihre Eltern waren nicht übermäßig liebevoll, jedoch wuchs sie behütet auf.

Dennoch nahm sie als Kind immer eine gewisse Spannung zwischen ihren Eltern wahr, sobald ihr Vater nach Hause kam. Ihre Mutter wurde dann ganz still, nervös und war sehr darum bemüht, ihrem Vater alles recht zu machen.

Ihre Mutter empfahl Greta sich ruhig zu verhalten und ihren Teller schön leer zu essen. Während bei anderen ein gemeinsames Essen immer ein lustiges und lebendiges Zusammentreffen aller Familienmitglieder war, war es in Gretas Familie ein stilles Zusammensitzen, bis ihr Vater als erstes den Tisch verließ.

Greta kaute dann immer noch auf ihrem Essen, wie auf einem Kaugummi, bis ihre Mutter sie erlöste und den Teller abräumte.

Somit übernahm Greta den Glaubenssatz, dass nur ein ruhiges Kind ein gutes Kind ist. Dieses Verhalten zog sich in den nachkommenden Jahren fort. „Nur nicht auffallen“ war ihre Devise: Bei Freunden, der Arbeit und vor allem in einem neuen Umfeld.

Sie lebte komplett angepasst, um nur nicht unangenehm aufzufallen und hoffte, stattdessen geliebt zu werden.

Irgendwann spürte sie, dass dies auch nicht funktionierte. Man sah über sie hinweg und drückte ihr die Meinungen anderer auf. Jeder wusste es besser, was gut für Greta war.

Doch sie wurde damit immer unglücklicher. Ihre „Freunde“ zogen weiter und sie blieb allein zurück.

Diese unbewussten Anteile haben für einen gewissen Lebensabschnitt möglicherweise funktioniert. Doch mit einem neuen Lebensabschnitt benötigen wir neue Ressourcen und unser Leben wird etwas auf den Kopf gestellt.

Unbewusste Anteile sind häufig mit bestimmten Überzeugungen verbunden,wie:

Ich bin nicht gut genug

Ich schaff das nicht

Ich habe Angst vor der Verantwortung

Was denken die anderen von mir

Ich fühle mich allein(gelassen)

Dann gilt es den eigenen Weg zu finden. Denn die Überzeugungen, die oftmals die Eltern wiederum von ihren Eltern erlernt haben, verlieren an Bedeutung. Jeder Mensch hat seine ganz eigenen persönliche Entwicklung.

Würde man heute die eigenen Eltern fragen, waren sie bestimmt mit einigem in deren Erziehung auch nicht einverstanden und haben Entscheidungen entgegen dem Rat der Eltern getroffen.

5 Schritte , um deine Anteile herauszufinden und ins Positive umzuwandeln

1) Notiere dir Situationen, die sich immer wieder wiederholen und du immer in der gleichen Weise ( mit den gleichen Glaubenssätzen) darauf reagierst.

Solche Überzeugen können sein: „Das hab ich doch gewusst…….“, oder „ Nie sieht mich jemand“, „ Nie bekomme ich Anerkennung“, „Keiner mag mich“, „Jetzt denken alle, ich bin doof“

2) Überlege dir, wann du das erste Mal diesen Glaubenssatz wahrgenommen hast. In welcher Situation ist er – deiner Meinung nach – entstanden. Kleiner Tipp: Meist in der Kindheit ( durch Eltern, oder in der Schule)

3) Frage dich, ob dieser Satz heute wirklich noch zutreffend ist. Meist war er nie zutreffend. Wir haben ihn nur so übernommen, weil wir uns selbst, oder andere uns diesen Satz eingeredet haben.

Passend dazu:  Achtsam durchs Leben – 10 Tipps und Tricks, wie du zusammen mit deinem Hund mehr Achtsamkeit praktizieren kannst

4) Wenn du nun auf deine bisheriegen Erfolge zurück blickst, kannst du bestimmt einen positiven Satz bilden. Wenn dir spontan kein besserer Satz einfällt, dann höre Musik, oder Affirmationen an. Hier bekommen wir viele „Vorlagen“ für die schönsten und poetischsten Ausdrucksformen!

5) Höre dir dein persönliches „Motivationslied“ am besten morgens und abends an, denn nicht nur die Texte lassen uns in einen Flow bringen, sondern auch unser Körper kommt in Schwingung. Nicht zuletzt wegen der Beatvariante innerhalb des Liedes. Wenn du ein Lied mit dem gleichen Beat, wie deine Herzfrequenz hast, ensteht deine positivste Energie!

Ängste entstehen in unserem Kopf durch unsere Gedanken und diese Gedanken lösen dann eine bestimmte Emotion aus. Wir treffen die Entscheidung, welche Bewertung wir einer bestimmten Situation geben. Wenn du eine andere Person dazu befragst, wird sie die Situation etwas anders sehen. Jeder sieht aus seiner Erfahrung und daraus resultierenden Überzeugungen.

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken“

Marcus Aurelius

Mehr dazu kannst du hier lesen.

Wie du deinen (unsicheren) Hund mit deiner Stärke stärken kannst

Hunde spiegeln uns täglich. Entweder imitieren sie unser Verhalten, oder zeigen uns das Gegenteil auf.

Wenn du selbst nervös und ungeduldig bist, wird dein Hund ebenfalls hippelig, weil du ihm in diesem Moment keine Sicherheit vermitteln kannst.

Das Sicherheitsbedürfnis ist jedoch eines der wichtigsten Bedürfnisse eines Hundes. Wenn Sicherheit nicht gegeben ist, schaltet er auf Überlebensmodus (fight or freeze).

Ähnlich wie bei uns Menschen, macht ihn dieser Zustand mental und körperlich krank. Außerdem ist kein Lernen, oder Entspannung möglich.

Wenn du weißt, dass du gestresst bist, oder die Gassirunden mit deinem Hund üblicherweise nicht entspannt ablaufen, dann finde folgendes unbedingt heraus:

1) Woran liegt es, dass du unentspannt bist?

2) Wie kannst du schnell möglichst ruhig werden, um deinem Hund ein Vorbild zu sein?

Ein wichtiger Anker könnte eine Visualisierungsübung sein. Warum den Worst Case ausmalen, wenn es auch einen Best Case geben könnte :-)

Wir sind mit unseren Gedanken immer in der Vergangenheit ( „ Das ging letztes Mal auch schon schief“ „ Gleich kommt wieder der blöde Nachbar mit seinem Hund um die Ecke“ „ Achtung, gleich bellt meiner wieder“ …..)

Durch Visualisieren des Idealzustandes, bringst du nicht nur deinen Stresspegel runter, sondern schwingst auch auf der Energieebene, die dich vorwärts bringt.

Bestes Beispiel: Steht man morgens schon mal mit dem linken Fuß auf und stolpert über das Hundespielzeug, wartet meist das nächste Unheil nicht lange auf sich ( Kaffee verschüttet, Stau auf dem Arbeitsweg, der Chef ist schlecht gelaunt….)

Auf einer höher schwingenden Ebene denken wir lösungsorientiert, statt im Überlebensmodus.

Die erfolgreichsten Menschen üben , üben, üben, ohne aufzugeben und nur durch unsere Herausforderungen lernen und wachsen wir.

Die Herausforderung ist die Stufe, um einen Schritt weiter zu kommen auf deinem Weg.

Mehr darüber hier.

Belohne dich und deinen Hund auch für (Teil)Erfolge. Nicht nur unser Hund freut sich über eine saftige Belohnung, auch in uns Menschen springt sofort ein Belohnungssystem an, wenn wir ein nettes Wort, oder sonstige Anerkennung erfahren!

„Warte nicht. Der Zeitpunkt wird niemals perfekt sein.“ – Napoleon Hill

Be balanced!

Deine Cornelia

Die Autorin

Ich bin Cornelia Braun. Lifecoach & Hundefitnesstrainerin. Ich unterstütze Hundemenschen und ihre Hunde auf ihrem Weg zu einer harmonischen Beziehung und zu mehr mentaler & körperlicher Gesundheit

Mehr Informationen findest du auf meiner Seite: https://balancemithund.home.blog/

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