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hafawo ist eine reine Informationsseite, und unsere ersten großen Ziele waren immer 10.000 Leser und 15.000 Seitenaufrufe pro Monat. Das ist im deutschsprachigen Raum nicht gerade einfach, aber wir haben es 2010 geschafft. Wir haben fast 2 Jahre dafür gebraucht und ich kann Euch sagen, die 3-4 Posts jede Woche, welche durchschnittlich 2,5 Seiten lang sind, schreiben sich nicht von selbst. Das beinhaltet viel recherchieren, analysieren, lesen, schreiben, ausbessern, schreiben, neu überdenken und wieder schreiben. Jeden Tag!

Nun, mittlerweile dürfen wir stolz sein auf 11.000 Leser und 18.000 Seitenaufrufe … klasse oder? Egal, was ihr jetzt denkt, denn für mich ist es die Berechtigung Euch etwas über “das Schreiben” zu berichten:

Schreiben an sich tu ich ja schon länger und ich lernte die letzten 10 Jahre sehr viel über Schreibgewohnheiten. Sowohl als Blogger, Autor, Dichter und Verfasser von Reden und Texten habe ich schon mehr als 1000 Artikel verfasst. Doch ich will ehrlich sein, es ist täglich ein kleiner Kampf. Andererseits habe ich aber auch herausgefunden, dass einige sich schwer anzugewöhnende Gepflogenheiten nach geraumer Zeit leicht(er) von der Hand gehen. Welche das sind? Nun, die wichtigsten will ich euch nicht vorenthalten.

P.S.: Ich rate, immer nur eine Gewohnheit nach der anderen zur Routine zu machen. Konzentriere dich auf jede einzelne 2 bis 3 Wochen lang, bis du sie buchstäblich im Blut hast. Dann geh erst zur nächsten über.

Zeit zum schreiben einplanen

Die wichtigste Angewohnheit ist, wenn möglich, täglich zu schreiben. Selbst wenn du jeden Tag nur eine Seite schreibst, ist das in Ordnung – Hauptsache, du machst es. An manchen Tagen wird der Schreibfluss besser, an anderen weniger gut sein. An manchen Tagen wirst du produktiver sein, und an anderen musst du an jedem einzelnen Gedanken hart arbeiten – aber jede Erfahrung ist wichtig. Zu Beginn, solltest du dich mindestens 30 Minuten dem Schreiben widmen, danach mindestens eine Stunde, vorzugsweise zwei.

Einfachheit siegt

Konzentriere dich auf das Schreiben, nicht auf das Werkzeug (Papier, Computer, etc.). Alles an Ablenkung sollte von dir abprallen, vor allem das Internet und dein Handy. Trenne deine Internetverbindung, schalte das Telefon aus und halte deinen Schreibtisch so sauber wie möglich. Wenn du Block und Kugelschreiber benutzt, halte es so minimalistisch wie möglich. Wenn du deinen Laptop benutzt, wende das einfachste Textverarbeitungsprogramm an. Es soll nur dich und die Wörter geben.

Protokoll führen

Das ist eine sehr einfache Sache. Kontrolliere am Ende deiner Schreibphase, wie viele Wörter du geschrieben hast und halte es in einem Protokoll fest. Du solltest auch festhalten, worüber du geschrieben hast und wie es dir dabei ergangen ist. Dieser Prozess ist sehr wichtig, damit du im Laufe der Zeit deine Fortschritte sehen kannst. Es unterstützt dich bei deinem täglichen Schreibprozess und gibt dir die Motivation, weiterzumachen.

Ideen einfangen

Du hast zu verschiedensten Zeiten an verschiedenen Orten Ideen für deinen Artikel. Du wirst Konversationen aufschnappen, die dir eine große Inspiration geben. Dir werden außergewöhnliche Charaktere begegnen, während du deinen Einkauf im Supermarkt erledigst. Du wirst an exzentrischen Inhalten feilen, während du mit dem Auto fährst. Nun gilt es all, diese Ideen festzuhalten – hier ist ein Notizbuch oder Karteikarten das Beste, aber du entscheidest, mit welchem Medium du dich anfreunden kannst. Das Entscheidende ist, dass du es festhältst.

Zum Thema:  Reich werden in der Wirtschaftskrise? - Starte selbständig ein erfolgreiches Internetbusiness

Schreiben als Ritual

Es wird Tage geben, an denen dir nicht nach Schreiben zumute ist. Das kann aber auch jeden Tag sein. Wenn du dich davon abhalten lässt, wirst du niemals einen Artikel fertigstellen. Stattdessen solltest du es dir zur Gewohnheit machen, einfach jeden Tag zu schreiben. Es tut nichts zur Sache, worüber du schreibst oder ob es gut ist. Schreibe einfach. Lass deine Finger über die Tastatur flitzen. Ich denke, ein guter Weg zu starten, ist das rituelle Schreiben.

Lass dich inspirieren

Abgesehen von den bestimmten Zeiten, wird es auch Phasen geben, wo du unbedingt schreiben willst. Vor allem, wenn du einen Energieschub erlebst oder du voll Muse bist. Mach es dir zur Gepflogenheit, dass du deinen Vorteil daraus ziehst und dich sofort an die Arbeit machst. Selbst wenn du nicht vor deinem Computer sitzt – schnappe dir dein Notizbuch und leg los. Inspiration kommt meist zu den ungünstigsten Zeitpunkten und du musst sie nehmen, wie sie kommt.

Überarbeite deine Entwürfe

Ein gefürchtetes Wort für alle Autoren, aber Überarbeitung ist einer der wichtigsten Aspekte des Schreibprozesses. Keiner gelangt durch seinen ersten Entwurf zur Perfektion.

Keiner!

Wenn du nicht den Willen hast, zu überarbeiten, dann hast du ihn meist auch nicht zum Schreiben. Aber du musst dir diesen Prozess nicht sofort angewöhnen. Routiniere zuerst das Schreiben, dann das Überarbeiten.

Führe eine Sammelmappe

Viele Autoren kümmern sich sehr wenig um diese Sache, aber das ist ein großer Fehler. Wenn es dir mit dem Schreiben ernst ist, ist eine Sammelmappe ein Muss. Es handelt sich hier um eine Sammelmappe mit allem, das mit deinen Artikeln oder sogar Buch zu tun hat: Grundriss des Inhalts, Charakterbilder, Notizen, Bruchstücke von Dialogen, kleine Details, Szenenbeschreibungen, Rechercheunterlagen, etc. Es wird sich als sehr hilfreich herausstellen.

Ergo: beschaffe dir eine Sammelmappe, halte alles zu deinem Stil, deinem Inhalt, deinen Ideen und Inspirationen fest und aktualisiere es immer wieder, sobald du mit dem Schreiben fertig bist!

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12 Kommentare

  1. Ich weiß zwar nicht was an diesem Artikel überheblich sein soll, aber bittesehr .. jedem seine Meinung. Da steh ich locker drüber ;)

  2. was hat das mit überheblichkeit zu tun, wenn jemand seine erfahrungen weitergibt? Also ich möchte mich bei coach rainer für diese tipps bedanken. Ich möchte ebenfalls bloggen und durch posts und weblogs wie diese kann ich viel lernen.

  3. Meiner Meinung nach sind sie oder du sehr überheblich. Sie schreiben hier, als würden Sie das Bloggen erfunden haben. Meiner Meinung nach total überheblich und erbärmlich. Vielleicht haben sie studiert und sonst was erlebt, aber ein Schriftsteller … *ich lach mich tot*

  4. Hallo Nina, Hallo Franz

    Also bloggen ist gar nicht so schwer wie man anfangs denkt. Wichtig ist eine eigene Linie zu vertreten und sich nicht davon abbringen zu lassen. Je mehr du schreibst, desto mehr Menschen wirst du erreichen.

    Umso erfolgreicher du wirst, desto mehr Kritiker wirst du aber auch finden. Hier würde ich mich an folgenden berühmten Satz halten: “bad press is good press”. Je mehr du kritisiert wirst, desto interessanter wirst du. Lass dich hier blos nicht einschüchtern. Ich wurde schon als Hobbypsychologe, Küchenpsychologe, und sonstiges bezeichnet. SUPER!!!! Das heisst, ich spalte, und es gibt nichts besseres als Blogger, als dass du Meinungen spaltest.

    Die Themen hole ich mir aus aktuellen Anlässen und Impressionen die mich täglich umgeben.

    Bei Zitaten musst du immer darauf achten, ehrlich die Quelle bekannt zu geben.

    Und der ideale Post? Da gilt die alt bekannte Regel: viele Informationen in so wenig Sätzen wie möglich. Unsere Welt wird immer schnelllebiger und die Menschen wollen Wissen in Kurzform!

    Ich hoffe, dass war nützlich.

    Lg
    Rainer

  5. Ich möchte auch einen Blog starten. Bin schon gespannt auf die Antworten zu Ninas Fragen, denn das würde mich auch brennend interessieren!

  6. Ich schreibe auch sehr viel und möchte selbst mit einem Blog starten. Ich hätte da allerdings gern einige Frage an den Profi:

    Wie wählst du die Themen? Zufällig oder suchst du nach Trends, bzw. aktuelle schlagzeilen?

    Was muss ich bei Zitaten beachten?

    Wie lange ist ein idealer Post?

    Lg
    Nina

  7. Ich lese sehr viele deiner Artikel Rainer und ich finde es toll, dass du deine Erfahrungen einfach so weitergibst. Oder ist das gut beim bloggen?

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