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Der erste Tag in einem neuen Unternehmen ist immer spannend und mitunter aufregend, entscheidet er doch maßgeblich über den weiteren Verlauf Ihrer Tätigkeit in dieser Position. Daher sollte auch in diesem Zusammenhang nicht auf die Bedeutung der Wirkung des ersten Eindrucks vergessen werden. Überlegen Sie, wie Sie von Ihren Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern wahrgenommen werden möchten und bereiten Sie sich gut auf diesen wichtigen Termin vor.

Wie schon so oft zählen hier Soft Facts mehr als reines Fachwissen. Das entsprechende Know how setzt man voraus, Ihre Persönlichkeit jedoch wird mit Sicherheit noch gründlich unter die Lupe genommen.

Es ist üblich, eine einmonatige Probezeit zu vereinbaren, innerhalb dieser sowohl Sie als Arbeitnehmer aber auch Ihr Arbeitgeber jederzeit das Dienstverhältnis ohne Angabe von Gründen sowie ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beenden können. Möglicherweise wird an diesen Zeitraum noch eine Befristung angehängt. Vereinbaren Sie daher schon am ersten Tag zu erreichende Ziele und Rahmenbedingungen, die es zu erfüllen und einzuhalten gilt, damit Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben.

Am ersten Tag werden Sie noch nicht Gelegenheit haben, sich vollends in Ihre Arbeit zu stürzen, konzentrieren Sie sich daher vorrangig um zwischenmenschliche Beziehungen und Organisatorisches. Gliedern Sie sich ins Team ein, versuchen Sie Gebräuche, Regeln und Charaktereigenschaften zu ergründen, bauen Sie Sympathie und Vertrauen auf.

Auf wenig Gegenliebe werden Sie stoßen, wenn Sie mit der Tür ins Haus fallen und sogleich Gewohntes in Frage stellen. Auch wenn Ihrer Meinung nach Einiges verbesserungswürdig erscheinen mag, so ist an diesem Tag noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

Eher ist Wissensansammlung gefragt. Versuchen Sie, so viel Information wie nur möglich zu ergattern und schaffen Sie sich Vertraute und Verbündete. Einerseits ist es wichtig, jemanden an seiner Seite zu haben, der die Hausordnung und die wichtigsten Rahmenbedingungen erklären kann, andererseits können Sie nur dann erfolgreich sein, wenn Sie mit Ihren Kollegen gut auskommen und niemand gegen Sie arbeitet.

Das Motto lautet: fragen, fragen, fragen
Alles, was Ihnen jetzt entgeht und was Sie sich jetzt nicht zu erkundigen wagen, werden Sie hinterher nur schwer herausfinden. Denn solange Sie neu im Unternehmen sind, wird man Ihnen gerne jede Frage beantworten, später jedoch wird deren Kenntnis vorausgesetzt. Also keine Scheu!

Tipps für den ersten Arbeitstag

  • Freundlichkeit steht an erster Stelle

Ein nettes Lächeln und Höflichkeit sowie aktives Zugehen auf Ihre Kollegen wird mit Sicherheit mit Entgegenkommen belohnt. Bieten Sie Ihre Hilfe an, lassen Sie sich jedoch von Anfang an nicht ausnützen. Das wird man nur sehr schwer wieder los.

  • Jeden grüßen

Dies mag logisch erscheinen, wird jedoch sehr häufig vergessen. Grüßen Sie wirklich jeden, der Ihnen begegnet. Ein Sprichwort besagt: Grüße jeden auf deinem Weg nach oben. Auf deinem Weg nach unten begegnest du allen wieder.“

  • Einstand feiern

Kuchen und Kekse kommen natürlich immer sehr gut an. Lassen Sie die Feier jedoch nicht in einem allzu ausschweifenden Umtrunk enden. Das könnte ein falsches Licht auf Sie werfen. Empfehlenswert ist auch, nicht unbedingt die allerersten Tage als Zeitpunkt zu wählen. Machen Sie sich zuerst mit den Gewohnheiten vertraut. Möglicherweise sind Feiern ja gar nicht so gerne gesehen.

  • Die Kantine
Zum Thema:  Was macht deine Einstellung zur Arbeit wirklich aus?

Ein zwangloser Rahmen bietet sich an, um mit anderen besser ins Gespräch zu kommen und auch Dinge fernab vom Alltagsgeschäft zu erfahren. Zeigen Sie Interesse an Ihrem Gegenüber und reden Sie nicht zu viel über sich. Einerseits sollten Sie nicht gleich am ersten Tag zu Persönliches über sich ausplaudern und andererseits könnten Sie voreilig als Vielschwätzer und als zu sehr von sich selbst eingenommen abgestempelt werden.

  • Pünktlichkeit

Hinterlassen Sie einen guten Eindruck, indem Sie zu Beginn eher früher als vereinbart denn zu spät an Ihrer Arbeitsstelle erscheinen und verlassen Sie das Büro nicht überpünktlich. Das zeigt von Engagement.

  • Firmenveranstaltungen

Diese Events gehören v.a. in der ersten Zeit zu Ihren Pflichtterminen. Hier haben Sie die Chance, mehr über Ihre Kollegen und Vorgesetzten sowie die Unternehmenskultur zu erfahren. Darüber hinaus sollten Sie sich nicht gleich von Anfang an ausgrenzen und womöglich als Einzelgänger eingestuft werden.

Dressed for Success
Das Kleidungsthema haben wir schon in einigen vorherigen Kapiteln besprochen, es spielt aber natürlich am ersten Arbeitstag genauso wie beim Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle. Kleider machen schließlich Leute und tragen neben Körpersprache, Stimme, Figur, Größe und Frisur entscheidend dazu bei, wie Sie von anderen eingeschätzt werden. Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Kleidung sollte zu Ihnen passen und authentisch wirken. Darüber hinaus dem Unternehmen, das Sie repräsentieren, und Ihrer neuen Position entsprechen. Am ersten Tag, an dem Sie den Stil Ihrer Kollegen noch nicht kennen, empfiehlt sich ein dezenter Businesslook.

Die Don’ts

  • Beteiligung am Klatsch und Tratsch
  • Ausplaudern zu persönlicher Dinge
  • Aufdringliches Parfum
  • Ungefragtes Rauchen im Büro
  • Unflexibilität hinsichtlich neuer organisatorischer Abläufe
  • Lästern über den vorherigen Arbeitgeber
    Passivität
  • Angeberei mit Leistungen und Kenntnissen
  • Besserwisserei
  • Zu auffälliges Make-up
  • Zu erotische Kleidung
  • Ungeputzte Brillengläser
  • Ungepflegtes Äußeres

Organisatorisches

Folgende weitere Punkte sollten Sie – sofern nicht von Ihrem Vorgesetzten angesprochen – erfragen:

  • Vorstellungsrunde
  • Hausführung
  • Aufgaben- und Verantwortungsbereich
  • Termine, an denen Sie teilnehmen sollten
  • Fachmedien, die Sie konsumieren sollten
  • Arbeitsplatz
  • Passwort, Intranet, Software etc.
  • Schlüssel
  • Telefonanlage
  • Visitenkarten
  • Büromaterial
  • Arbeitszeiten
  • Parkplatz
  • Formalitäten mit der Personalabteilung
  • Unterschriftenregelung
  • Organigramm
  • und sonstige positionsabhängige Fragen

Wichtig ist, dass Sie optimistisch und mit Enthusiasmus an Ihre Tätigkeit herangehen. Dann werden Sie nicht nur Ihren Chef, sondern auch Ihre Kollegen und eventuelle Mitarbeiter von sich und Ihren Fähigkeiten schnell überzeugen.

(Quelle: www.jobmedia.at)

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1 Kommentar

  1. Ups! An meinem ersten Arbeitstag wurde mir ein aktuelles Problem mit der Telefonanlage geschildert: Raustelefonieren ginge problemlos, nur könne die Firma zur Zeit nicht angerufen werden. Der Techniker sei aber verständigt und würde heute noch vorbei kommen, ich solle mir also keine Sorgen deswegen machen. Ganz keck habe ich behauptet „das Problem kenne ich, das kann ich lösen“. Also hab ich mich rangesetzt, hin- und hergestöpselt, geschwitzt und — nichts, gar nichts ging mehr. Ups! Der Techniker konnte es dann zum Glück ganz schnell richten und heute können mein Chef und ich drüber lachen.

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