Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte
„Geld regiert die Welt”, sprich: Der Kapitalismus regiert die Welt. Das dies in unserer Generation voll und ganz zutrifft, kann spätestens seit Ausbruch der Finanz- / Wirtschaftskrise niemand mehr leugnen. Ausbeutung, Krieg und Börsencrashs. Der Kapitalismus ist voll von Fehlern und Widersprüchen. Er bringt uns Arbeitslosigkeit, Depressionen, Umweltzerstörung, Hunger und Tod und sorgt gleichzeitig paradoxer Weise dafür, dass wir an diesen furchtbaren Dingen mitarbeiten. Kein Wunder also, dass er bei den oberen 10.000 so beliebt ist.
Ich bin ein absoluter Gegner des Kapitalismus, und deswegen habe ich mir voll Spannung den Dokumentarfilm Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte angesehen. Hinter diesem provozierenden und teilweise erschreckenden Film steckt wieder einmal Michael Moore, der schon mit Werken wie Fahrenheit 9/11 oder Bowling for Columbine die Welt schockierte. Der Film behandelt die Finanzkrise ab 2007, die U.S.-Ökonomie im Wandel zwischen der endenden Amtszeit von George W. Bush und der beginnenden Amtszeit von Barack Obama und dem US-Konjunkturprogramm 2009. Der Film hatte am 6. September 2009 bei den 66. Filmfestspielen von Venedig Premiere.
Cinema.de schreibt:
„Die Gier der Banker und der Manager, so die These des Regisseurs, hat Amerika ruiniert. Die Zustände, die der Film beschreibt, sind erschreckend, doch Moore will vor allem provozieren - und manipulieren. Statt Zusammenhänge zu erklären, kombiniert er beliebig ausgewählte Beispiele zu einem diffusen Schurkenstück. Dennoch ist Moores Kritik am Kapitalismus berechtigt. Fazit: Michael Moores pointierte, doch auch recht willkürliche Polemik zeigt, welchen Preis die Amerikaner für ihre Liebe zum Kapitalismus zahlen.”
…Ich meine: Mittlerweile nicht nur die Amerikaner!
Kauflinik für DVD: Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte




Den Film kann ich nur empfehlen. Wir haben ihn uns in der Schule angesehen. Da sieht man echt wie wir Normalos verarscht werden von den Reichen. Auch wenns in den Film mehr um die USA geht, so kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei uns sehr viel anders ist.