Verzeihen ist gesund
Verzeihen ist einfach wichtig. Es befreit dich, reinigt deine Gedanken und bestärkt deine Gefühle. Wir haben einen schönen Artikel über das Verzeihen auf www.gesundleben.at entdeckt, den wir euch nicht vorenthalten wollen:
Sie fühlen sich schlecht behandelt und hegen deshalb Groll gegen Ihren Partner oder Ihren Chef? Dies ist verständlich, aber Ihrer Gesundheit nicht unbedingt zuträglich.
Ärger und Frustrationen gibt es in jedem Leben. Manchmal ist es eine Scheidung, familiäre Disharmonie oder man fühlt sich bei der Beförderung übergangen. Jenseits des eigentlichen (meist seelischen) Schmerzes können negative Gefühle und Gedanken die seelische und körperliche Gesundheit beeinträchtigen.
Die Forschung zu den medizinischen Effekten des Vergebens ist noch nicht alt. In den letzten Jahren wurden in den USA unter der Schirmherrschaft von Friedensnobelpreisträgern wie zum Beispiel Jimmy Carter und Desmond Tutu rund 50 wissenschaftliche Studien zur Verzeihensforschung durchgeführt. Viele medizinische dieser Untersuchungen zeigen, dass es dem eigenen Körper gut tut, zu vergeben und nach vorne zu blicken:
In einer der Studien wurden College-Studenten aufgefordert, sich auf einen persönlichen Groll zu konzentrieren. Das resultierte in erhöhtem Blutdruck und gesteigertem Puls. Sobald dieselben Studenten sich vorstellten, ihren Widersachern vergeben zu haben, normalisierten sich ihre Werte wieder. Weiters bemerkten die Studenten eine gesteigerte Anspannung der Muskulatur und das Gefühl, sich weniger unter Kontrolle zu haben, wenn sie sich auf die verletzende Situation konzentrierten.
Nicht jeder Mensch besitzt aber die Fähigkeit zu vergeben. Besonders Frauen, die als Kind missbraucht wurden, ältere Menschen, die sich vernachlässigt fühlen, und Personen, deren Partner fremdgegangen sind, benötigen Hilfe, um Verletzungen und Demütigungen hinter sich lassen zu können. Wird ihnen diese zuteil, verbessert sich aber ihr emotionales und körperliches Wohlbefinden. Auch dies kann durch Studienergebnisse belegt werden.
Weitere Untersuchungen zeigten: Nachtragende Menschen klagen häufiger über Gesundheitsprobleme als solche, die häufiger vergeben können und ein hohes Maß an Vergebung hängt mit einem geringen Risiko für Nikotinabhängigkeit oder Drogenmissbrauch zusammen.
Wurde der Betroffene sehr schwer verletzt, hat er es auch besonders schwer, seinem Widersacher zu vergeben. Er sollte aber wissen, dass Vergebung nicht bedeutet, unfreundliches Verhalten zu rechtfertigen oder das Geschehene einfach zu vergessen.
Wer vergeben will, muss sich zunächst mit der Kränkung oder Verletzung auseinandersetzen. Das Verlustgefühl und der Grund dafür müssen akzeptiert werden bis man einen Punkt erreicht, an dem man den Schmerz loslassen kann, obwohl sich für den Täter vielleicht nichts ändert oder keine Gerechtigkeit geschaffen wird. Es ist für das eigene Wohlbefinden auch nicht entscheidend, ob es zu einer Aussöhnung kommt oder nicht.
Ist die Tat sehr schlimm gewesen, verliert der Täter, wenn ihm vergeben wird, die Macht über sein Opfer bzw. in Relation zum Widersacher ist der Betroffene nicht länger Opfer. Im Übrigen sollte man auch sich selbst vergeben können und sein Leben wieder der Zukunft zuwenden.
Wissenschaftler des „International Forgiveness Institute“ in Madison (Wisconsin, USA) haben ein 4-Stufen-Modell für das Vergeben entwickelt:
* 1. Erkennen Sie Ihren Schmerz an.
* 2. Widmen Sie sich der Vergebung, nachdem Sie die Notwendigkeit einer Veränderung erkannt haben. Das ist die Voraussetzung für den Heilungsprozess.
* 3. Finden Sie einen neuen Weg, an den Täter zu denken, und akzeptieren Sie, dass das Erlebte schmerzhaft war.
* 4. Erkennen Sie die Erleichterung, die das Vergeben für Sie gebracht hat.
HaFAWo Buchtips zum Thema Verzeihen:
Die Weisheit des Verzeihens. 6 CDs: Ein Wegweiser für unsere Zeit
Yofi oder Die Kunst des Verzeihens




Verzeihen, Fehler eingestehen oder “einfach” nur Entschuldigen wird für die Menschen immer schwerer. Vor allem die Jugend die heranwächst wird immer kühler und brutaler. Sieht man ja derzeit in London!