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Foto: Veröffentlicht unter (CC0) Lizenz.

Es war im Frühjahr 1998. Um einen Studienplatz an der Theresianischen Militärakademie zu bekommen, musste ich durch ein sechsmonatiges Selektionsverfahren. Zu Beginn waren es ca. 400 Leute die sich für 80 Studienplätze beworben. Doch am Ende blieben noch ca. 150 Leute über. Jetzt ging es ans Eingemachte. Drei Tage lang mussten wir ein Assessment-Center durchlaufen, und dann gab es noch die klassischen 3 Sportprüfungen: Schwimmen, Hindernisbahn und 2400m Lauf. Es war sehr wichtig, die Prüfungen nicht nur zu schaffen, sondern man sollte schon seine Bestzeiten abrufen, damit man ganz vorne landet.

Auf jeden Fall erinnere ich mich noch ganz genau an den Tag, an dem der 2400m Lauf war. Damit man überhaupt genommen wurde, musste man mindestens 12:30 Minuten laufen. Mein persönlicher Rekord lag bei 9:30 Minuten. Da es aber Bewerber gab die diese Strecke unter 9 Minuten schafften, musste ich an diesen Tag alles geben, und eine neue Bestzeit laufen.

Dann war es soweit, ich fühle mich richtig gut und lief wie noch nie zuvor. 5 Leute lagen noch vor mir, doch ich wusste, heute muss ich gewinnen. Währen des Laufens stellte ich mir vor, wie es sein würde, wenn ich endlich Student an der Akademie werden würde. Ich redete mir permanent ein: heute wirst du Erster sein. Heute wirst du gewinnen und eine neue Bestzeit aufstellen. Ich wusste, wenn ich heute gewinne, wird sich mein Leben ändern. Ich werde etwas Besonderes sein.

Und dann geschah das Erstaunliche: plötzlich rannte ich wie der Teufel. Gerade im Endspurt, wo mich sonst die Kräfte immer verließen, setzten die Gedanken an meine Zukunft brutale Kräfte frei. Ich überholte einen Läufer nach dem anderen. Als ich den letzten Läufer in der Zielgerade überholte, und über die Ziellinie rannte, schrie ich was meine Lunge noch hergab und ich habe tatsächlich gewonnen. Mit einer neuen Bestzeit von 9 Minuten 5 Sekunden.

Dream Big – Think Big – Be Big

Damals habe ich gelernt, was man durch Vorstellungskraft alles erreichen kann. Seitdem wusste ich, und ich erlebe es noch immer: es ist allein die Kraft der Gedanken, die Menschen erfolgreich werden lässt. Selbst Menschen die in gewissen Situationen weder die sozialen, gesellschaftlichen oder physischen Voraussetzungen haben, können durch die Kraft der Gedanken über sich hinaus wachsen und die Welt verändern.

Im Talmud steht: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Gefühle. Achte auf deine Gefühle, denn sie werden dein Verhalten. Achte auf deine Verhaltensweisen, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“. Diesen Spruch kann man als Warnung verstehen, aber auch als Ansporn. Mit deinen Gedanken fängt alles an. Nichts kann entstehen, ohne dass es vorher in deinen Gedanken war.

Wissenschaftler haben bewiesen, dass wir eigentlich permanent denken. Das meiste sind nur flüchtige Gedanken, also vergeudete Zeit. Den zweitgrößten Teil nehmen leider negative Gedanken in Anspruch. Lediglich 2-3 % all unserer Gedanken sind positiv.

Nimm das Heft in die Hand und bestimme dein Leben

Wenn es also so ist, das wir kaum positiv Denken, ist es umso wichtiger dass du es proaktiv änderst. Du musst das Leben in die Hand nehmen, du musst deine Gedanken in die Hand nehmen, du musst die Qualität deiner Gedanken bewusst positiv gestalten. Überlege ab und zu, worüber du heute schon alles gedacht hast und wie viel davon positiver war. Wenn diese nicht positiv waren, dann denke noch einmal nach, und versuche bewusst die Gedanken ins positive zu drehen.

Zum Thema:  Ich denke, also bin ich (... genau das was ich denke)

Denke dich erfolgreich

Viele Menschen glauben nicht dran, dass man sich sozusagen „erfolgreich denken“ kann. Doch ich kann das Gegenteil beweisen, denn ich habe es geschafft. Ich hatte immer schon ein Ziel seit meinem Studium. Ich wollte bis zu meinem 40. Lebensjahr es in die Geschäftsführung eines großen Konzern schaffen. Und ich habe es geschafft. O.k. es war 2 Monate nach meinem 40. Geburtstag, aber ich hoffe, ihr drückt ein Auge zu.

Was habe ich gemacht? In kurzen Sätzen erklärt. Ich habe ständig über mich nachgedacht. Über mein Privatleben und über mein Berufsleben. Ich hab es mir auf eine Flip-Chart ganz oben hingeschrieben, und ganz unten meinen Status Quo nach dem Studium notiert. Ich machte mir sowohl kurzfristige als auch langfristige Gedanken. Dann setzte ich mir Zwischenziele die sowohl beruflich ehrgeizig waren, aber auch mein Privatleben in einer guten Balance hielten. Zuerst musste mir aber klar werden, wofür ich stehe und was mich antreibt.

Was sind meine Bedürfnisse und was motiviert mich?
Wofür werde ich zukünftig stehen?
Was sind meine Werte?

Ich wusste, es muss etwas mit Führung zu tun haben und mit Menschen. Erstens spürte ich das in mir, und zweitens, bescheinigte mir das jede Persönlichkeit die ich kannte, und jeder Verhaltenstest den ich machte. Egal auf welcher Ebene ich mich befand, ich habe jedes berufliche Zwischenziel immer in meinem Kopf visualisiert. Ich habe mir immer Kraft und Mut zugesprochen und mir selbst im Spiegel gesagt, dass es niemand geben kann, der mich von meinem Erfolg abhält. Niemanden … außer mir selbst. Gerade in meiner Zeit in Amerika habe ich gelernt, dass es wichtig ist so groß und ungewöhnlich wie nur möglich zu denken. „Dream Big – Think Big – Be Big“ wie der Amerikaner sagt. Das habe ich verinnerlicht und genau mit dieser Gedankenkraft habe ich mein großes Lebensziel erreicht. Jetzt setze ich mir gerade ein Neues. Nur so viel: jetzt wird es erst richtig BIG

Hier noch ein paar Tipps wie du „erfolgreich Denken“ lernen kannst

Stelle dir bereits am Anfang das Ende vor, und zwar so detailliert wie es geht. Wie fühlt es sich an, wie sieht es aus, kannst du es vor deinem inneren Auge sehen? Wie wird es sich anfühlt wenn du dein Ziel erreicht hast?

Frage dich, was das Schlimmste sein kann, was auf dem Weg zu deinem Ziel passieren kann? Erstelle ein Szenario, und stelle dich auf diesen Moment ein. Somit bist du vorbereitet, und somit ist es auch nur noch halb so schlimm.

So wie es bei mir in diesem Lauf war, frage dich, aus welchen Erinnerungen du Kraft schöpfst?

Mehr Tipps zu diesem Thema findest du auch in meinem Artikel über positives Denken

Ich wünsche dir auf jeden Fall jetzt schon viel Spaß beim großen Denken

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