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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Nach wie vor ist Emotionale Intelligenz (kurz EQ) für eine Menge Leute noch total unbekanntes Terrain. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, wie wichtig diese Form der Intelligenz ist. Laut Wikipedia ist es ein Sammelbegriff für Persönlichkeitseigenschaften und Fähigkeiten, welche den Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen betreffen. Der Begriff wurde 1990 durch Salovey und Mayer eingeführt.

Manche Autoren betrachten sie als ein Element der so genannten „Erfolgsintelligenz“. Nach Prof. Howard Gardner, Harvard University, schließt die Einbeziehung der emotionalen Intelligenz eine Lücke, die in der klassischen Intelligenzforschung übersehen worden ist: Die Verarbeitung von inter- und intrapersonellen Informationen, also den bewussten Umgang mit der Kommunikation zwischen Menschen und des Menschen mit sich selbst.

Für viele Menschen ist emotionale Intelligenz (EQ) bereits wichtiger als ihr intellektuelles Leistungsvermögen (IQ) um im Leben und in der Karriere Erfolg zu haben. Als Individuen hängt unser Erfolg und der Erfolg im Beruf heutzutage stark von unserer Fähigkeit ab, die Signale anderer Menschen zu lesen und angemessen darauf reagieren zu können. Dazu muss man jene Fähigkeiten entwickeln, die benötigt werden, um andere Menschen besser zu verstehen, mit ihnen mitzufühlen oder mit ihnen verhandeln zu können.

„Dein EQ ist der Level deiner Fähigkeit, andere Menschen, ihre Beweggründe und wie man mit ihnen zusammenarbeitet, zu verstehen“, sagt Howard Gardner. Die fünf Hauptkategorien der Fähigkeiten emotionalen Intelligenz sind:

Selbsterkenntnis

Die Fähigkeit, eine Emotion zu erkennen, wenn sie „passiert“, ist der Schlüssel zu EQ. Um Eigenwahrnehmung zu entwickeln, musst du deine wahren Gefühle aktivieren. Nur wenn du deine Emotionen richtig abschätzt kannst, kannst du sie auch bewältigen. Die Hauptbestandteile der Selbsterkenntnis sind:

  • Emotionales Bewusstsein: Die Fähigkeit deine eigenen Emotionen und ihre Wirkung zu erkennen.
  • Selbstvertrauen: Sicherheit über deinen Selbstwert und deine Fähigkeiten.

Selbstregulierung

Du hast oft wenig Kontrolle über dich selbst, wenn du Emotionen erlebst. Du kannst jedoch bestimmen, wie lange eine Emotion anhalten wird, indem du einige Techniken anwendest um negative Emotionen wie Zorn, Neid oder Depression abzuschwächen. Einige der Techniken beinhalten das erneute Betrachten der Situation in einem positiveren Licht. Kombinieren kann man das mit langen Spaziergängen, Meditation oder Gebete. Selbstregulierung umfasst:

 

  • Selbstkontrolle: Störende Impulse bewältigen.
  • Vertrauenswürdigkeit: Mindestmaß an Ehrlichkeit und Integrität beibehalten.
  • Gewissenhaftigkeit: Die Verantwortung für deine eigenen Leistungen übernehmen.
  • Anpassungsfähigkeit: Veränderungen mit Flexibilität handhaben.
  • Innovation: Neuen Ideen gegenüber offen sein.

Motivation

Um dich ordentlich zu motivieren bedarf es klarer Ziele und einer positiven Einstellung. Obwohl du, wie die meisten Menschen, wahrscheinlich situationsbedingt zu einer positiven oder negativen Einstellung neigst, kannst du mit etwas Anstrengung und Übung lernen, positiver zu denken. Wenn du negative Gedanken gleich bei ihrer Entstehung abfängst, kannst du sie in positiveren Ausdrücken neu umgestalten – das wird dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen. Motivation entsteht aus:

  • Ansporn aus Erfolgen: Dein ständiges Streben nach Verbesserung und Perfektion.
  • Hingabe: Leidenschaft
  • Initiative: Bei einer sich bietenden Chance handeln.
  • Optimismus: Ziele beharrlich verfolgen, trotz Hürden und Rückschlägen.

Einfühlungsvermögen

Die Fähigkeit zu erkennen, wie sich Menschen fühlen, ist wichtig für den Erfolg in deinem Leben und Beruf. Je gewandter du beim erkennen der Gefühle und deuten der Signalen anderer bist, desto besser kannst du die Impulse kontrollieren, die du ihnen sendest. Eine einfühlsame Person zeichnet sich aus durch:

  • Orientierung: Die Bedürfnisse der Menschen vorhersehen, erkennen und erfüllen.
  • Aufbauen anderer: Fühlen was andere brauchen, um voranzukommen, und ihre Fähigkeiten stärken.
  • Vielfältigkeit: Die Fähigkeit das Potential der Menschen auszuschöpfen.
  • Emotionales Bewusstsein: Die emotionale Strömung und gesellschaftliche Ausrichtung interpretieren.
  • Verstehen anderer: Die Gefühle hinter den Bedürfnissen und Wünschen anderer erkennen.

Soziale Fähigkeiten

Das Entwickeln guter zwischenmenschlicher Fähigkeiten ist gleichbedeutend mit Erfolg im Leben und im Beruf. Soziale Kompetenzen sind von großer Bedeutung, da du einen hohen EQ besitzen musst, um in der globalen Wirtschaft andere besser verstehen, mit ihnen mitfühlen und verhandeln zu können. Die unter anderem nützlichsten Fähigkeiten sind:

  • Einfluss: Wirksame Überzeugungstaktiken anwenden.
  • Kommunikation: Klare Botschaften senden.
  • Führung: Gruppen und Menschen inspirieren und führen.
  • Konfliktmanagement: Meinungsverschiedenheiten verstehen, diskutieren und lösen.
  • Verbindungen aufbauen: Entscheidende Beziehungen pflegen.
  • Zusammenwirken und Zusammenarbeit: Zusammen mit anderen auf das gemeinsamen Ziel hinarbeiten.
  • Teamfähigkeit: Ein Zusammenwirken der Gruppe beim Verfolgen von gemeinsamen Zielen schaffen.

Aus diesen 5 Hauptkategorien lassen sich für mich 10 entscheidende Eigenschaften ableiten, welche Menschen mit einer hoch entwickelten Emotionalen Intelligenz mit sich bringen müssen:

1. Kontrolle
In der jeder Lage zu erkennen, dass du eine Emotion empfindest, sie richtig deutest und nicht unverzüglich nach ihr handelst. Fähig deine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen.

2. Wissen, wie Emotionen verursacht werden, und was Emotionen von Handlungen unterscheiden.
Fähig, klar zu denken, wenn die Emotionen überhand nehmen. Fähig eine Handlung zu verzögern, bis die Konsequenzen durchdacht wurden.

3. Selbstregulierung
Hohe Toleranz von Frustration und die Fähigkeit die eigenen Emotionen zu regulieren und wirksam zu bewältigen. Emotionen und Verhalten entsprechen immer der Situation.

4. Mitgefühl
Fähig Emotionen in anderen zu erkennen und zu wissen, was sie fühlen und warum. Sensibel gegenüber den Gefühlen anderer und effektiver Zuhörer.

5. Motivation und kluges Fällen von Entscheidungen
Fähig dich zu konzentrieren und bei der Aufgabe zu bleiben. Gut darin, Stress handzuhaben. Weniger impulsiv und mehr selbstlenkend. Fähig Emotionen zu nutzen, um sich selbst zur besten Entscheidung zu führen.

6. Erhöhte Fähigkeit Beziehungen zu analysieren und zu verstehen
Fähig Beziehungsprobleme zu lösen. Verbindung zu anderen aufbauen und gute Beziehungen  erhalten, durch ehrlichen Ausdruck von Emotionen gemäßigt durch Taktgefühl, Rücksicht und Respekt. Ausgezeichnet beim Lösen von Konflikten und Diskutieren.

7. Intuition
Fähig dem Bauchgefühl zu vertrauen um Handlungen zu lenken und Entscheidungen zu fällen.

8. Menschlichkeit
Beliebt, kontaktfreudig, freundlich und humorvoll.

9. Soziales Verhalten
Um andere besorgt, mitfühlend und rücksichtsvoll; harmonisch in Gruppen. Teilend, zusammenarbeitend und hilfsbereit.

10. Ausbalanciertes Leben
Das Leben umfasst Arbeit, Beziehungen und Entspannung in einem ausgewogenen Verhältnis.

Jeder Mensch hat jedenfalls das Potential emotional Intelligent zu sein.

Das hafawoTeam wünscht beim herausfinden deines EQ viel Erfolg!

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13 Kommentare

  1. Nach dem du mir bei unserem seminar die Adresse von hafawo gegeben hast, habe ich gleich einmal geschaut. Sehr interessant was du da schreibst. Deine Ideen auf dem Seminar waren ja auch total gut.

  2. Nun, es gibt auf HaFAWo Artikel für jede „Intelligenzklasse“ .. von zart bis hart, von leicht verständlich bis fast schon wissenschaftlich. Es soll eben für jeden was dabei sein ;)

  3. Das Thema mit dem EQ wird ja immer häufiger in den Medien gepuscht, aber was machen den die Arbeitgeber? Wer bietet den wirklich Schulungen auf diesem Gebiet an?

    Also meine Firma jedenfalls nicht!

  4. Ja Selbsterkenntnis ist sicher die Basis, dass denke ich auch. Sehr viele Menschen haben überhaupt keine Ahnung wer sie wirklich sind.

  5. Ich denke, dass die Selbsterkenntniss, also das finden des wahren ich, das A und O der Emotionalen Intelligenz ist. Wer sich selbst nicht wirklich kennt, kann sich auch nicht wirklich motiviren, usw. Was denkt Ihr?

  6. Ich denke auch, das Emotionale Intelligenz wichtiger ist als der IQ, obwohl ich auch davon überzeugt bin, das diese beide Formen der Intelligenz gemeinsam wachsen!

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