Mit Motivation und Mut aus der Wirtschaftskrise und rein in den nächsten Job
Kann es wirklich sein, dass Arbeitnehmer durch die Wirtschaftskrise in eine Schuldenkrise geraten? Ja, es kann durchaus möglich sein. Die Spirale fängt zunächst harmlos nur mit Kurzarbeit an. Ein Instrument, dass Zeit bringen soll und die Unternehmen davor bewahren will, ihre Mitarbeiter zu entlassen. Jetzt kann es aber durchaus sein, dass die Kurzarbeit nicht ausreicht und dennoch Entlassungen ausgesprochen werden müssen.
Nun beginnt spätestens die Zeit, sich um eine neue Anstellung zu kümmern. Hoffentlich ist man flexibel und kann auch die Stadt oder das Bundesland wechseln. Hoffentlich hat man sich nicht vor Jahren mit staatlichen Fördermitteln ein Haus gebaut, das man nicht aufgeben kann/möchte/will, hoffentlich hat man einen Lebenspartner, der ebenso flexibel seinen Job aufgeben kann oder eine Wochenendbeziehung trägt. Dies muss schnell überlegt werden. Es gibt nur maximal 12 Monate Arbeitslosengeld (sieht man von den Aufstockungen für ältere Arbeitnehmer ab). Wie schnell ein Jahr vorbei ist, merken wir immer zu Silvester und wundern uns, wo das Jahr geblieben ist.
Dabei ist das Arbeitslosengeld schon weniger als vielleicht gedacht, denn die Kurzarbeit schmälert das Arbeitslosengeld entsprechend. Hinzu kommt eventuell sogar noch eine Steuernachzahlung, weil das erhaltene Einkommen durch die Kurzarbeit zwar erhöht, hierauf aber keine steuern entrichtet wurden. Hat man Pech, geht die Spirale weiter. Es folgt das Arbeitslosengeld 2 immer noch besser bekannt unter dem Namen Hartz 4. Nun wird man sich noch stärker einschränken. Sparvermögen und sonstige Werte werden geprüft und müssen unter Umständen aufgebraucht werden bevor man Hartz 4 erhält. Eventuelles Kindergeld wird ebenso angerechnet, wie das Einkommen des Partners.
Der bisherige Lebensstandard kann dabei nur schwer aufrecht erhalten werden. Kredite können vielleicht gestundet werden - nur wie lange? Ansonsten helfen vielleicht Freunde. Ob die auch helfen, wenn man den Abtrag für das Einfamilienhaus nicht mehr leisten kann? Was ist also zu tun, damit dies nicht zur Realität wird?
Schnell zu handeln, ist wichtig
Es ist für jeden Betroffenen Wachsamkeit und Schnelligkeit anzuraten. Die Zeichen der Zeit erkennen und notfalls neue Betätigungsfelder frühzeitig erkennen und angehen ist der beste Schutz in einer unsicheren Zeit nicht von der Wirtschaftskrise in die Jobkrise und von dort in die Schuldenfalle zu geraten. Dies erfordert vielleicht Mut, gewohnte Strukturen zu verlassen und sich bei einem neuen Arbeitgeber zu bewähren. Dies erfordert sicherlich auch den Rückhalt beim Partner dieses Wagnis einzugehen. Aber es ist allemal besser, als sich aus der Not heraus umsehen und mit dem Druck der finanziellen Sorgen belastet Vorstellungsgespräche bewältigen zu müssen.
Denken Sie pragmatisch und wirtschaftlich
Befreien Sie sich von der Hoffnung, dass Sie nicht gekündigt werden, weil Sie schon lange Jahre im Unternehmen sind. Dies zählt in der Krise kaum noch. Denken Sie wie Ihr Arbeitgeber, denken Sie wirtschaftlich. Ist Ihr Arbeitgeber sicher? Können Sie sich darauf verlassen, Ihr Einkommen auch im nächsten Jahr zugesichert zu bekommen. Sehen Sie andere Tätigkeitsfelder oder Unternehmen, bei denen Sie wirtschaftlich und aufgabenbezogen besser abschneiden? Dann erwägen Sie ernsthaft einen Wechsel und spielen mit diesem Gedanken die möglichen Für und Wider durch.
Auf bessere Zeiten hoffen, ist nicht der Königsweg
Warum sollen Sie nicht das Recht nutzen, sich einen Arbeitgeber mit besseren Konditionen zu suchen. Arbeitgeber machen dies Ihnen schon vor und Gründen zu weilen bereits eigene Zeitarbeitsunternehmen, in denen Sie Ihre alten Mitarbeiter zu Zeitarbeitskonditionen beschäftigen. Sehen Sie sich um, wo Ihre Qualifikation gebraucht werden kann. Gehen Sie online auf Stellensuche. Arbeitgeber haben sich mittlerweile darauf eingestellt Ihre Mitarbeiter nicht nur über die Tageszeitung oder Wochenblätter zu suchen. Zahlreiche Jobbörsen und Jobroboter, die für Sie nach Stellen suchen erleichtern und beschleunigen Ihre Suche.
(Quelle: jobkrise.de)



