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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Hmm … werden jetzt viele grübeln. Meine Kindheit, wie war das nochmal? Was war damals anders und was könnte ich daraus lernen?

Ich habe genau dasselbe getan. Es war wirklich spannend diesen Artikel zu schreiben, weil ich schon lange nicht mehr so intensiv nachgedacht und so viele Aha-Effekte hatte. Ich dachte mit: Ich, der erwachsene, reife Mann, bin so gefestigt, und gereift. Also was soll ich da aus meiner Kindheit schon lernen? Also habe ich unsere beiden Söhne und die Kinder in unserer Nachbarschaft einmal ein paar Tage genauer beobachtet. So merkwürdig es auch klingt, aber ich habe in den kleinen richtige „Lehrer“ gefunden.

Gerade in der Unbeschwertheit und im „nicht-geprägt-sein“ der Kinder liegen ihre Originalität und ihr Phantasiereichtum. Leidenschaft, Neugierde, Begeisterung, keine Vorurteile, Spaß, der Blick für Kleinigkeiten … all das und noch viel mehr demonstrieren sie täglich in Perfektion.

Darum dachte ich: Wie war das eigentlich bei mir? An was erinnere ich mich noch, und was kann ich daraus lernen?

Mir sind schlussendlich sehr sehr viele Dinge eingefallen, und die für mich lehrreichsten, möchte ich euch gerne mitteilen:

Organisation ist alles

Kind: Es ist egal, wie großartig deine Spielsachen auch sind. Wenn sie zerstört, verstreut oder auf einem Haufen liegen, sind es nur mehr Staubfänger.

Erwachsener: Weniger Schund, und bessere Organisation, schaffen dir mehr Platz und Zeit, um das zu genießen, was du hast.

Reinlichkeit wird überbewertet

Du fragst dich nun, ob das ein Widerspruch zu Punkt 1 ist? Nicht wirklich.
K: Während es toll ist, seine Sachen organisiert zu haben, muss das Leben gelebt werden. Nutella-Tappser auf dem gesamten Küchentisch sind nur ein minimaler Preis, den du bezahlst, wenn du an die Anerkennung denkst: du hast soeben dein erstes eigenes Brot geschmiert.
E: Das Ergebnis ist das was zählt. Wenn du beginnst, dein Leben zu leben, wirst du akzeptieren müssen, dass du eben hin und wieder schmutzig wirst. Das ist in Ordnung, solange du deinen Dreck danach wieder beseitigst.

Unser Körper ist lustig

Es ist wahr. Wir baden ihn, trainieren ihn, füttern ihn und ziehen ihn groß. Und wir wünschen uns, dass er wieder genauso aussieht, wie mit 20 Jahren. Aber trotz aller Bemühungen wird unser Körper entweder fett, schwabbelig, faltig oder die Schwerkraft zeigt eben ihre Wirkung. Man schwitzt vermehrt, er macht Geräusche und Haare sprießen an den ungewöhnlichsten Stellen. Er ist einfach komisch und Kinder wissen es! Für sie ist er ein cooles und unterhaltsames Objekt, das man akzeptieren und benutzen muss. Er bringt sie dorthin wo sie hinwollen. Sie erkennen seine kleineren Errungenschaften an und kichern über seine Eigenheiten – ohne Eitelkeit, ohne Scham (am Anfang zumindest) und ohne ihn zu verurteilen. Was für eine Freiheit.

Es fühlt sich gut an, stark zu sein

K: „Zeig mir deine Muskeln!“ Kleine Kinder krempeln gerne die Ärmel hoch, um ihren Bizeps, ihre geballten Fäuste und Zähne zu präsentieren.
E: Es ist aufregend, deine Stärken zu kennen und sie zu zelebrieren. Finde eine Möglichkeit, dies jeden Tag zu tun.

Du entscheidest dich dafür, was du sein willst und kannst deine Meinung jeden Tag ändern

(das wollen wir einfach mal so stehen lassen)

Heftklammern sind besser als Uhu

Veränderungen in deinem Leben sind unumgänglich und wichtig – vor allem solche, die dich näher an deine Ziele, Werte und Visionen bringen. Sturheit bringt dich nicht weiter, sondern nur „Schimpfe von der Mama“. Flexibilität und Einsicht bringen dich im Leben viel schneller voran.

Lachen aus vollem Herzen ist das schönste auf der Welt

Wenn jemand lacht, so richtig, von ganzem Herzen, löst das in jedem Menschen ein ergreifendes Gefühl aus. Ich habe einmal gelesen: Kinder lachen durchschnittlich 400-mal am Tag, Erwachsene nur mehr 15-mal, depressive Menschen so gut wie nie. Diese Statistik gehört eindeutig verbessert.

Geschichten haben Macht

Wir Menschen sind mit Metaphern fest verankert. Wir verinnerlichen symbolische Nachrichten meist ganz unterbewusst. Starke Bilder verstärken die Botschaft einer Kommunikation. Achte auf die Bilder und Metaphern, die du in dein Gehirn einziehen lässt und auf solche, die du selbst verwendest. Selektiere sie und umgib dich mit starken, positiven Symbolen und Wörtern. Wer bildhaft sprich, ist für seine Umwelt einfach interessanter.

Langeweile ist die größte Zeitverschwendung

Wir lernen und erreichen am Meisten, wenn wir herausgefordert werden, ganz im Gegensatz zu Langeweile und Frustration. Bei der Arbeit, genauso wie beim Spielen, solltest du immer dein Gehirn aktivieren. Das führt „zwangsweise“ zu mentaler Stärke und langfristig zu einem erfüllten Leben.

Jeder braucht einen starken Arm

und eine Schulter zum anlehnen. Wenn wir verletzt sind, heilt Trost manchmal schneller als die Wundsalbe die du auch alleine draufschmieren könntest.

Hier und Jetzt – das ist alles was zählt

Kinder leben in der Gegenwart und genießen sorglos den Moment. Sie machen sich nicht ständig Gedanken darüber was in Zukunft sein wird, oder was in der Vergangenheit schlimmes passiert ist. Sie leben einfach ohne viel nachzudenken. Herrlich, nicht wahr?

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5 Kommentare

  1. Tolle Punkte. Vor allem das Thema „Langeweile“ wird immer wichtiger denke ich. Ich glaube aber auch, dass man dieses Thema aus mehreren Blickwinkeln betrachten sollte. Langeweile ist für mich nicht gleich Frustration. Unsere Kinder sind heutzutage auch deswegen gelangweilt, weil in dieser hektischen Welt eine Pause nicht mehr normal ist. Deshalb würde ich sagen, Langeweile sollte auch mal positiv genützt werdem um seinen Kind zu sagen: „Ist doch in Ordnung, wenn du mal abschaltest, leg dich hin und entspanne bei einer Kindersendung oder bei einem Hörspiel“ …

  2. Was für ein toller Artikel. Das hast du dir aber ne menge Gedanken gemacht. Mir gefallen deine Kinder-Artikel sowieso alle. Von mir auch ein „Hut ab“

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