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Diesmal wollen wir euch ein „Best Of“ präsentieren. 30 Highlights zum Thema „Sinnorientierte Führungs- und Unternehmenskultur“ zusammengefasst aus unseren eigenen Artikeln, unseren Lieblingsbüchern und Karriere-Blogs. Denn ein neues Zeitalter hat begonnen!

Gott sei Dank ist die Aera der „Führungs-Dinosaurier“, oder wie ich sie liebevoll nenne „Management-Rambos“, vorbei. Die „Generation Social Media“ hat ihnen die rote Karte gezeigt. Es ist Zeit umzudenken. Unsere Persönlichkeit und das menschliche Gespür stehen immer stärker im Vordergrund. Plötzlich ist alles transparent, alle Infos über Führungskultur, Kundenfokussierung, Mitarbeiterzufriedenheit, usw. lassen sich heute im Internet problemlos herausfinden.

Deswegen benötigt es neue Grundsätze an denen man sich orientieren kann. Grundsätze, die für die Generation des 21. Jahrhundert passen. Intuition, soziale Kompetenz und EQ werden immer wichtiger. Somit gewinnen auch Begriffe wie Beziehungsarbeit, emotionale Intelligenz und hirngerechtes Führen mehr und mehr an Bedeutung.

Warum Mitarbeiterfokus in Zukunft so wichtig sein wird, beschreibt Gunter Dueck wunderbar in seinem hervorragenden Buch „Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt“: „Der Mensch möchte wirksam sein und etwas vollbringen, auf das er stolz sein kann. Er arbeitet gern in Gemeinschaft mit anderen und trägt fruchtbar zum Ganzen bei. Er fühlt sich als Quelle positiver Kraft, die er für das Ganze, andere und sich selbst einsetzt. Er übernimmt die Verantwortung für sein Handeln und strebt professionelle Ergebnisse seiner Arbeit an. Er bemüht sich um die Professionalität anderer und bringt deren Begabungen zum Erblühen. Er weitet seine eigenen Horizonte und Fähigkeiten stetig aus. Er ist ein immer größeres Zentrum des Gelingens in einer Welt allgemeiner Prosperität.“¹

Klasse oder?

Jetzt kannst auch du den Grundsätzen erfolgreicher Führungskräfte und Unternehmer der Zukunft folgen. Wir wünschen dir bei den folgenden 30 Tipps viel Spaß beim Lesen, Analysieren und (hoffentlich) Umsetzen!

Es sind keine Mitarbeiter, es sind Mitgestalter und in erster Linie: Menschen

Je mehr sich die Mitarbeiter mit den Werten und der Vision des Unternehmens identifizieren, desto engagierter werden sie arbeiten und umso besser werden die Ergebnisse ausfallen. Was passieren kann, wenn Mitarbeiter zu Mitunternehmer werden, kannst du in der Erfolgsstory der Firma SEMCO nachlesen. Besser bekannt unter: Die Befreiung der Arbeit – Das 7 Tage Wochenende

Eine Führungskraft ist IMMER ein Vorbild

Vorbild sein bedeutet vertrauenswürdig zu sein. Verlange nichts von deinen Mitarbeitern, dass du selber nie machen würdest. Wenn etwas unklar ist, dann packe selbst mit an und zeige es vor.

Motiviere zu 80% intrinsisch und zu 20% extrinsisch

Eine hervorragende Führungskraft ist auch ein ausgezeichneter Motivator und versteht, dass jeder Mensch durch seine Bedürfnisse angetrieben wird. Durch das gekonnte einsetzen von Zuhören, Empathie und Rhetorik, erzeugt ein guter Motivator Visionen, die Menschen veranlassen, etwas von sich selbst aus machen zu wollen. Er motiviert sozusagen hauptsächlich „intrinsisch“, also von innen her kommend. Manchmal braucht es aber trotzdem wieder mal einen äußeren (extrinsischen) Anreiz wie eine gute Rede oder eine Belohnung um in die Gänge zu kommen.

Wertschätzung – Schenke jeder Person deine Aufmerksamkeit

Wertschätzung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und wenn es nur ein Lächeln, ein Handschlag, ein „Danke schön“ oder ein „Hallo, wie geht es dir heute?“ ist. Jeder Mensch weiß diese Gesten zu schätzen. Um wertschätzendes Verhalten bei uns selbst zu kultivieren braucht es vor allem drei Werte: Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit und Zuwendung. Zeige ehrliches Interesse und sei achtsam.

Das „Wissen der Vielen“ fördern und nützen

Smarte Führungskräfte wissen, dass die Meinung von Vielen bedeutend ist. Gerade in Zeiten wo ständig Personalkosten eingespart werden müssen, ist es wichtig, aus Mitarbeitern Mit-Unternehmer zu machen. Wer aber unternehmerisch handelnde Mitarbeiter will, muss diese auch an unternehmerisches Denken heranführen. Maßnahmen zur Zielerreichung sollten deshalb im wesentlichen immer mit den Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet werden. Deren WOLLEN ist am besten sicherzustellen, wenn sie freiwillig sagen, wie sie die Dinge in Zukunft anpacken werden. ¹

Sinnorientiertes Arbeiten

Wenn Menschen Sinnhaftigkeit im eigenen Handeln finden, fällt es Ihnen leichter, sich mit schwierigen Rahmenbedingungen zu arrangieren. Bereits ein einmaliger Sinnhaftigkeitsimpuls von 5 Minuten hatte in einem untersuchten Unternehmen die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter um 142 % und ihre Ergebnisse sogar um 171 % erhöht. Einem Mitarbeiter Anerkennung für seine Arbeit zu schenken, erhöht die persönlich empfundene Sinnhaftigkeit und somit die Leistungsbereitschaft um das Dreifache. ²

Spaß, Emotionen und Leidenschaft wecken

Der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und „all den anderen“ ist nicht der Mangel an Stärke, Talent oder Wissen. Es ist der fehlende Wille!

Leidenschaft in anderen Menschen (neu) zu entfachen, ist nicht nur eine edle Aufgabe – es ist die Managementaufgabe schlechthin. Denn andere anzuspornen, das Beste aus sich herauszuholen, gibt nicht nur tiefe Befriedigung und macht Spaß – es spornt auch selber an. Und wenn wir schon bei Spaß sind … ich habe mal einen Spruch gelesen: „Arbeit muss Spaß machen, wenn`s gut werden soll“. Was sollen wir dazu noch sagen, ausser: hafawo – have fun at work

Sei ein wertschöpfender und kundenfokussierter Leader

Die Führungskräfte im 21. Jhd haben die Aufgaben, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Mitarbeitern ermöglicht, für die Kunden ihr Bestes zu geben und dies auch zu wollen. Kundenfokussierung heißt auch: nicht glauben zu wissen, was der Kunde benötigt und nützlich findet, sondern im gesamten Firmenumfeld sicherzustellen, dass die Meinung des Kunden ständig eingeholt und berücksichtigt wird.

Gemeinsam statt Einsam

Miteinander statt gegeneinander muss das Motto über alle Abteilungsgrenzen hinweg sein. Wir brauchen inspirierende Freunde, verlässliche Verbündete und helfende Weggefährten in einer sich zunehmend vernetzten Welt. Wenn Unternehmen hingegen auf Konkurrenz statt Zusammenarbeit aufgebaut sind, dann werden die Kollegen zwangsläufig als Wettbewerber, wenn nicht sogar als Feinde gesehen.

Das Regelwerk dezimieren

Auf der Reise in die Zukunft braucht man leichtes Gepäck, weil sich die Märkte so schnell verändern dass man flexibel sein muss. Natürlich: Regelwerke sichern ein Leistungsniveau, und helfen böse Fehler zu vermeiden. Doch sie sorgen auch für einen schleichenden Verkrustungsprozess … Entregeln ist die Lösung (siehe: Kill a stupid rule). Wie sagte schon der Führungsexperte Reinhard Sprenger: „Ändern Sie Strukturen und nicht die Menschen, intelligente Menschen haben in dummen Organisationen keine Chance.“ ¹

Sei flexibel

Wir befinden uns ständig im Wandel, doch die meisten Firmen ändern kaum ihre Methoden und Prozesse. Das wird irgendwann böse enden, denn die jungen Start-Ups sind flexibel wie ein Chamäleon. Mit den Waffen von gestern sind die Kriege von morgen nicht zu gewinnen. Nur wer sich anpasst, wird die Nase vorne haben.

Kundenorientierung pushen

Die wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens sind Mitarbeiter und Führungskräfte, die kundenorientiert denken und handeln. Ein zukunftsfähiges Unternehmen richtet seinen Augen und seine Energie nicht nach innen, sondern verstärkt nach außen auf den Markt und dessen Kunden. „Der Kunde kommt zuerst“ … so sollte unser Schlachtruf lauten.

Hierarchien so flach wie möglich halten

In jedem Unternehmen gibt es Hierarchien hinsichtlich Verantwortung. In vielen Unternehmen sieht dies meist aus wie eine Pyramide. In einigen modernen Unternehmen eher schon wie ein Kreis, denn Menschen von oben herab zu behandeln ist nicht mehr zeitgemäß. Hierarchien müssen heutzutage durch Respekt ersetzt werden. Ein respektvoller Umgang zwischen Mitarbeiten und Führungskräften ist heutzutage ein MUSS.

Erfolge werden erzielt damit man sie feiern kann

Ich bin ein riesiger Fußballfan, und für mich gibt es nichts schlimmeres, wenn ich sehe, dass eine Mannschaft ein Tor schießt und der Trainer sich nicht darüber freut. Ich kann das nicht verstehen. Welchen besseren Anlass könnte es zum Feiern geben, als ein gemeinsam erarbeiteter Erfolg? Ich finde Erfolge gehören gefeiert, und am besten so, dass es süchtig macht.

Mitarbeiter gehören am Erfolg beteiligt

Wenn man Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden will, sollte man auch über eine Gewinnbeteiligung nachdenken. Dies geht mit dem Punkt einher denn ich vorhin bereits genannt habe: man sollte Mitarbeiter zu mit Unternehmer machen. Durch die Beteiligung am Unternehmenserfolg wird man eindeutig leistungsorientierter.

Das Geld muss stimmen

Da wir in einer kapitalorientierten Gesellschaft leben, ist Geld für jeden Menschen eine wichtige Sache. Meistens scheitert es aber an einer gerechte Bezahlung. Wenn man aber will, dass sich die Mitarbeiter langfristig wohl fühlen und der Firma treu bleiben, muss auch einen angemessenen Lohn dafür bezahlen.

Mitarbeiter binden

Mitarbeiterwechsel kostet. Und zwar richtig viel Kohle. Je nach Branche hochgerechnet zwischen 7 u. 10 Monatsgehälter je Mitarbeiter (Ein interessantes Beispiel seht ihr hier). Daher rechtzeitig gegensteuern, denn: „…Nicht das Geld, sondern ein guter Chef und nette Kollegen sind ausschlaggebend für einen Jobwechsel. Das zumindest hat eine Studie zur Arbeitsqualität im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums ergeben. „Bessere Vorgesetzte“ und „faire Behandlung durch Kollegen“ nennen dabei rund drei Viertel der Jobwechsler als Hauptgrund für eine berufliche Veränderung.

Zuhören um zu verstehen

Zuhören ist vermutlich eine der absolut wichtigsten Eigenschaften einer guten Führungskraft. Eine offene und ehrliche Kommunikation ist das A und O einer gut funktionierenden Unternehmenskultur. Man muss zuhören können, aber nicht einfach nur um hin zu hören sondern um zu verstehen. Nur wer seine Mitarbeiter wirklich versteht, wird mit seinem Team alle schwierigen Hürden der Zukunft meistern können.

Wenn du etwas ändern willst dann beginne bei dir selbst

Erfolgreiche Führungskräfte Leben es vor: Veränderung im eigenen Verantwortungsbereich gelingt dann besonders gut, wenn man beginnt, zuerst sich selbst zu verändern. Ich habe einmal die Geschichte von Bodo Janssen (Geschäftsführers der Hotelkette Upstalsboom) gelesen. Der Umsatz seiner Hotelkette verdoppelte sich in 3 Jahren und die Mitarbeiter Zufriedenheit verdreifachte sich. All das passierte, nachdem sich der Geschäftsführer für 1 Jahr ins Kloster zurückgezogen hatte. Er reflektiert dort sein eigenes Handeln, richtet es sich neu aus und gab die eigene Erkenntnis dann an seine Mitarbeiter weiter. ²

Bei aller Menschlichkeit müssen trotzdem die wirtschaftlichen Kennzahlen im Blick bleiben

Eine „mitarbeiterorientierte Ausrichtung“ darf keine Flucht vor geschäftlichen Herausforderungen sein. Die Kennzahlen müssen stimmen um das Unternehmen auf Kurs zu halten. Ein sehr bekanntes Beispiel ist hier das Unternehmen Eckes Granini Deutschland. Hier wurde eine der herausragendsten Unternehmenskulturen hinsichtlich der Mitarbeiter gelebt, und trotzdem war das Unternehmen eine der erfolgreichsten Landesgesellschaft der Unternehmensgruppe.

Erzeuge das Gefühl von Zugehörigkeit und Verbundenheit

Verbundenheit ist ein Grundbedürfnis. Erfolgreiche Führungskräfte sorgen in Krisenzeiten für ein hohes Maß an Zugehörigkeit, um ihre Mitarbeiter zu stabilisieren. In Phasen von Angst und Stress wirkt Zugehörigkeit wie ein Beruhigungsmittel. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist: wenn Menschen den Verlust von Zugehörigkeit wahrnehmen, werden im Gehirn die selben Zellen aktiv wie bei körperlichen Schmerz. Krass oder?

Lebe eine offene Feedback-Kultur – Probleme und Missverständnisse dürfen nicht ignoriert werden

Eine offene und ehrliche Kultur, wo Meinungen und Rückmeldungen geschätzt werden schafft Vertrauen und Dynamik. Wenn Dinge nicht ausgesprochen werden, führen diese zu Unstimmigkeiten, verlangsamen Prozesse und im schlimmsten Fall kommt es zu schwerwiegenden Zuständen (z.B.: Trennung).

Dasselbe gilt für Probleme. Wenn es Probleme oder Missverständnisse gibt, dann dürfen diese nicht auf die lange Bank geschoben werden. Probleme müssen sofort angesprochen und behandelt werden. Ignoriert man diese, werden sie nur größer und selbst wird man unproduktiver, da das Problem ständig im Hinterkopf ist.

Hinter den Leuten stehen

Jeder macht einmal Fehler. So auch deine Mitarbeiter. Doch gerade in schwierigen Situation kann sich eine gute Führungskraft beweisen, indem sie den eigenen Leuten den Rücken stärkt. Das schafft Loyalität.

Entscheidungen treffen

Delegieren von Aufgaben ist wichtig, aber wenn es drauf ankommt, und sonst niemand genug Mumm hat, trifft eine gute Führungskraft eine Entscheidung, auch wenn diese eventuell falsch sein könnte.

Eine gute Fehlerkultur ist entscheidend für die weitere Entwicklung

Wir alle machen Fehler und das ist natürlich. Aus Fehlern lernt man, und nur so kann sich der Mensch weiter entwickeln. Bedenklich wird es nur dann, wenn immer wieder der selbe Fehler gemacht wird.

Versprechen einhalten

Man sollte sich generell mit Versprechen zurückhalten, außer man ist sich 100-prozentig sicher, dass man diese einhalten kann. Sollte dies nämlich nicht möglich sein, führt das zwangsläufig zu Vertrauensverlust.

Aus und Weiterbildung fördern

Stärken Führungskräfte ihre Mitarbeiter, stärken sie ihr Unternehmen. Die Förderung und Entwicklung des Personals ist wichtig für den unternehmerischen Erfolg. Eine günstige Variante sind Training on the Job-Methoden. Bei Trainings on the Job finden die Personalentwicklungsmaßnahmen direkt am Arbeitsplatz statt. Dabei fungiert der direkte Vorgesetzte oder ein (externer) Coach als Trainer. Sie helfen bei der Entwicklung der Stärken und machen auf Schwächen und Fehler aufmerksam. Das funktioniert allerdings nur, wenn Mitarbeiter wollen und die Maßnahme auch auf das jeweilige Qualifikations- und Kompetenzniveau abgestimmt ist. ³

Transparenz bedeutet Vertrauen

Führungskräfte sollten sich transparent verhalten. Denn Transparenz ist entscheidend für Vertrauen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Offenheit ist auch die Grundlage für Sympathie. Kontrollieren wir beispielsweise unsere Kommunikation stark, empfindet unser Gegenüber uns als unnatürlich und gehemmt. Die Konsequenz: Das Vertrauen sinkt. ³

Mit Fun-Tools arbeiten

Erfolg braucht auch etwas spielerisches. Was man hier machen kann, ist mit so genannten Fun Tools zu arbeiten. Fun Tools sind Werkzeuge die man als Führungskraft einsetzen kann, um etwas Besonderes zu machen. In unserer Rubrik Fun Tools, findest du sehr viele von diesen Ideen.

 

Quellen:

¹ Die gesammte Touch-Point Serie von Anne M. Schüller ist einfach genial: Anne M. Schüller – Touchpoint

² Sebastian Purps-Pardigol hat mit „Führen mit Hirn“ einen der wichtigsten Führungsratgeber der letzten Jahre geschrieben: Führen mit Hirn: Mitarbeiter begeistern und Unternehmenserfolg steigern

³ Immer wieder geniale Artikel im Karriereteil der Zeit Online

Und natürlich alle unsere Artikel zum Thema Führung

(Foto: Yuganov Konstantin/shutterstock.com)

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