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Foto: Frei von Urheberrecht. (CC0) Lizenz.

In unserer schnellen und sehr strukturierten Gesellschaft sind Leistungsdruck und perfekte Organisation bei der Arbeit, in der Schule, oder als Eltern Zuhause mittlerweile eine Mindestanforderung. Viele Menschen leiden an Migräne, chronischen Schmerzen und am Alltagsfrust. Ab wann ist es zu viel des Guten? Ab wann werden wir zu steif, einseitig und unflexibel?

Kulturelle Unterschiede sind klar erkennbar

Auf meinen Reisen treffe ich die verschiedensten Typen von Menschen. Oft arbeite ich mit ihnen zusammen, oft unterhaltet man sich nur an der Bar oder im Flugzeug. Was mir aber seit vielen Jahren immer wieder auffällt, ist wie locker viele Menschen speziell in Lateinamerika aber meist auch in den USA im Gegensatz zu den Menschen in deutschsprachigen Ländern sind.

Ich denke, der Leistungsdruck und immer alles perfekt machen zu müssen, sitzt tief in unseren Wurzeln und wird auch noch mit Begriffen wie „German Engineering“ oder „präzise wie ein Schweizer Uhrwerk“ vertieft. Dieser Druck macht sich dann darin bemerkbar, dass Deutsche im Ausland generell als humorlos, kalt und steif bezeichnet werden und Schweizer als Arrogante und Besserwisser. Zu den Österreichern fällt mir da gerade gar nichts ein. Österreicher werden in der Regel, wenn man erzählt man sei aus Austria, meist erst gar nicht erkannt und zu 90 Prozent mit der Reaktion „ahh Kangaroos“ als Australier abgetan.

Manchmal nehmen wir uns zu ernst

Es kann also nicht schaden, wenn wir uns selber nicht immer zu ernst nehmen, denn man hat es dann viel leichter mit Fehlern umzugehen. Für das Selbstvertrauen ist es außerdem ein Riesen Kick, wenn man sich selber aufs Korn nehmen kann und locker bleibt.

Kontrollfreaks sind des öfteren frustriert und unflexibel, weil der Rest der Welt nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Wenn man nicht akzeptiert, dass Menschen eigenständig handeln, ist man auch schnell enttäuscht.

Flexibler sein heißt auch, die Lage von anderen Blickwinkeln zu betrachten und Risiken hin zu nehmen und von Fehlern zu lernen. Es hilft uns, in einem sich ständig verändernden Umfeld besser klar zu kommen. Auch führt es uns zu mehr Offenheit. Offenheit den gegebenen Umständen gegenüber, was wiederum dazu führen kann, das man mehr Spaß hat und weniger Sorgen und Depressionen.

Erwachsene aber sowohl auch Kinder können lernen, eine Balance zwischen Struktur und Spontanität zu finden. Am besten man mixt es einfach 50/50, dann hat man immer noch ein Grundgerüst, welches einem vertraut ist und Halt gibt, aber auch hin und wieder die Chance, Spaß mit Neuem und Unerforschtem zu haben.

Hier sind 10 Tipps um lockerer zu werden, flexibler zu sein und mehr Spaß zu haben

1. Beobachte dich
Wenn du wieder einmal zu steif und unlocker bist, beobachte dich selber. Verbringe ein paar Tage damit deine Routinen ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Frage deinen Partner oder deine Kinder und Freunde dich darauf hinzuweisen wenn du unlocker wirst. Das kann sich auch schon mal beleidigend anfühlen, ist es aber gar nicht. Im Gegenteil, es wird dir helfen diese Unlockerheit mehr und mehr abzulegen.

2. Probiere Neues!
Neues Essen, neuer Sport, ein Film den du nie sehen wolltest, aber welcher vielleicht doch ganz gut sein könnte, ein neuer Weg zur Arbeit, egal was! Trainiere dein Gehirn dafür, die Dinge anders zu machen als gewohnt. Das Gefühl etwas neues bewältigt zu haben, wird dir helfen offener und sorgenfreier zu werden.

3. Erwäge unterschiedliche Möglichkeiten
Sag nicht einfach aus Angewohnheit sofort „Nein“ zu allem. Wenn du immer gleich 20 Gründe hast, warum etwas „nicht funktioniert“, lass dir doch auch einmal mindestens 5 Gründe einfallen, warum es doch funktionieren kann. Behalte das Gesamtbild im Auge. Wenn du zum Beispiel nicht mir deinen Freunden ausgehen willst, kannst du zur Abwechslung spontan anbieten, den Heimbringerdienst zu spielen.

Zum Thema:  Der hafawo Zweiteiler zum Thema Erfolg - Träume in deinem Leben, und lebe deinen Traum - Teil 2

4. Versuche mehr im Moment zu sein
Vergiss für einen Augenblick alle Sachen die noch erledigt gehören. Lenke deine Aufmerksamkeit auf das Gefühl das du dabei empfindest. Erinnere dich an Menschen oder Tätigkeiten die dir wichtig sind. Wenn du das machst, verlieren die Sorgen die du oft hast spontan an Bedeutung.

5. Mix it up
Machst du die Dinge immer exakt gleich? Ist dein Leben wie ein Deja vu? Dann übe dich in Abwechslung. Fahr mal einen kleinen Umweg, wenn du Bekannte besuchst, geh mal zum Kick-boxen anstatt Yoga oder baue eine Kissenburg mit den Kindern und lass sie darin übernachten. Beweise dir selber das du flexible bist und du wirst sehen es ist eine Bereicherung für dich und alle(s) in deinem Umfeld.

6. Lass andere machen
Dieser Punkt kann große Überwindung kosten. Aber probiere doch einmal, anderen Menschen etwas von deiner Verantwortung abzugeben. Lasse deinen Partner den nächsten Urlaub organisieren oder deine Kinder den Tagestrip aussuchen, ohne das du dich einmischt. Dies ist unter anderem wichtig, weil man mal „die andere Seite“ kennenlernt.

7. Stecke zurück
Wenn man zurückstecken kann, ohne sich dabei minderwertig zu fühlen, ist das schon die halbe Miete um lockerer und flexibler zu werden. Dies kann man erlernen indem man übt, die Meinung anderer zu akzeptieren, zuzuhören und dann gemeinsam am selben Strang zieht.

8. Lass los
Halt nicht immer an kleinen Dingen fest. Wenn zum Beispiel dein Partner die Wäsche anders faltet als du, oder die Kinder das Bett in ihrem eigenen Stil machen, dann lass diesen Dingen den natürlichen Lauf. Auch das kann am Anfang schwer sein. Denk nur daran wie viel Frieden du damit erlangst, wenn du diese kleinen Dinge einfach los lässt und nicht mehr nachbessern musst, nur damit es „Dir“ passt. Außerdem belästigst du deine Mitmenschen dadurch viel weniger.

9. Erwische dich selber
Verwendest du oft Wörter wie „Nein“, „kann nicht“, „nicht richtig“, „falsch“ oder „solltest nicht“? Dann gib dir selber die Rote Karte und bewege dich aus diesem Gefahrengebiet der Ablehnung. Verwende mehr Wörter wie „Probieren wir’s“, „lass uns raus finden“. „ich weiß nicht genau“, „ich bin nicht sicher“ oder „was denkst du?“

10. Übe
Genau wie das Strecken eines Muskels geübt werden muss, um den Muskel aufzulockern, musst du auch üben, mental lockerer zu werden. Wichtig ist, das du überhaupt erkennst, dass du unlocker und unflexible bist und dass dir etwas fehlt im Leben wie zum Beispiel mehr Spaß und Abwechslung. Sei jeden Tag ein klein wenig mehr Aufmerksam, lasse mehr und mehr Neues und Unbekanntes in dein Leben und du wirst erkennen, dass dir der Wechsel von langweilig, steif, humorlos und unflexibel, hin zu mehr Spaß und Lockerheit gar nicht so schwer fällt.

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3 Kommentare

  1. Ich freue mich immer wieder auf neue Blogs und Artikel zu stoßen, die mir wirklich weiterhelfen und meine Meinung teilen! Wirklich ein klasse Beitrag, vielen Dank :)

    Einige Tipps werde ich sofort umsetzen. Oft denkt man, man weiß eine bereits eine Menge, doch besonders im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung gibt es KEIN ENDE! Ich lerne jeden Tag etwas neues, wunderbar!

    Beste Grüße
    Garret von NextGear

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