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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

„Ich kann“ ist motivierend, während „Ich tu“ lebensverändernd sein kann. Erst bei genauerer Betrachtung erkennt man den großen Unterschied in der Macht dieser 2 Verben.

„Ich kann“ verändert die innere Realität, und lässt dich glauben, dass du wirklich in der Lage bist, etwas zu tun. Aber du tust es nicht. Es wird immer auf der inneren Ebene bleiben.

Auf der anderen Seite: „Ich tu“, wird deine Umgebung verändern und lässt Dinge geschehen. „Ich tu“ ist die Wirklichkeit selbst, nicht nur eine interne Version davon.

Dies ist einer der wichtigsten, aber auch weitgehend ignorierten Tatsachen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung.

„Ich kann“ Fallen
Ich kann Gewicht verlieren
Ich kann reich werden
Ich kann eine erfüllende Beziehung führen
Ich kann eine fantastische Karriere starten
Ich kann die Welt verändern
Ich kann mich gesünder ernähren
Ich kann ein zufriedenes Leben führen

Alle diese Sätze sind motivierend, aber sie verändern nichts. Sie drehen sich nur um ein Potential. Oftmals sind sie sogar weniger als Potential, sondern eine Falle. Die Falle von „Es ist in Ordnung, es nur zu sagen“. Die Falle von „Ok, ich habe es gesagt, kann jetzt bitte jemand aufstehen und es für mich tun?“. Die Falle von „Ich kann es, aber mir fallen zig Gründe ein, warum ich es jetzt nicht tue.“

Starke Gedanken und leistungsfähige Verbe – und „Ich tu“ ist ein leistungsfähiges Verb – sind sicherlich wichtig, aber das ist nicht genug. Sie können ein Kickstarter sein, sie können dich motivieren, aber sie können nichts „tun“. Es wird nichts passieren, wenn du nicht auf die  „Ich tu“ Ebene wechselst.

„Ich tu“ Varianten
Ich verliere Gewicht
Ich bin gerade dabei viel Geld zu verdienen
Ich führe eine erfüllende Beziehung
Ich baue eine fantastische Karriere auf
Ich bin dabei die Welt zu verändern, angefangen mit mir
Ich ernähre mich gesund
Ich führe ein zufriedenes Leben und habe aufgehört ständig zu jammern

Erkennst du den Unterschied? Es geht nicht um die Tatsache, dass man all diese Dinge tun kann, sondern darum, sie tatsächlich zu machen. Beachte alleine schon das Gefühl beim Lesen dieser Aufzählungen. Die „Ich kann“-Sätze geben dir Zuversicht, kurzfristiges Selbstvertrauen und vielleicht einige Motivationsschübe. Aber die „ Ich tu“ Sätze bestimmen dein Leben.

Alle die Erfüllung, den Sinn und die Freude im Leben findet man auf der „Ich tu“-Ebene. Der ganze Rest – inklusive der „Ich kann“ Einstellung – ist nur das Gerüst um auf die „Ich tu“ Plattform zu kommen. Sobald man dort angekommen ist, ist alles andere nebensächlich.

Von „Ich kann“ zu „Ich tu“

Wie viel Zeit hast du bereits im „Ich kann“ Modus verbracht? Wie oft hast du dir schon starke und motivierende Sätze aufgeschrieben oder Vorsätze verfasst, aber nie wirklich umgesetzt? Wie oft hast du deine Ziele visualisiert, Meilensteinen gesetzt oder Visionen verfasst nur um zu sehen, wie diese verstauben, weil du eigentlich nichts tust, um diese Dinge voranzubringen?

Der Wechsel von „Ich kann“ zu „Ich tu“ ist schwierig. Hier die Gründe:

„Ich kann“ ist bequem, „Ich tu“ ist riskanter
Mit der „Ich kann“ Einstellung bleibt man in der Komfort-Zone, und es bringt dich nicht wirklich voran.
Mit „Ich tu“ kommst du aus der Komfort-Zone, weil du nun deinen Arsch bewegen musst. Es öffnet die „Ich kann“-Grenzen in deinem Kopf, und durchbricht diese um tatsächlich was zu tun. Es wird zwar immer ein Risiko geben, wenn du etwas tust, aber wenn du nichts tust, wirst du auch nichts ändern.

„Ich kann“ ist nett, „Ich tu“ nicht immer
Auf der „Ich kann“ Ebene sind die Dinge rosarot und schön. Du stellst dir deine Ziele vor, träumst von dir selbst in der „15 kg weniger Version“, visualisierst eine perfekte Karriere und redest dir ein, eine harmonische Beziehung zu führen. Alles ist schön.
Auf der „Ich tu“-Ebene sind Dinge manchmal unangenehm. Man hat zu kämpfen, zu widerstehen, Rückschläge einzustecken, Fehler zu verdauen und weiter zu streben. Etwas zu machen bedeutet fast jedes Mal auf Hindernisse zu stoßen, und das ist nicht immer schön.

„Ich kann“ ist lapidar, „Ich tu“ ist ein Versprechen
Auf der „Ich kann“ Ebene, macht man keine Versprechen. Du sagst einfach „Ok, ich könnte es tun“. Man ist zu nichts verpflichtet. Was aber auch bedeutet, man verpflichtet sich auch nicht selbst, Taten sprechen zu lassen. In Österreich sagen wir dazu „dampfplaudern“.
Auf der „Ich tu“-Ebene musst du deinen Verpflichtungen nachkommen. Dinge zu tun, bedeutet, halten was man verspricht. Mache Dinge geschehen. Stehe zu deinem Wort.

„Ich kann“ ist einfach, „Ich tu“ ist schwer
Weil du keine wirkliche Zusagen machst, ist „Ich kann“ ein schöner Platz für große Träume. Ich kann sein was ich will. Es ist spektakulär und einfach. Man sagt es eben „nur so“.
Sobald du aber beginnst, Worten auch Taten folgen zu lassen, müssen die großen Träume Wirklichkeit werden. Und das ist hart. Es ist nicht immer spektakulär, und es erfordert ständiges, hartes arbeiten, Rückschläge und manchmal die schmerzvolle Erkenntnis, dass sich nicht jeder Traum verwirklichen lässt.

„Ich kann“ ist ein Gedanke, „Ich tu“ ist Aktion
Denke einen Moment an folgende Situation: Du triffst eine Frau, verliebst dich in sie und nach einer Weile hast du folgenden Gedanken: „Ich könnte“ Sie heiraten. Ein Gedanke, während „Ich heirate“ sie eine Handlung ist.

Andere Beispiele sind: „Ich kann“ viel Geld verdienen vs. „Ich habe“ Geld, „Ich kann“ glücklich sein im Vergleich zu „Ich bin“ glücklich und zufrieden, „Ich könnte“ sofort 10 kg abnehmen vs. „Ich habe“ bereits 8 kg abgenommen und die nächsten 2 schaffe ich bis Ende des Monats.

Nun, wie kann man wirklich von „Ich kann“ zu „Ich tu“ wechseln? Wenn du die obigen Unterschiede sorgfältig gelesen hast, denke ich, weißt du schon viel, oder? Aber, wenn du wirklich, wirklich, wirklich aus dem „Ich kann“ Modus zur „Ich tu“ Lebenseinstellung wechseln willst, musst du raus aus der Komfort-Zone. Du musst bereit sein Fehler zu machen … zu scheitern. Du musst Versprechungen mit dir selbst eingehen, und diese auch umsetzen.

Zu denken, dass man Dinge tun kann, ist wichtig, aber es geschehen zu lassen, ist ein völlig anderes Verfahren. Groß denken ist toll, aber großes Tun ist wirklich großartig.

Du willst tatsächlich etwas tun? Dann weg vom Computer und beginnen Taten sprechen zu lassen. Artikel zu lesen, einschließlich diesen, wird dir nicht lange helfen. Es mag dir am Anfang helfen, dir Richtungen aufzeigen, Ideen geben, aber TUN kannst du nur in der Realität. Der wahre Meister deines Lebens bist du und deine Taten, kein Text.

Gehe raus, riskiere etwas und tu was mit deinem Leben.

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6 Kommentare

  1. Wow .. das stehen Dinge drinnen, über die ich noch nie in meinem Leben nachgedacht habe … Leider :( … aber es ist ja nie zu spät im Leben ;)

  2. Wow. Also ich lese ja immer wieder Artikel auf diesen Blog. Die einen sind super, andere sind wieder nicht so mein Ding. Aber dieser Artikel ist bislang der beste den ich hier gelesen habe. Ich habe ihn sogar 2 mal gelesen, weil er mich so zum nachdenken angeregt hat. Bravo!

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