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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Laut dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Konsumentenschutz (BMSG) sind alleine in Österreich rund 476.000 Menschen in ihrer Bewegung eingeschränkt, 24.000 von ihnen sitzen im Rollstuhl. Trotzdem sind viele öffentliche Einrichtungen noch immer nicht behindertengerecht, sodass sich Österreich im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld bewegt, wenn es um das Thema Barrierefreiheit geht.

Während in Oberösterreich und Kärnten die Barrierefreiheit von Gebäuden vielerorts gegeben ist, besteht in Wien noch Nachholbedarf – vor allem
Arztpraxen sind für Rollstuhlfahrer nur schwer oder gar nicht zugänglich. Bis zum Jahre 2019 soll sich das jedoch ändern, denn dann müssen in ganz Österreich alle öffentlichen Gebäude behindertengerecht sein. Solange bleibt Menschen mit Behinderung nichts anderes übrig, als sich zu gedulden bzw. auf andere Praxen auszuweichen, die barrierefrei sind. Und was ist mit den eigenen vier Wänden oder bei der Arbeit?

Mehr Barrierefreiheit im Eigenheim

Außerhalb der eigenen vier Wände sind Rollstuhlfahrer in vielen Situationen auf die Hilfe anderer angewiesen. Sei es beim Öffnen einer Tür oder beim Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel. Zu Hause können sie ihr Leben hingegen barrierefrei gestalten, indem sie die Wohnung behindertengerecht einrichten: Im Badezimmer kann man mit zusätzlichen Sitzmöglichkeiten und Halterungen in Dusche und Badewanne der Körperhygiene auch weiterhin alleine nachgehen kann. Im Schlafzimmer wird dafür das Bett und in der Küche die Arbeitsplatte tiefer gelegt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Stolpersteine (u.a. Türschwellen und Teppiche) aus dem Weg zu räumen. Und was ist mit Treppen?

Treppenlifte verbessern die Lebensqualität

Viele Menschen haben im Alter körperliche Gebrechen, die sie an eine Gehhilfe oder einen Rollstuhl binden. Dadurch sind sie plötzlich Gefangene in ihren eigenen vier Wänden, weil sie sich nicht mehr zwischen zwei Etagen frei bewegen können. Zu anstrengend ist das Auf- und Absteigen der Stufen. Doch auch hier gibt es eine Möglichkeit, die Barrierefreiheit und somit auch die Lebensqualität zu erhöhen: Zum Beispiel Treppenlifte befördern Menschen mit Behinderung ohne Probleme von einer Etage in die nächste – im Sitzen, versteht sich. Es gibt verschiedene Modelle und Ausführungen für unterschiedliche Treppenformen, sodass für jeden Haushalt und Geldbeutel was Passendes dabei ist.

Ohne Hürden ins Büro

In Österreich arbeiten mehr als 50 Prozent aller Beschäftigten im Büro. Bei körperlich beeinträchtigten Arbeitnehmern geht dieser Prozentsatz dann schon gegen 100. Deshalb verwundert es kaum, dass das Baurecht verlangt, neu zu bauende Arbeitsplätze, grundsätzlich barrierefrei zu gestalten. Ein selbstverständlicher Mehraufwand, der nachträgliche bauliche Anpassungen in der Regel unnötig macht und so die damit einhergehenden Kosten einspart. An den grundlegenden Vorschriften, die es schon bei der Planung eines solchen Neubaus zu beachten gilt, kann sich auch jeder gut orientieren, der ein bereits bestehendes Objekt rollstuhl- und behindertengerecht nachrüsten möchte.

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