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Stress: Der Killer unserer Gesundheit?
Menschen sind gestresst: Egal, ob es der Arbeitsalltag im Büro ist, oder das Management des Haushalts und der Kindererziehung. Wenn das Gefühl, dass die Arbeit mit all den Pflichten und Aufgaben überhand nimmt und kein ausreichender Ausgleich existiert, dann steigt der wahrgenommene Stress. Manche vermeiden sogar bewusst stressige Situationen. Was viele aber vergessen ist, dass Stress zwar in den meisten Fällen negativ konnotiert ist, aber durchaus auch Vorteile mit sich bringt. Bis zu einer gewissen Intensität und Zeitdauer kann er helfen, das volle Leistungspotenzial abzurufen und die sprichwörtlichen 110% Einsatz zu erbringen.

Natürlich kommen neben den oben genannten Gründen weitere Quellen hinzu, die Stress verursachen können. So können das Privatleben, äußere Umwelteinflüsse, wie etwa anhaltende Lärmbelästigungen oder körperliche Probleme, ursächlich für den Anstieg des Stresspegels sein.

Besonders unsere Gesundheit leidet unter lange anhaltendem Stress. Körperliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck und ein gestiegenes Herzinfarktrisiko sind nur einige wenige Folgen. Aber auch die Psyche kann Schaden nehmen. Wissenschaftlich bewiesen und durch Stress verursachte Probleme können Burnout, Depressionen, Nervosität und Tinnitus sein. Wer möchte schon dem Risiko ausgesetzt sein, solche Symptome zu widerfahren, wenn man doch mit einfachen Mitteln etwas dagegen tun kann?

Work Life Balance – ein Gegensatz per se oder untrennbar miteinander verbunden?
Was ist unter dem Begriff zu verstehen, der jedem Arbeitnehmer wichtig ist und unter allen Umständen gewahrt werden soll? Work Life Balance. Balance zwischen Arbeits- und Privatleben also. Aber sind das nicht zwei Gegensätze? Vollen Einsatz im Arbeitsleben zu leisten, bedeutet, dass das Privatleben zurückgeschraubt werden muss. Umgekehrt heißt das, dass bei dem Genuss der eigenen Freiheit und des Lebens, zwangsläufig das Berufsleben leidet.

Aber irgendwie sind beide Welten doch miteinander untrennbar verbunden. Wer nicht arbeitet, der lebt zwar viel, aber lebt er daher besser? Wer zu viel arbeitet, der lebt nicht genug. Also gilt: das Mittelmaß ist das Ziel. Der Mensch braucht eine Aufgabe, die noch Raum für andere Dinge lässt.

Im Folgenden werden daher 5 Tipps für die Menschen vorgestellt, die ihre Balance finden, wahren oder wiederherstellen wollen. Im Grunde basieren diese auf zwei Vorgehensweisen: Zum einen der Bewältigung und zum anderen der Vermeidung von Stress.

1. Der richtige Ausgleich nach der Arbeit: Bewegung
Wer kennt das nicht? Nach dem stressigen Arbeitsalltag kommt man nach Hause, kocht lieblos sein Abendessen zusammen und relaxt dann auf der Couch und vegetiert anschließend vor dem Fernseher vor sich hin. Was stattdessen aber für die Verminderung des Stresspegels optimal wäre, ist einen tatsächlichen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu haben. Die Meisten sitzen im Büro und haben wenig Bewegung.

Joggen trägt - egal ob vor oder nach dem Job - zu einem besseren Wohlbefinden bei
Joggen trägt – egal ob vor oder nach dem Job – zu einem besseren Wohlbefinden bei

Daher bietet es sich an, abends – oder wer die nötige Motivation aufbringen kann, auch gerne morgens vor dem Arbeitsantritt – einen Ausgleich basierend auf Bewegung zu schaffen. Dabei muss es nicht einmal unbedingt Hochleistungssport sein. Selbst anstrengenden Sport, wie Laufen oder Radfahren, muss man nicht zwingend absolvieren. Ganz einfache, klassische Bewegung alleine reicht schon aus – etwa spazieren gehen.

Man sollte bedenken: es geht in erster Linie nicht um das Steigern des eigenen Konditionsvermögens oder die Zunahme von Muskelmasse. Nein, vielmehr geht es einfach darum, sich in irgendeiner Form zu bewegen. Nicht nur psychisch – denn durch den Abbau von Stresshormonen hat die Bewegung einen Nutzen – sondern auch physisch sind trotz leichter Betätigung Vorteile, wie Gewichtsstagnation oder gar -abnahme und ein allgemein besseres Wohlbefinden deutlich bemerkbar.

2. Zeitmanagement während der Arbeit
Woran liegt es, dass viele Arbeitnehmer fast schon Überstunden sammeln und daher mehr arbeiten müssen, als ihnen lieb ist? Sie schaffen es nicht, ihre zu erledigenden Aufgaben während der regulären Arbeitszeit zu vollenden und müssen daher länger bleiben, gerade wenn es sich um besonders wichtige Aufgaben handelt. Was kann man aber dagegen tun? Beispielsweise das richtige Zeitmanagement nutzen, das dabei hilft, alle anstehenden Aufgaben, Ziele und Termine innerhalb der dafür zur Verfügung stehenden Zeit zu absolvieren.

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Ein gutes Zeitmanagement ist also das A und O, um Überstunden zu vermeiden und pünktlich Feierabend machen zu können. Dies hilft dabei, dass genügend Freiraum bleibt, um einen Ausgleich zur Arbeit zu verwirklichen, wie beispielsweise in Punkt 1 bereits erläutert wurde.

3. Ausreichend Schlaf
Schlaf. Während dieses Zeitraums regenerieren wir und sammeln neue Kräfte für den nächsten Tag. Einen Tag ohne ausreichend viel Schlaf verkraftet man. Zwei oder drei Tage auch. Ein bis zwei Wochen stecken manche Menschen sogar auch einfach weg. Aber wenn man zu lange zu wenig Schlaf hat, dann können weder der Körper noch der Geist richtig abschalten. Vollständige Erholung gelingt da schon gar nicht. Auch wichtig zu wissen ist, dass ein oder zwei Tage pro Woche mit ausreichend Schlaf nicht ein langanhaltendes Schlafdefizit aufholen oder ausgleichen können.

Der Abbau von Stresshormonen, kann durch Bewegung erreicht werden. Dadurch können Menschen schneller einschlafen und einen gleichmäßigen Schlafrhythmus einhalten. Auch sollte bedacht werden, dass sich „ein Wochenende, an dem man mal endlich ausschlafen kann“, während der Arbeitswoche eher negativ bemerkbar machen wird. Der Grund liegt darin, dass der normale Rhythmus gestört wird und man sich für 2 Tage an neue Zeiten gewöhnen muss. Gerade der Wochenstart fällt dann besonders schwer.

4. Arbeit ist Arbeit, Privat ist Privat
Arbeit bleibt Arbeit, Privatleben bleibt Privatleben. Dieses Mantra ist unbedingt einzuhalten. Warum ist das so? Weil zum einen private Angelegenheiten und Ablenkungen unweigerlich zu einer Verzögerung auf der Arbeit führen. Wer seine Arbeitszeit nicht für die Erfüllung seiner Aufgaben nutzt, kommt in Verzug und das beste Zeitmanagement kann nicht greifen.

Aber was fast noch wichtiger ist, ist zum anderen, dass man die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen sollte. Weder physisch noch psychisch. Also: keine Akten zum Durcharbeiten mitnehmen, keine Unterlagen zum Lesen mitnehmen, keine Termine nach der Arbeitszeit vereinbaren. Die Gedanken nicht um das nächstes Meeting kreisen lassen und überlegen, wie man den nächsten potenziellen Kunden doch noch an Land ziehen kann. Wer während der Arbeitszeit volle Konzentration und Einsatz bringt, hat sich seine Freizeit verdient, in der man keine Aufgaben mehr zu erledigen hat und eine Auszeit vom Job bekommt.

Konkret bedeutet das also: Diensthandy nach Dienstschluss ausschalten! E-Mails weder beantworten, noch lesen. Und: Im Kopf die Arbeit ruhen lassen.

5. Quality Time
Doch all die ganze Freizeit erfüllt keinen Zweck, wenn man sie nicht sinnvoll nutzt. Es geht dabei nicht einmal um die Zeit an sich, die Quantität. Klar, die Zeitspanne sollte nicht zu kurz sein, aber man kann sich dies wie einen Graphen vorstellen, der ab einem gewissen Punkt kaum Wachstum aufzeigt, wenn der Wert auf einer Achse weiter steigt: Ab diesem Zeitpunkt bringt ein Zuwachs (Zeit) kaum noch eine nennenswerte Veränderung der zweiten Größe (Stressreduktion).

Man könnte natürlich deutlich mehr Zeit investieren, um einen immer kleiner werdenden Ertrag zu bekommen. Aber stattdessen könnte man noch an weiteren Faktoren arbeiten. Neben der Quantität gibt es einen weiteren entscheidenden Faktor. Wenn dieser noch nicht optimiert wurde, bietet sich hier hohes Potenzial. Was daher also primär im Fokus stehen sollte ist die Qualität. Die sogenannte Quality Time um genau zu sein. Die ideale Zusammensetzung aus Qualität und Quantität – quasi also die Qualität Quantität Balance – maximiert dann den Output.

Insgesamt lässt sich durch diese fünf einfachen Inspirationen die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben optimieren. All die oben erläuterten Anwendungsmöglichkeiten führen dazu, dass der Stresspegel gesenkt, die Gesundheit geschont und das Glück gewahrt wird.

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1 Kommentar

  1. Super Tipps! Ich habe auch angefangen, seit einiger Zeit auf eine ausgeglichenere Work/Life Balance zu achten und angefangen den Stress in meinem Leben zu reduzieren. Gerade wenn man auf so kleine aber effektive Methoden wie ausreichend Schlaf und Ausgleich zur Arbeit achtet, macht man schnell Fortschritte in die richtige Richtung. Ich merke, wie es meiner Gesundheit (körperlich und geistig) gut tut und werde auch zukünftig weiter darauf achten.

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