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Immer mehr Unternehmen bemühen sich darum ihre Mitarbeiter fit und gesund zu halten und fördern deshalb Ernährung, Fitness und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Der neue Trend in der Arbeitswellt? Workwellness? Eigentlich 2 Wörter, die sich so nicht verbinden lassen. Aber an der Gesundheitsbewegung selbst ist schon was dran.

In dem Arbeitgeber ein Wellness- oder Fitnesscenter am Arbeitsplatz errichten, können sie Gesundheitskosten, Arbeitsausfälle und Stress bei der Arbeit verringern, und zugleich Produktivität, Moral und Zeitnutzung steigern. Es mag sich beim ersten Mal wie ein teures Vorhaben anhören, aber in Wirklichkeit kann Gesundheitsförderung relativ kostengünstig sein, und die Vorteile für Arbeitgeber und Angestellte überwiegen, laut Gesundheits- und Fitnessexperten, die anfallenden Kosten.

Zwei wichtige Grundsteine zum Erfolg eines Fitness- oder Wellnessprogramms sind die Unterstützung durch das Management und die Teilnahme der Angestellten. Arbeitgeber können letzteres erhöhen, indem sie sich die Zeit nehmen, um Ziele und Wünsche der Angestellten zu erfragen. Es muss einen Anreiz für die Angestellten geben, damit sie von selbst ein Teil dieses Fitness- und Wellnessprogramms werden wollen.

Wenn ein Unternehmen erst einmal die Ziele eines Wellnessprogramms festlegt gelegt hat (ob es sich um Gewichtsabnahme, Einstellen des Rauchens, Senkung des Verletzungsrisikos oder andere gesundheitsbezogene Probleme handelt), kann es damit beginnen zu bestimmen, welche Art von Programm umgesetzt werden soll und wie es angepackt wird. Wenn zum Beispiel Gewichtsverlust ein Hauptziel der Angestellten ist, könnte die Firma das unterstützen, indem sie einen Versammlungsraum für Gewichtskontrollprogramme wie „Weight Watchers at Work“ anbietet, eine Aktion die so gut wie nichts kostet.

Versuchen Angestellte an gesunden Essgewohnheiten zu arbeiten, kann die Firma Automaten aufstellen, die gesunde Alternativen zu der normal enthaltenen Kost bieten, wie zum Beispiel Früchte und Bretzeln. Die Cafeteria könnte auch fettreduzierte Mahlzeiten oder Bio-Kost anbieten. Um die Gesundheit im Allgemeinen und Krankheitsvorbeugung anzusprechen, kann ein Arbeitgeber Gesundheits-Checks in einem nahen Krankenhaus, bei einen Versicherungsanbieter oder, falls vorhanden, durch eigenes medizinisches Personal zur Verfügung stellen. Viele Menschen sind sich potenzieller Gesundheitsprobleme nicht bewusst. Die Firma setzt so ein Zeichen, dass ihnen das Wohlbefinden ihrer Arbeiter und Angestellten sehr wichtig ist.

Die Vorteile von Sport und fitten Mitarbeitern sind wohlbekannt und unbestreitbar, und ein Fitnesscenter vor Ort ist für die Angestellten ein attraktives Angebot. Es ist jedoch ein kostspieliges Unterfangen – grob geschätzt von 500 – 700 € pro m² – und eines, das Haftungsprobleme, ausgebildete Mitarbeiter und Instandhaltung impliziert. Bevor ein Fitnesscenter gebaut wird, muss das Unternehmen mit einem qualifizierten Experten über Haftung und Schadensersatz für die Arbeiter sprechen. Das Echo wird jedoch grandios sein. Viele Arbeiter sparen sich den Weg nach oder vor der Arbeit ins öffentliche Center, ganz zu schweigen von den monatlichen Einschreibgebühren.

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Sollte dies aber zu kostspielig sein, kann man den Angestellten eine Ermäßigung oder Zuschüsse anzubieten, wenn sie dem örtlichen Fitnesscenter beitreten wollen. Das beseitigt auch das Problem mit der Haftung für die Angestellten und bietet ihnen dennoch einen Platz um zu trainieren. Diese Option könnte auch alle Familienmitglieder miteinbeziehen, was auf jeden Fall ein reizvoller Vorteil für Angestellten ist. Unternehmen können auch Personal Trainer oder andere Fitnessprofis einladen, um mit den Angestellten zu arbeiten.

Es gibt weniger kostspielige Wege um Fitness zu fördern, auch welche die wenig oder keine Haftung für Angestellte mit sich bringen. Ein Unternehmen könnte einen Mittags-Lauf-Club gründen, mit Anreizen um Angestellte zum Beitritt zu motivieren. Experten schlagen vor, etwas Einfaches wie einen Umkleideraum oder eine Dusche anzubieten, damit Angestellte, die mit dem Rad zur Arbeit fahren oder in der Mittagspause Sport betreiben, einen Platz haben um zu Duschen und sich umzuziehen, das würde sie zu Sport ermutigen.

Gleitende Arbeitszeit zu erlauben, um das Training unterbringen zu können, ist ein weiterer Weg, um Sport zu fördern. „Bei uns arbeiten viele Angestellte sehr lange, also müssen wir es ihnen erleichtern, eine aktive Komponente in ihrem Leben unterzubringen“, erklärt uns eine Unternehmerin.

Wellness am Arbeitsplatz zu bewerben ist etwas, dass jede Firma, unabhängig von Größe und Budget, machen kann. Ich denke, dass es dieser Trend zwar hart haben wird, aber am Ende wird er sich durchsetzen. Alleine schon, weil die steigenden Kosten der Krankenstände Firmen eines Tages schwer auf den Kopf fallen werden.

Wir Mitarbeiter begrüßen diesen Trend jedenfalls jetzt schon!

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1 Kommentar

  1. Oh Mann, ein Fitnesscenter am Arbeitsplatz, das wäre ja geil! Wir haben bei uns so einen Pausenraum mit entspannender Musik und Luftfeuchtigkeitsspender und viel Licht. Ist doch schon mal ein guter Anfang, wenn man schon vom Thema Wellness redet, oder?

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