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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Man sollte meinen, dass zum Thema Sex bereits mehr Umfragen durchgeführt worden sind, als die Menschheit je gebraucht hat. Andererseits geht F…. ja irgendwie immer und Marktforscher müssen schließlich auch leben. Und schlichte Zahlen können plötzlich höchst unterhaltsam sein, wenn man erst mal einen Blick auf die Praktiken und Wünsche im Schlafzimmer hinter der reinen Zahl wirft.

Ich hab jetzt mal das Internet durchforstet bzgl. Umfrage zum Thema Sex. Auf der Homepage von GQ fand ich was interessantes. Die haben eine Umfrage veranstaltet, an der sich rund 1600 Männer beteiligt haben. Ein Teil der Antworten fiel durchaus erwartungsgemäß aus. So beginnt beispielsweise für rund die Hälfte der Männer die Untreue beim Zungenkuss und am meisten genervt zeigen sie sich von der Eifersucht einer Frau. Na ja, nix überraschendes also.

Weitaus erstaunlicher erscheint mir da schon, dass 40 % es nicht leiden können, wenn die Partnerin beim Sex zuviel redet oder kichert. Gibt`s doch nicht. Dirty Talking ist nicht erwünscht? Also ich höre da eigentlich immer gegenteiliges Gejammer: Ihr kommt beim Sex kein Laut über die Lippen, sie sagt nie was sie gerne hätte oder ob ihr etwas gefällt. Und wenn sie kichert? Wenn sie kichert, wird er wohl entweder Kitzler gefunden oder einen sonstigen lustigen Beitrag im Bett geleistet haben. Es soll sogar Momente beim Sex geben, die so verdammt lustig sind, dass man gar nicht anders kann als schallend zu lachen. Hab ich gehört *ggg*

Ich habe noch nie verstanden, warum das offensichtlich ein solches Problem für viele ist. Die Vorstellung, dass Sex eine außerordentlich ernste Angelegenheit zu sein hat, die in ihrem Gefahrenpotential höchstens noch vom Bewerbungsgespräch für den neuen Job übertroffen wird, scheint sich hartnäckig zu halten. Dementsprechend wird Kichern als Kritik an der eigenen Person oder, fast noch schlimmer, an der sexuellen Leistungsfähigkeit verstanden, statt es als das zu sehen, was es ist: ein heiterer Moment, der die Intimität beim Akt eher noch steigert.

Wenn sie schon kein Gekicher hören wollen, was würden sie denn dann gerne mal ausprobieren, die Hengste von heute? Dem Internet kann man es ja anvertrauen und so bekannte sich vor allem der Nachwuchs zu dem Wunsch, mit Sex auf Koks zu experimentieren. Das Verlangen danach scheint aber rapide abzunehmen, sobald der Mann die 25 hinter sich gelassen und damit ein Alter erreicht hat, in dem Sex auch ohne chemisch verursachte Hyperaktivität anstrengend genug ist und ausgefallene Turnübungen ihren Reiz verloren haben.

Statt dessen wollen 22 % jetzt endlich mal von einer Frau dominiert werden, was als direktes Resultat der sexuellen Verausgabung in jugendlicheren Tagen gesehen werden darf. Denn gründliche Recherchen im privaten Umfeld haben ergeben, dass Männer damit keineswegs die Vorstellung verbinden, nackt in Hündchenstellung über den Fußboden zu kriechen, ihre Stiefel mit der Zunge zu lecken oder ihr gar jeden sexuellen Wunsch von den Augen abzulesen (im Bett reden darf sie ja nicht). Nein, Männer verstehen unter dominiert werden eher „zurücklehnen und sie machen lassen“ und das „machen lassen“ darf dabei auch gerne möglichst zügig auf „das Kommen“ hinsteuern.

Noch begehrter ist der Analverkehr, von dem rund ein Drittel der Befragten träumt. Aber mir kommt vor, dass ist noch immer das Tabu-Thema Nummer 1. Den zu genaueren Analen Praktiken gab es keine Stellungnahme. Schade eigentlich für jeden, der das noch nicht gemacht hat. Aber na ja, soll nicht meine sorge sein!

Geradezu arg finde ich, dass bei den Männern in den 30ern Blasen zu den am meisten geäußerten Wünschen gehört. Ich habe gedacht, dass ist sowieso Standard, schließlich bedarf es hier meist keiner großartigen Überredungskunst auf Seiten des Mannes. Männer, was habt Ihr eigentlich die letzten 15 Jahre so getrieben?

Was auch immer ihr so unternommen haben mögt, bei einer Nutte wart ihr laut Umfrage nicht. Und 58 % würden das auch nie und nimmer in Erwägung ziehen. Nur 10 % bekennen sich freimütig zu ihrem Spaß am gekauftem Fleisch und weitere 12 % wollen mal dort gewesen sein, bloß um sich dann für immer und ewig davon abzuwenden. Ja sicher *lach*

Mir scheint, es wäre wirklich an der Zeit für eine weitere Umfrage, um endlich zu klären, wie diese Milliardenumsätze im horizontalen Gewerbe zustande kommen. Irgend jemand muss die Dienste der Frauen schließlich in Anspruch nehmen…

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1 Kommentar

  1. Wirklich amüsante Art, um das Thema „moderner Sex“ anzusprechen. Vor allem als Frau liest es sich sehr flüssig, wenn man tiefere Einblicke in die etwas widersprüchlichen Asichten von Männern bekommt. Danke für den Beitrag, hat mich auf jeden Fall zum Schmunzeln gebracht, was du hrausgefunden hast.

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