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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Seitdem ich „Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“ gelesen habe, beschäftige ich sehr viel mit dem „Rollenspiel“ Aktion versus Reaktion. Werfen wir doch einmal gemeinsam einen Blick auf die beiden Kontrahenten:

Wann immer du handelst, triffst du eine bewusste Entscheidung. Du entschließt dich dazu, etwas genau auf eine bestimmte Art zu tun. Du übernimmst Verantwortung. Du agierst!

Wenn du jedoch nur auf die Entscheidungen anderer reagierst, dann folgst du der Wahl, die jemand anderes für dich getroffen hat. Du reagierst auf einen äußeren Reiz. Somit bist nicht länger du, sondern der genannte Reiz für dein Handeln verantwortlich.

Kurz gesagt: Wenn du selbst agierst bist du der Puppenspieler, wenn du nur reagierst die Puppe.

Aber worauf warten wir? Lasset die Spiele beginnen. Es treten an:

Wahl vs. Umfeld
Argieren ist umfeldsunabhängig, wohingegen eine Reaktion total von deinem Umfeld abhängt.

Werfen wir einen Blick auf deine Kindheit, um das besser erklären zu können. Als Kind bist du fast immer in einem beschützenden Umfeld. Das Problem dabei ist, dass dieses Umfeld künstlich erzeugt wird, deine Eltern beschützen dich. Als Kind in einem guten Umfeld sind Handlung und Reaktion im Prinzip dasselbe: was auch immer du tust, das Umfeld wird sich nicht zum Schlechten hin verändern. Was auch geschieht, deine Eltern werden dich lieben und beschützen. Sobald du jedoch aus ihrem Schutz heraustrittst, kann es dir passieren, dass du in ein unfreundliches Umfeld hineingerätst. Hier lernst du schnell den wahren Unterschied zwischen einer bewussten Handlung und einer unvermeidlichen Reaktion.

Wenn du dich bewusst dafür entscheidest, erfolgreich, zielstrebig oder zufrieden zu sein, ist dir dein Umfeld mehr oder weniger egal. Du wirst strebsam sein, komme was wolle. Weil du handelst, du baust dir bewusst eine Zukunft auf. Du beschließt alle Hindernisse zu überwinden, um dorthin zu gelangen, wohin du willst. Wenn du diese Wahl jedoch nicht triffst und dein Leben nur eine Reaktion auf eine Kette von verschiedenen Reizen ist, dann wird sich dir alles in deiner Umgebung in den Weg stellen und zu deinem Versagen beitragen.

Leute die in ihrem Leben sehr viel reagieren anstatt „das Heft selbst in die Hand zu nehmen“, fühlen sich sehr schnell als Opfer. Zurecht. Sie sind das Opfer ihrer eigenen Lebenseinstellung. Merke dir: Du bist es, der zulässt ein Opfer zu sein, indem du dich deinen eigenen Befehlen entziehst und nur reagierst anstatt zu handeln.

Wenn es dir zum Beispiel schlecht geht, weil du deinen Job verloren hast, dann ist das eine Reaktion. Dein Umfeld hat es dir echt nicht leicht gemacht und du hast etwas verloren. Die „normale“ Reaktion ist es, deshalb traurig, besorgt, entmutigt und unglücklich zu sein. Dem gegenüber steht eine bewusste Wahl, die Wahl zuversichtlich zu sein, sich neue Hoffnungen zu machen und nach einem neuen Job zu suchen (oder sogar ein eigenes Unternehmen zu gründen). Dass du deinen Job verloren hast, ist nur eine unwiderrufliche Tatsache. Was du dagegen unternimmst, ist das was wirklich zählt.

Lohn vs. Frustration
Handeln wird belohnt, zu reagieren ist frustrierend.

Jedes mal wenn du agierst, wirst du in irgendeiner Weise belohnt. Versteht mich nicht falsch: Natürlich wird nicht jede bewusste Tat zu Erfolg führen. Manchmal wirst du auch bei dem einen oder anderen Versuch scheitern. Doch du wirst dennoch belohnt. Der Lohn des Scheiterns ist, dass du daraus etwas lernen kannst. Du hast eine Wahl getroffen, auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt und du hast etwas daraus gelernt. Du hast gewonnen, und zwar jede Menge Erfahrung. Erfahrung die dir später in deinem Leben noch viel bringen wird.

Wenn du auf etwas reagierst, wird es nur in Frustration enden. Du hast keine bewusste Entscheidung getroffen, du hast nur auf einen Reiz reagiert. Du kannst schwer Lob dafür erhalten, wenn du auf etwas reagierst, nicht einmal wenn der ausschlaggebende Reiz etwas Positives war, denn du hast nichts Nennenswertes getan. Du bist nur einem inneren Drang gefolgt.

Hier ein Beispiel: Du verliebst dich Hals über Kopf in jemanden. Das ist ein durchaus positiver Reiz und du hast auf ihn reagiert. Nach der ausschlaggebenden, unbewussten chemischen Phase hast du eine Wahl: zu lieben und zu akzeptieren, komme was wolle. Wenn du dich nicht bewusst dazu entscheidest, den anderen bedingungslos zu lieben, wirst du verletzt werden. Anstatt den anderen zu akzeptieren, wirst du bald versuchen, ihn zu kontrollieren. In der Liebe ist die Eifersucht eine Reaktion, doch bedingungslose Akzeptanz ist eine bewusste Handlung.

Entscheidung vs. Ertragen
Wer eine Aktion setzt, der entscheidet, wer nur reagiert, muss ertragen was kommt.

Der Unterschied zwischen Aktion und Reaktion ist nicht immer einfach zu erkennen. Oft handeln wir automatisch, aus Gewohnheit, und Gewohnheiten sind nichts weiter als „ungefährliche“ Reaktionen. Wir wissen, wie man Fahrrad fährt. Wir haben es gelernt, und wenn wir auf dem Fahrrad sitzen, reagieren wir einfach. Es ist eine ungefährliche Reaktion. Viele unserer Gewohnheiten sind ungefährliche Reaktionen, aber einige davon sind einfach nur dumm.

Einige der gefährlichsten Reaktion sind geldbezogen. Wir neigen dazu, „hirnlos“ auf wirtschaftliche Reize und Nachrichten zu reagieren, anstatt entsprechend zu handeln. Wenn wir zum Beispiel Nachrichten über eine schlechte wirtschaftliche Lage hören, beschützen wir unsere Investments. Das ist eine sichere Reaktion. Ob uns die schlechte wirtschaftliche Lage direkt schaden wird, werden wir aber nie mit Sicherheit wissen.

Ein viel besserer Ansatz wäre es meiner Meinung nach, unseren Finanzen entsprechend zu handeln. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Investition während einer wirtschaftlich angespannten Lage viel profitabler ist. Vieles wird billiger. Die wirtschaftliche Lage ist eine Tatsache, jeder bekommt sie zu spüren, was zählt ist, mit welcher Einstellung wir uns ihr nähern, wie wir uns entscheiden.

Ergebnisse vs. Entschuldigungen
Aktionen schaffen Ergebnisse, Reaktion führen zu Entschuldigungen.

Jedes mal, wenn du dich bewusst für etwas entscheidest, schaffst du ein Ergebnis. Du bist es, der etwas begonnen hat, und die Realität gehorcht dir. Vielleicht ist es nicht ganz das Ergebnis, das du dir erhofft hast, aber immerhin, ein Ergebnis.

Wenn du auf jemanden oder etwas reagierst, wird das nur zu Entschuldigungen führen. Deine Reaktion auf einen äußeren Reiz wird nur selten mit deinen inneren Werten übereinstimmen. Wenn du beschließt, auf einen Reiz zu reagieren, dann handelst du nicht mehr, sondern gibst die Kontrolle ab.

Meist werden deine Reaktionen versuchen, dich vor etwas offensichtlich schlechtem zu bewahren: jemand schreit dich an, du verlierst deinen Job, dein Partner verlässt dich. Eine typische Reaktion auf all das ist Frustration, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und vielleicht sogar Elend. Wenn also der Schreiende fort, dein Job verloren oder dein Partner weg ist, bleibst du mit nichts als Entschuldigungen zurück.

Es hätte anders sein können, aber du wolltest eben reagieren. Tut mir leid.

***

Eine typische Reaktion auf diesen Artikel könnte sein, ein bisschen darüber nachzudenken, Ähnlichkeiten zu deinem eigenen Verhaltensmuster zu finden und das Gelesene wieder aus deinen Gedanken zu verdrängen.

Eine bewusste Handlung wäre es, den Artikel zu deinen Lesezeichen hinzuzufügen, ihn mit so vielen Freunden wie möglich auf Facebook zu teilen und ein Kommentar zu hinterlassen.

Das war natürlich nur ein Scherz. Aber ich habe mich bewusst dazu entschlossen, mit dir zu Scherzen, weil ich ein lustiges Leben führen will, und mich dazu entschlossen habe. Ich setze viele Aktionen in diese Richtung, die mir täglich viel Spaß bereiten. Und ich bin fest davon überzeugt: diese Handlungen werden bestimmt zu einigen großartigen Resultaten führen!

Und wie sieht das bei dir aus? Welche Aktionen setzt du in deinem Leben?

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4 Kommentare

  1. Ein sehr gelungener Artikel. Ich noch nie so viel über das Thema Aktion/Reaktion nachgedacht, aber hier hat mich echt vieles wachgerüttelt!

  2. Dieser Artikel ist ungelogen einer der Besten, die ich je zu diesem Thema gelesen habe. Herr Covey wäre stolz auf sie ;)

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