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Die heutigen Rahmenbedingungen von Mitarbeiterführung erfordern im Vergleich zu früher ein komplett geändertes Führungsverständnis. Die Arbeitsaufgaben und Anforderungen sind wesentlich vielfältiger und komplexer geworden. Rapide hat sich in den letzten Jahren die Welt verändert. Plötzlich gibt es Technologien und Berufe, die es vor fünf Jahren noch gar nicht gab. Deshalb können Führungskräfte heutzutage auch gar nicht mehr in allen Themen und Details „drinnen“ sein, sondern sind auf das Fachwissen ihrer spezialisierten Mitarbeiter angewiesen.

Auch die Wertevorstellungen unserer Gesellschaft haben sich verändert. Der Stellenwert der Arbeit hat abgenommen, Selbstverwirklichung und Lebensqualität werden immer wichtiger. Darauf müssen sich auch Führungskräfte einstellen und mehr auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen. Aufgrund dieses immensen Wandlungsprozesses sind echte Erfolge mit traditionellen Führungsmethoden(sprich: klassisches Angestellten/Vorgesetzten Verhalten) gar nicht mehr möglich. Der Allwissende Chef gehört der Vergangenheit an. Führungskräfte müssen heutzutage umdenken, denn trotz der veränderten „Bedürfnissituation“ wird von ihnen erwartet, dass sie ihre Mitarbeiter so führen, das diese 100 % geben und somit 100 % an Resultaten erzielt werden. Das kann logischerweise nur noch mit einer Methode gelingen, man muss aus auftragsorientierten Mitarbeitern selbstständig denkende und handelnde Mit-Unternehmer machen.

Das ist aber gar nicht so einfach, denn das ist nicht unsere Kultur. Jahrzehntelanges ausführen von Aufträgen, starke Betriebsräte, autoritäre Führungskräfte und durchgeplante Tagesabläufe haben die Menschen zu unselbstständigen, risikoscheuen Befehlsempfängern gemacht.

Zielbewusste und Einfühlsame Führung

Wenn man das Mitarbeiterverhalten grundlegend ändern will, bedarf dies einer einfühlsamen und zielbewussten Führung. Nur so wirst du es schaffen, deine Mitarbeiter umzupolen und die gewünschte Unternehmer-Einstellung zu erhalten bzw. die notwendigen Fähigkeiten für selbständiges Arbeiten zu entwickeln. 2 Ding sind in diesem Prozess entscheidend: Geduld und Ausdauer. Jeder von uns wollte sicher schon mal eine Gewohnheit von sich ändern, und weiß somit, wie schwer es ist, geprägtes Verhalten zu verändern. Wie schwer wird es dann erst sein, dies bei jedem anderen zu schaffen? Selbst bei motivierten und selbstbewussten Mitarbeiteren bedarf es ständiges Bemühen um deren Engagement sicherzustellen. Hier zählt ein altes Sprichwort: „Der stete Tropfen höhlt den Stein“.

Zum Thema:  Das Peter Prinzip - Das Phänomen der Unfähigkeit

Wie vorhin schon erwähnt gab es in den letzten Jahren eine gewaltige Kulturveränderung. Wenn man heutzutage moderne Führungskräfte fragt, was sie sich bei den Mitarbeitern in ihrem Team wünschen kommen immer häufiger folgende Eigenschaften:

Kreativität
Selbstbewusstsein
Risikobereitschaft
Verantwortungsbewusstsein
Teamfähigkeit
Kritikfähigkeit
Lernbereitschaft
Kompromissbereitschaft
Uvm…

 

Hätte man in den 70ern diese Frage gestellt wären sicher Eigenschaften wie: Fleiß, Gehorsam, Pünktlichkeit, Höflichkeit und Tüchtigkeit wichtig gewesen.

So ändern sich die Zeiten. Natürlich sind die Eigenschaften aus den 70ern immer noch wünschenswert, jedoch werden sie nicht mehr als entscheidende Tugenden für den Unternehmenserfolg im 21 Jhd. gesehen. Heutzutage weiß man, dass mitdenkende Mitarbeiter unmittelbar dem Erfolg der Firma dienen. Deswegen gehören Mitarbeiter entwickelt, gefördert und am Unternehmen beteiligt. Man muss ihnen Vertrauen und Respekt schenken. Dies darf natürlich nicht einfach nur so dahergeredet sein, sondern muss der Grundsatz in jeder Firmenkultur werden und gehört ins Leitbild aufgenommen. Nur wenn diese Philosophie von oben nach unten zu 100% gelebt wird, werden die MA auch tatsächlich Mit-Unternehmer werden wollen. Denn nur weil die Firma das will, muss es nicht heißen, dass die Mitarbeiter das auch wollen. Wie schon gesagt … Geduld und Ausdauer

(Foto: g-stockstudio/shutterstock.com)

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