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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Viele Menschen wollen oder müssen sich sogar etwas dazuverdienen. Die Gründe sind vielfältig. Die allgemeine Teuerung durch Mieten, für Lebensmittel oder Benzin kann dazu führen, dass Erwerbstätige neben ihrem ersten Job noch einen weiteren benötigen, um ihre wie auch immer gearteten laufenden Kosten zu decken. Sie können dazu einen Nebenjob nutzen.

Ebenso sind Pensionäre häufig an dieser Möglichkeit interessiert oder darauf angewiesen, um ihre knappen Renten aufzubessern. In einer anderen Situation sind Studenten, die hauptsächlich ihrer Arbeit an der Universität nachgehen und von ihren Eltern finanzielle Unterstützung erhalten. Aber falls ihre Eltern nicht alles zahlen können, falls der Student zusätzliches Geld ansparen will oder mehr zur Verfügung haben will, arbeitet er häufig in einem Minijob.

So unterschiedlich wie die Menschen, welche solche Nebenverdienste erarbeiten, sind die Strategien dafür. Ratschläge für Minijobber finden sich in diesem Artikel und im Internet, beispielsweise in einem eBook der Firma Lexware. Zunächst sollen für Interessierte grundlegende Fragen bezüglich der Minijobs geklärt werden. Was versteht man darunter und welche Rahmenbedingungen herrschen dafür?

Charakteristik und Rahmenbedingungen

In Deutschland wie in Österreich ist Mini-Job eine umgangssprachliche Bezeichnung für den offiziellen Terminus „geringfügige Beschäftigung“. In Österreich liegt die Grenze für die geringfügige Beschäftigung bei 386,80 Euro im Monat. Wird ein Gehalt unter dieser Grenze erzielt, muss keine Sozialversicherung und keine Einkommenssteuer vom Arbeitnehmer bezahlt werden. In Österreich können Arbeitnehmer dennoch 53,10 Euro im Monat für ihre Kranken- und Pensions-Versicherung einzahlen – eine Möglichkeit, welche von nur wenigen Menschen wahrgenommen wird.

Das Thema Minijob wird für immer mehr Menschen interessant. So hat sich laut Österreichischem Rundfunk (ORF) die Zahl der Minijobber in der Alpenrepublik im Zeitraum von 1987 bis 2011 beinahe verdoppelt. 2012 arbeiteten dort 316.510 Menschen in geringfügigen Beschäftigungen, etwa zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Der konstante Anstieg dieser Nebenverdienste liegt auch daran, dass Arbeitgeber die Minijobs gerne aufgrund ihrer verhältnismäßig niedrigen Kosten als flexible Reserve nutzen. Offiziell sind in Österreich die geringfügig Beschäftigten den anderen Arbeitnehmern in einigen Dingen gleichgestellt, beispielsweise haben sie Ansprüche auf Urlaubsgeld, Krankengeld sowie das 13. und 14. Monatsgehalt. Die Realität sieht jedoch anders aus. So werden Minijobber bei längeren Krankheiten häufig gekündigt.

Beim Nachbarn in Norden wurden zum 01.01.2013 die Grenzen für die deutschen Mini-Jobs übrigens um 50 Euro erhöht. Geringfügig Beschäftigte dürfen nun bis zu 450 Euro im Monat verdienen, sind von der Einkommenssteuer befreit, sind aber rentenversicherungspflichtig. Beim BAföG bleibt die Einkommensgrenze für Nebenjobs bis 400 Euro bestehen. Das Limit für Mini-Jobs auf 15 Stunden pro Woche entfällt. Das BAföG ist eine Studienbeihilfe und wird in Österreich Stipendium genannt. Dies umfasst Studien im Inland, es gibt jedoch auch die Möglichkeit für Auslandsstudien Unterstützung zu erhalten. Weitere Informationen bietet die offizielle Seite Stipendium.at.

Fazit

Wie eingangs erwähnt, haben Menschen in zahlreichen Lebenslagen Interesse an Mini-Jobs. Auch Arbeitgeber greifen verstärkt auf sie zurück, allerdings noch mehr in der BRD. Für eine gewisse Lebensphase mögen die geringfügigen Beschäftigungen sinnvoll sein. Auf längere Sicht sollte man aber nach regulären Beschäftigungen streben. Die Risiken der Entlassung und die zumeist schlechten Aussichten bezüglich der eigenen Rente sollte jeder im Hinterkopf behalten.

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