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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Die Zukunft beginnt jetzt. In Bezug auf die Berufswelt gilt dieser Spruch ganz besonders. Wie hat sich die Berufswelt bereits verändert und wohin wird sie sich noch entwickeln?

„Es ist in unserem Alter richtig schwer, einen Job zu finden, vor allem wenn man einen ganz klassischen Beruf wie Friseurin lernen will. Da hat man es echt schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.“ Adriana ist 15 Jahre alt und schnuppert gerade in einer Agentur für PR und Grafik in Salzburg. Grafik ist eine Sparte, die sie sehr interessiert und „nicht so ein alltäglicher Beruf. Man muss sich umschauen, was es für neue Möglichkeiten gibt, da ist die Chance auch höher, einen Arbeitsplatz zu bekommen“. Deswegen startet sie in Kürze auch mit der Lehre zur Produktionstechnikerin, ein für Mädchen ungewöhnlicher Job.

Weiterentwicklung

Der Arbeitsmarkt verändert sich und vielleicht ist die ungewisse Zukunft für Jugendliche ein Faktor, warum „neue“ Berufe auf dem Vormarsch sind. Das Bewusstsein, dass es weitere Möglichkeiten neben der Ausbildung zur Friseurin oder zum Mechaniker gibt, ist wie bei Adriana auch bei vielen anderen Jugendlichen bereits vorhanden. Jobs der Zukunft mit Zukunft sind auf dem Vormarsch. Auch weil sich unsere Gesellschaft immer weiter verändert. Diese „neuen“ Berufssparten müssen sich nicht erst entwickeln. Es gibt bereits Berufe, die in den nächsten Jahren aufgrund von z. B. der höheren Lebenserwartung der Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnen, weiß Wilfried Beer vom Arbeitsmarktservice Salzburg: „Berufe aus dem Bereich Gesundheit und Pflege gewinnen laufend an Bedeutung. Neben Pflegefachkräften sind Ärzte, medizinische Assistenzberufe oder Physiotherapeuten gefragt. Zunehmend Bedeutung gewinnen der Altenpflegebereich, die Hauskrankenpflege und beratende Tätigkeiten.“

Auch IT-Fachleute werden weiterhin zunehmend gefragt, da Informationstechnologien quer durch alle Berufsbilder an Bedeutung gewonnen haben. „Auch Tourismus und Gastgewerbe werden als wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Bundesland unvermindert Fachkräfte benötigen. Wobei die Ansprüche etwa im Hinblick auf noch stärkere Kundenorientierung und Fremdsprachenkenntnisse steigen werden“, so Beer.

Neues Bewusstsein

Welche Jobs konkret in 20 oder 30 Jahren begehrt sein werden, lässt sich auch von der Veränderung der Gesellschaft ableiten. Das neue Bewusstsein, die Umwelt zu schonen, wäre eine davon und ist auch jetzt schon erkennbar. Daher zähle die Sparte Energie und Umwelttechnik zu einer der aufstrebendsten, sagt Beer: „Das ist ein vielfältiger Bereich, der die Erzeugung und Verteilung von Energie, die Behandlung und Entsorgung von Abwässern und Abfällen und die Beratung und das Consulting in Umweltfragen umfasst. Dazu werden die sogenannten Green Jobs heute zunehmend als ,Green Skills‘ (Anm. d. Red.: umweltbezogenes Fachwissen) definiert, da sie als Erweiterung von Berufsbildern in vielen Branchen, von der Güterproduktion über den Verkehr bis zum Tourismus, eine Rolle spielen.“ Sich nur mehr auf ein Thema zu spezialisieren kann die zukünftigen beruflichen Chancen sehr eingrenzen.

Verschmelzende Berufe

Berufssparten greifen zukünftig immer mehr ineinander und verschmelzen, wie Beer sagt: „Im Handel etwa erschließt der Einsatz von IT und Internet neue Absatzwege – Stichwort: Onlineshopping oder Webshops. Für die Beschäftigten ergeben sich neue Anforderungen und Berufsbilder in Richtung E-Commerce-Verkäufer.“ Das Thema Internet und all seine Möglichkeiten beeinflussen ebenfalls stark die Berufswelt. Denkt man an sein eigenes Verhalten, wird schnell erkannt: Das, was man heute macht, hat es vor zehn Jahren noch nicht gegeben. Bestes Beispiel ist Facebook.

Wer hätte vor einigen Jahren seinen mehreren Hundert Freunden mitgeteilt, was man gerade macht oder ein Foto davon gepostet. Daraus entstehen neue Berufe wie Onlinemarketing-Experten. Diese sorgen dafür, dass sich ein Betrieb oder eine Marke in den sozialen Netzwerken optimal präsentiert und in Suchmaschinen, auch gefunden werden. „In Zukunft werden zunehmend Fachkräfte mit mittleren oder höheren Qualifikationen gefragt sein. Dazu kommt die Notwendigkeit, die beruflichen Kenntnisse durch laufende Weiterbildung oder Höherqualifizierung auf dem aktuellen Stand zu halten“, prognostiziert Beer. Das weiß auch Adriana. Deswegen startet sie ihre Lehre mit Matura. „Die Matura ist wichtig, weil man sonst meistens unten bleibt.“ Ihr Ziel nach Abschluss ihrer Ausbildung: ein Studium im Mathematikbereich.

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