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Vor gut einem Jahr habe ich euch den Artikel Die Wünsche eines Kindes – Erziehungstipps aus Kindersicht präsentiert. Ich habe damals geschrieben: „Ob Kinder glücklich sind und sich zu selbstbewussten, fröhlichen Menschen entwickeln, hängt im Wesentlichen vom Erziehungsstil der Eltern ab. Oft gehen aber Eltern bei der Erziehung viel zu stark von sich selbst aus, dabei senden Kinder so viele Signale an die wir uns orientieren können.“

Immer wieder stoße ich über diesen Artikel und denke mir: „… ist das wirklich nur bei Kindern so? Dreht es sich bei der Arbeit und vor allem bei der Entwicklung meiner Mitarbeiter nicht genau um das selbe Prinzip?“. Deshalb habe ich mich hingesetzt und die Wünsche umgeschrieben. Herausgekommen sind 10 Tipps die für beide Seiten wichtig sind – natürlich für den Mitarbeiter, aber beherzigen muss sie vor allem „der Chef“:

Überschütte mich nicht mit Materiellem

Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage. Hir und da eine Belohnung nehme ich gerne an, aber viel wichtiger ist mir deine Zuwendung als Führungskraft. Sei für mich da und habe für mich Zeit, das hat schlussendlich weit mehr Bedeutung als Geld.

Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir ruhig und unter vier Augen sprichst

Auch wenn es wichtig ist, Probleme sofort anzusprechen, so ist es auch wichtig immer respektvoll miteinander umzugehen. Wenn ich also etwas „falsch“ gemacht habe, dann nimm mich zur Seite und sprich das an. Niemand will vor anderen kritisiert werden … das zerstört Vertrauen.

Habe keine Scheu davor, im Umgang mit mir konsequent zu bleiben

Natürlich sind mir Grenzen wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle. Aber wenn etwas zwischen 2 Menschen steht, gehärt es ausgesprochen. Leider sprechen wir viel zu wenig über die Probleme, die wir miteinander haben. Aber wovor haben wir Angst? Vor der Wahrheit? Auch hier sind wir wieder beim Thema Respekt. Wenn etwas angesprochen gehört, dann bleibe standhaft und mach das … aber respektvoll.

Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns

Ich muss auch meine eigenen Erfahrungen machen, um daraus zu lernen. Um mich zu entwickeln und zu reifen. Es ist auch wichtig, dass Fehler gemacht werden dürfen, denn nur so können sich Menschen wirklich weiterentwickeln.

Zum Thema:  Der Orientierungslauf des Lebens - Weshalb Ziele so wichtig sind

Mache keine vorschnellen Versprechungen

Bedenke, dass ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechen gebrochen werden. Wenn du nicht zu 100% sicher bist, dass du dein Versprechen halten kannst, dann lass es lieber.

Sei nicht inkonsequent

Wenn du ständig zurückruderst, macht mich das unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir. Getroffenen Aussagen müssen immer Aktionen folgen.

Unterbrich mich nicht sondern höre mir zu, wenn ich Fragen stelle

Jeder Mitarbeiter wünscht sich, von seinem Chef gehört und verstanden zu werden. Ignorierst du diesen Wunsch, werde ich mich nicht mehr an dich wenden, sondern versuchen, meine Informationen woanders zu bekommen.

Lache nicht über meine Ängste und Zweifel

Sie sind erschreckend echt; aber du kannst mir helfen, wenn du sie ernst nimmst und sie versuchst zu begreifen. Wenn du lernst mich zu verstehen, wird dir vieles klarer werden. Urteile nicht vorschnell über mich, weil ich Dinge anders sehe. Angst zu haben ist normal und über sie sprechen zu dürfen bringt alle voran, denn es zählt immer nur das Miteinander.

Denke nicht, es sei unter deiner Würde, dich bei mir zu entschuldigen

Jedem Menschen fällt es schwer sich zu entschuldigen, denn man muss sich ja einen Fehler eingestehen, und dazu braucht man Mumm. Doch eine ehrliche Entschuldigung zeigt mir, daß Fehler zum Leben dazu gehören. Es zeigt mir, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen. Es zeigt mir, dass ich ernst genommen werde.

Versuche nicht so zu tun, als seist du perfekt und unfehlbar

Das macht mir Druck und manchmal sogar Angst. Es wirkt arrogant. Doch ich denke, jeder hat mal klein angefangen, und das sollte man nie vergessen. Wenn eine Führungskraft zu ihren Fehlern steht, macht sie das menschlich, ja vielleicht sogar sympathisch…

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