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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Der erste Eindruck zählt. Was für erste Verabredungen gilt, ist auch ganz besonders für ein Vorstellungsgespräch essentiell. Erhältst du im Bewerbungsprozess endlich die erhoffte Einladung, ist die Euphorie natürlich groß, aber erst jetzt beginnt die entscheidende Phase. Das Gespräch dient deinem potentiellen Arbeitgeber dazu, sich ein besseres Bild von dir zu machen. Außerdem sollen deine in Lebenslauf und Anschreiben beschriebenen Qualitäten näher geprüft werden, um eine Entscheidung für oder gegen die Einstellung treffen zu können. Um hier zu überzeugen, ist es wichtig, dich optimal vorzubereiten.

Das passende Outfit wählen

Das erste, was der baldige Arbeitgeber von dir wahrnimmt, ist natürlich die Optik. Neben einem gepflegten Äußeren gehört dazu auch, sich der Branche entsprechend zu kleiden, ohne sich dabei zu verkleiden. Fakt ist, dass du mit deinem Stil ausdrückst, ob du in die Firma passt und inwieweit du dich mit den Gepflogenheiten der Branche auskennst und diese respektierst. Ein ungepflegter Freizeitlook hingegen drückt schlechte Vorbereitung und entsprechendes Desinteresse aus.

Wer sich in einer Bank bewirbt, hat es natürlich einfach, da hier ganz klar ist, dass Anzug oder Kostüm obligatorisch sind. Wenn du im Alltag einen Anzug mit Krawatte tragen wirst, dich darin aber unwohl fühlst, solltest du ruhig einmal darüber nachdenken, ob die Branche wirklich zu dir passt bzw. ob du dich an diesen Businesslook gewöhnen kannst. In anderen Bürojobs oder im Handwerk sind die Abstufungen teilweise fließend. Hier kommt es aber auch auf die angestrebte Position an. Bewirbst du dich als Praktikant kannst du entspannter an die Sache heran gehen als wenn du eine Führungsposition anstrebst.

Wenn du als absoluter Neuling die Branche noch nicht kennst und entsprechend unsicher bist bezüglich des Dresscodes, kannst du im Internet recherchieren. Als besondere Alternative bringst du einfach die Bewerbung persönlich vorbei und schaust dir bei der Gelegenheit den Kleidungsstil deiner neuen oder potentiellen Kollegen an.

Allgemein ist zu sagen: je weniger direkter Kontakt zu Kunden ansteht, desto weniger streng ist die Kleiderordnung. Gerade in jungen Berufen, etwa in der IT-Branche geht es etwas entspannter zu. Dennoch versteht es sich von selbst, dass dein Outfit ordentlich und sauber sein sollte und ein Blazer über dem T-Shirt demonstriert auch beim legeren Look eine gewisse Seriosität.

Die eigene Wirkung im Gespräch steuern

Ist die passende Kleidung für das anstehende Gespräch gefunden, zählt das Verhalten vor Ort. Neben der fachlichen Vorbereitung und Hintergrundwissen über die Firma ist es auch gut, sich über die verschiedenen Gesprächsebenen im Klaren zu sein. Neben den Inhalten sendest du auch mit deiner Körpersprache, also über Mimik und Gestik, Botschaften aus. Es ist kurios, aber deine Einstellung und die damit einhergehende Körpersprache und Tonlage machen 93 % der Kommunikation aus und bestimmen daher maßgeblich, was beim Gegenüber im Gespräch ankommt. Dagegen stehen also gerade einmal 7 % für das, was du sagst.

Deshalb ist es gut, die eigene Körpersprache bewusst zu steuern. Es gibt ein paar einfache Grundregeln, die du einhalten solltest. Wer Interesse zeigt, wendet sich dem Gegenüber mit offener Körperhaltung zu. Dabei stehen die Beine nebeneinander, die Arme sind nicht verschränkt, die Hände nicht fest ineinander gefaltet. Stelle während des Gesprächs immer wieder Augenkontakt her und versuche, entspannt und natürlich zu lächeln. So sendest du Signale von Sympathie und Interesse, was dem potentiellen Arbeitgeber deine Ernsthaftigkeit zeigt.

Gesprächsklippen sicher umschiffen

Natürlich wird das Gespräch in den meisten Fällen kein entspannter Plausch sein, sondern der Arbeitgeber wird versuchen, dich auf Herz und Nieren zu prüfen. Es ist daher wichtig, dich auch auf schwierige Fragen gut vorzubereiten und passende Antworten bereit zu halten. Bei kritischen Fragen zum Lebenslauf oder nach negativen Eigenschaften brauchst du nicht ins Schwimmen geraten.

Überlege dir vorab gute Antworten auf solche unangenehmen Fragen. So macht es sich zum Beispiel gut, bei der Frage nach Schwächen Eigenschaften zu nennen, die auch als Stärke interpretierbar sind. Ein klassisches Beispiel ist hier den eigenen Perfektionismus anzuführen, den du aber selbst gut im Zaum halten kannst. Wichtig ist aber auch immer, dabei nicht zu flunkern, sondern dir über deine eigenen Stärken und Schwächen sehr bewusst zu sein. Dann gelingt es dir, die positive Seite jeder Eigenschaft hervorzustellen. Vordergründige Schwächen im Lebenslauf, wie ein abgebrochenes Studium oder Phasen der Arbeitslosigkeit solltest du schlüssig begründen können und darstellen, dass du auch aus deinem vermeintlichen Scheitern immer etwas Positives ziehen konntest.

Natürlich gibt es Fragen, die der Arbeitgeber eigentlich gar nicht stellen darf. Trotzdem halten sich viele nicht daran. Typisch ist hier beispielsweise bei Frauen die Frage nach einer geplanten Schwangerschaft. Rechtlich ist es in so einem Fall vollkommen in Ordnung zu lügen, aber es spricht für deine Selbstsicherheit und Rückgrat, wenn du dich bestimmt und charmant aus der Situation lavierst, ohne zu einer Lüge greifen zu müssen.

Inzwischen ist es gang und gäbe im Gespräch auch die Auffassungsgabe und die Konzentrationsfähigkeit des Kandidaten zu testen. Dazu greifen Arbeitgeber gerne zu so genannten Brainteasern. Dabei handelt es sich um Logikaufgaben in Form einer kleinen Geschichte, mit der das analytische, logische und selbstständige Denken getestet wird. Schau dir solche Übungen im Vorfeld an, um deren Logik zu verstehen und zu üben. Dann kannst du auch ruhig im Gespräch an die Lösung einer solchen Aufgabe gehen.

Tipps für das Bewerbungsgespräch auf einen Blick:

  • branchenübliche aber dem persönlichen Stil entsprechende Kleidung
  • klare Sprache und positive, offene Körpersprache
  • Vorbereitung auf schwierige Rückfragen zum Lebenslauf und Soft Skills
  • Besonnenheit bei spontanen Tests und gestellte Aufgaben

Wenn du den Dresscode kennst, dich in deiner Haut wohlfühlst und gut vorbereitet erscheinst, wirst du entsprechend souverän in das Gespräch gehen.

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