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Bildquellen: CC0 Public Domain pixabay.com/pexels.com/unsplash.com

Einige werden sich jetzt sofort fragen, warum ich einen Unterschied zwischen Führungskraft und Manager mache. Wie ich bereits in meinem Artikel „Die TOP 10 Grundlagen natürlicher Führungsqualitäten“ geschrieben habe, sprechen wir hier von 2 völlig verschiedenen Positionen. Während Manager verwalten, kontrollieren oder bilanzieren, sollte sich eine Führungskraft mit den Potentialen und Bedürfnissen von Menschen beschäftigen.

Wenn ein Manager die Personalkosten berechnet und seine Mitarbeiter somit als Kostenfaktor sieht, beurteilt eine Führungskraft diese als Investition. Also stelle dir die Frage: „was macht meine Abteilung wirklich aus?“ Ich hoffe deine Antwort lautet: „Immer die Menschen!“ Sie müssen geführt werden, und niemals getrieben!

Als gute Führungskraft solltest du ihnen dabei helfen, wertvolle Erfahrungen an ihrem Arbeitsplatz zu machen, und das mit nur geringem zusätzlichen Aufwand. Wenn du das tust, werden die Mitarbeiter engagierter, zufriedener und produktiver sein. Wenn du es nicht tust, wird deine Abteilung zwangsläufig eine höhere Fluktuationsrate, und somit erhöhte Kosten für das Einstellungsverfahren neuer Angestellter und eine geringere Produktivität haben.

Die wahre Kunst des Führens liegt darin seinen Mitarbeitern und Kollegen Führungswissen und „Werkzeuge“ zur Verfügung zu stellen, welche ihnen dabei helfen, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Angestellten führen kann, anstatt sie zu treiben. Beachte immer: Wenn deine Angestellten nicht zufrieden sind, werden sie auch deine Kunden nicht zufriedenstellen!

Vertrauen und Respekt anstatt Kontrollwahn

Vertraue deinen Teammitgliedern und sie werden dir vertrauen. Zweifle an ihnen und du erntest Fehltritte. Die Hauptsache beim Aufbau von Vertrauen ist, dass du Mitarbeiter und Kollegen als Erwachsene, vielleicht sogar als Profis respektierst und ihnen die Mittel und Zeit zur Verfügung stellst, die sie brauchen, um ihre Arbeit ordentlich zu machen.

Bedenke immer: Deine Teammitglieder werden, genau wie alle anderen Menschen auch, irgendwann im Zuge ihres Jobs ein oder zwei Fehler machen. Achte deshalb darauf, ihnen Raum zu lassen um Fehler zu machen und zu korrigieren, ohne ihr Selbstwertgefühl zu verletzen. Natürlich wollen wir, dass sie professionell arbeiten und nichts vermasseln. Aber sie werden, genau wie du auch, hin und wieder einen Fehler machen. Wenn du sie wegen jedem Fehler fertig machst, werden sie bald versuchen, die Schuld auf jemand anderen zu schieben. Das ist einer der schlimmsten Fehler, den eine Führungskraft nie machen sollte. Die Schuld weiterschieben. Manchmal wollen Führungskräfte die Autorität ohne die Verantwortung übernehmen zu müssen. Das ist ein absolutes „no go“!

Schaffe Teamgeist

Betrachte deine Mitarbeiter als Profis und gleichwertige Mitglieder einer gemeinsamen Mission. Sprich von ihnen nie als „meine Angestellten“ oder „mein Personal“. Sie wollen sich wertgeschätzt und bedeutend fühlen. Die erfolgreichsten Führungskräfte sprechen von ihren Mitarbeitern als „unser Team“. Das schafft ordentlichen Teamgeist und alle sind dadurch mit ihrer Arbeit zufriedener. Ein Team arbeitet zusammen und ist stolz auf die Endprodukte oder die Dienstleistungen, die durch die vereinten Kräfte entstanden sind. Eine sehr motivierende Rede für Teamwork ist Al Pacinos „Inch by Inch“.

Teammitglieder sind Profis

Denk und sprich von deinen Mitarbeitern als Profis. Selbst der Hausmeister und das Reinigungspersonal, die unsere Fabriken und Arbeitsplätze sauber und sicher halten, sind Profis. Wenn du eine Operation in einem Krankenhaus-OP hast, kannst du nur hoffen und beten, dass der Hausmeister ein Profi war! Erinnere dein Team daran, durch ihre Taten, Reden und Kleidung eine professionelle Erscheinung zu bewahren. Erinnere dich an das Klischee: „Wenn es geht wie eine Ente, und schwimmt wie eine Ente, ist es eine Ente!“

Durch die Bitte an deine Teammitglieder, professionell zu handeln und auszusehen, werden sie professioneller sein. Sie werden zudem bei ihrer Arbeit einen höheren Grad an Engagement zeigen. Auch deine Kunden werden das professionelle Bild deines Unternehmens oder deiner Abteilung bemerken. Suche nach Möglichkeiten, ihr Bild von sich selbst zu verbessern. Wenn du sie als Profis respektierst, werden sie dich in deiner Rolle als Führungskraft respektieren.

Verteile jeden Tag Lob und Anerkennung

Gib jeden Tag verschiedenen Angestellten in deiner Abteilung ein aufrichtiges Lob und Komplimente. Halte Ausschau nach etwas, das sie gut gemacht haben, und lobe sie dafür. Mache einen „Ich habe dich erwischt – du hast etwas gut gemacht“ Tag. Es wird die Moral deiner Mitarbeiter schneller heben als alles andere, was du tun könntest. Jeder Einzelne muss sich ernsthaft geschätzt fühlen! Wenn du einem Angestellten gegenüber zu kritisch bist, kann es seine Bemühungen, kreativ und produktiv zu sein, zerstören. Wenn eine Verbesserung von Nöten ist, versuche die Handlung zu verbessern, nicht die Person.

Sei aufmerksam und höre zu

Sei aufmerksam und lese zwischen den Zeilen, wenn deine Mitarbeiter etwas zu sagen haben. Antworte nicht vorschnell auf eine Frage, sondern versuche zuerst herauszufinden, um was es wirklich geht. Zeige Respekt und habe immer ein offenes Ohr für Probleme und Anliegen. Das wird dazu beitragen, die Kommunikation zwischen dir und deinen Mitarbeitern zu erleichtern. Ein Mangel an Kommunikation kann am Arbeitsplatz ein riesiges Problem sein.

Gib Unterstützung anstatt anzuschaffen

Die Art und Weise, wie eine Aufgabe erledigt wird, mag vielleicht nicht exakt die Art sein, auf die du sie gerne erledigt haben wolltest. Wenn sie jedoch auf einem akzeptablen Weg erledigt wurde, solltest du nicht vorschnell sagen: „Ich denke, sie hättest es auf meine Art machen sollen.“ Das hängt natürlich von der Situation ab, aber oft stellen sich neue Führungskräfte selbst ein Bein, weil sie den Angestellten zeigen wollen, wer der Boss ist … kleiner Tipp, das wissen sie auch so.

Deine Rolle ist es, das Personal zu unterstützen und sie mit Hilfe und Anweisungen zu versorgen. Du gibst deine Kontrolle nicht auf, du erlaubst ihnen nur, für ihre Arbeit ihre Kreativität und ihr Potential einzusetzen. Wenn du das schaffst, wirst du sehen, das potentialorientierter Führungsstil einer der effektivsten überhaupt ist.

Achte auf Bedürfnisse und ein ordentliches Arbeitsumfeld

Triff dich zum Informationsaustausch mit zufällig ausgewählten einzelnen Mitarbeitern (vielleicht zu einer Tasse Kaffee), und frage sie, was das Unternehmen tun kann, um ihnen ihren Job einfacher und effizienter zu gestalten. Dadurch wissen die Angestellten, dass du ihr Input und ihre Mühen wirklich zu schätzen weißt. Versuche auch hier wieder ein bisschen zwischen den Zeilen zu lesen, um die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter zu erkennen. Wenn du diese befriedigst, werden sie dir überall hin folgen sowie Vertrauen und Respekt entgegenbringen.

Belohne immer eine großartig ausgeführte Arbeit

Wenn jemand in deiner Abteilung besonders viel geleistet hat, dann gib ihm oder ihr eine besondere Belohnung (z.B. einen Tag frei). Mache etwas Unerwartetes, um sie wissen zu lassen, dass du die zusätzlichen Mühen zu schätzen weißt. In der oberen Führungsebene ist man derart auf Resultate und auf das Löschen von Brandherden fixiert, dass manchmal auf die Angestellten vergessen wird, die Ergebnisse liefern und vielleicht schon vor lauter Arbeit vor einem Burn-out stehen. Sorge dich stets um das, was vor sich geht, und darum, wie sich die „Truppen an der Front“ schlagen. Das Management muss seine Ärmel hochrollen und zur Front gehen, um die Taten zu sehen und zu belohnen, welche zu den Ergebnissen führen.

Unterstütze die Anliegen deiner Mitarbeiter

Wenn eine Person in deinem Team nach einer Ausrüstung, einem Hilfsmittel oder zusätzlichem Training fragt, dann lass sie nicht erst 20 Warum-Wieso-Weshalb-Fragen beantworten. Das tötet irgendwann die Moral. Wenn du das Benötigte zu diesem Zeitpunkt nicht bereitstellen kannst, sag es ihnen ehrlich wie es ist. Sag, dass kein Geld zur Verfügung steht, oder was auch immer der Grund ist. Wenn es aber nur irgendwie möglich ist, dann besorg es. Das zeigt deinen Teammitgliedern, dass du ihnen vertraust und sie unterstützen willst.

Setze klare Ziele und sei Vorbild, Visionär, Koordinator und Coach

Setze klare Ziele, zeige ihnen wie sie diese erreichen können und unterstütze deine Teammitglieder. Behalte immer die 4 Rollen einer effektiven Führungskraft im Auge. Ich möchte aus diesem Grund Dr. Steven Covey aus seinem Buch „Der 8. Weg: Von der Effektivität zur wahren Grösse“ zitieren:

Denke immer daran, dass der wichtigste Part des Vorbild-Seins der ist, dass eine Führungskraft die drei anderen Rollen effektiver Führung vorlebt. Mit anderen Worten:

Visionär zu sein bedeutet, einerseits den Mut zur Bestimmung eines Kurses vorzuleben, andererseits auch die Bescheidenheit und den gegenseitigen Respekt vorzuleben, andere in die Entscheidung, was am wichtigsten ist, einzubeziehen.

Koordinator-Sein heißt, die Bereitschaft vorzuleben, Strukturen Systeme und Prozesse zu etablieren, die im Einklang mit den strategischen Entscheidungen über das, was am wichtigsten ist, stehen, sodass die Organisation ständig auf ihre höchstrangigen Ziele fokussiert bleibt.

Coach-Sein schließlich ist das Vorleben (Prozesse der Co-Mission) eines wirklich tiefen Glaubens an die Fähigkeit der Leute, ihre Freiheit zu wählen auszuüben und an die vier Dimensionen ihrer Natur.

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